Bundesligatippspielvorhersage

9. März 2013 - 10:11 Kommentare deaktiviert

FußballvorhersageIch bin ein ziemlicher Fußball-Nerd geworden. Lese Taktik Blogs, Bücher von Leuten die auf der Suche nach dem perfekten Spiel sind und all sowas. Außerdem wälze ich Statistiken nach Spielen und überlege, wieso die Schalker wieder verlieren konnten, wenn sie doch die zweitbeste Passquote der Liga haben.

Da hab ich mich so weit rein gesteigert, dass ich jetzt eine neue Strategie habe, mit der ich bei unserem Bundesligatippspiel zu gewinnen versuche. Auf Statistiken basierend. Meine Hypothese: Aus den vergangenen 6 Spielen kann ich ableiten, wie das kommende Spiel ausgeht.

Ich habe gesehen, dass wenn ich stabil die Sieger aus 6 der 9 Bundesligapartien pro Spieltag vorhersagen kann, gewinne ich das Ding. Also habe ich eine Datenbank gefunden, aus der ich die Ergebnisse herunterladen kann und jongliere dann ein bisschen mit den Zahlen…

So errechne ich nicht nur das Verhältnis aus Sieg und Niederlage, inklusive Aufsplittung nach Heim und Auswärts, sonder auch die Tor Wahrscheinlichkeit, welche das Torverhältnis wiederspiegelt. Das alles rechne ich dann zusammen und erhalte einen Prozentwert. Wer in einer Paarung den höheren Wert hat, glaube ich, gewinnt.

Allerdings hat meine Rechnung zwei große Probleme. Das erste Problem ist, dass ich Unentschieden nicht berechne. In dem 6 Spiele Horizont berechne ich Unentschieden als halben Siege (oder eben halbe Niederlage, je nach Standpunkt). Dementsprechend spuckt meine Vorhersage auch kein Unentschieden aus, sondern nur einen Sieger. Was blöd ist, weil ein Viertel aller Bundesligapartien keinen Sieger hat. Also nicht unwesentlich. Eine Korrelation zwischen der Höhe des Prozentwerts und einem Unentschieden konnte ich übrigens noch nicht fest stellen.

Das zweite Problem bei meiner Berechnung ist etwas subtiler. Ich berechne einen Wert aus den letzten 6 Partien, bewerte diese aber nicht. Siege gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller werden dementsprechend gleichgesetzt mit Siegen gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze.

Alles in allem hab ich mir das so überlegt und beobachte das recht aufmerksam. Zeitprobleme, technische Defizite und statistisches Unwissen hemmen die Erfolgsquote ein bisschen. Zur Zeit liege ich im unteren Mittelfeld mit lediglich 5 richtigen Siegern im Schnitt pro Spieltag. Allerdings halte ich mich sklavisch an die Vorhersage. Das führt gelegentlich zu merkwürdigen Tipps, aber damit muss ich wohl leben. So „muss“ ich heute auf Schalke tippen. Zwar hoffe ich das sehr und glaube sogar ein bisschen daran, würde aber unter normalen Umständen auf die Lüdenscheider tippen.
Wir werden sehen.

Ach ja: Happy Derby! :)

Schallplattenspieler

27. Februar 2013 - 23:47 Kommentare deaktiviert

Es war so vor ein, anderthalb Jahren, da hat sich ein Wunsch in mir festgesetzt: Wenn ich einmal wieder fix irgendwo wohne, will ich einen Schallplattenspieler haben. Nun, ich wohne jetzt bis auf weiteres in Düsseldorf. Also her damit!

Ich habe mir ein hübsches Gerät von Dual gekauft. Wenige Knöpfe, guter Sound. So sollte es sein. Dazu habe ich die Plattensammlung meiner Eltern geerbt. Und die meines Opas (inklusive einer Heino Platte). Da ist natürlich eine Menge Müll dabei (von Rondo Veneziano über Roger Whittaker zu Chris DeBurgh) aber auch ein paar Schätzchen. Zum Beispiel Bochum vom Grönemeyer oder das Blaue Album der Beatles. Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf.

Ob der Sound von Schallplatten jetzt wärmer oder dynamischer ist geht mir dabei halbwegs am… also es tangiert mich perifär. Ich finde die Störgeräusche halt eigentlich ganz sympathisch. Das ganze ist quasi die Entschleunigung meines digitalen Ichs. In erster Linie finde ich aber den Effekt toll. Das Plattenauflegen und –umdrehen zelebriere ich ein klein wenig. Für mich ist das Gemütlichkeit.

Jetzt sitze ich gelegentlich in meinem Sitzsack (das Sofa kommt erst im April), lese Batman Comics und höre Schallplatten dabei. Toll.

Doktor Karsten

9. Dezember 2012 - 21:11 Kommentare deaktiviert

Es ist vollbracht. Vor 10 Tagen hab ich tatsächlich meine Doktorarbeit verteidigen können (hier die Dissertation und die dazugehörige Präsentation) und warte jetzt auf eine Urkunde von der Uni Aalborg. Schon irre. Vor knapp 5 Jahren zug ich gen Norden und plötzlich denke ich viel darüber nach Wissen zu verteilen und die Kommunikation zu verbessern. Und brauche ein neues Klingelschild.

In den letzten 2 Wochen ist generell viel passiert. Zunächst noch dies Kolloquium vorbereiten, dann halten (Donnerstag) und feiern. Nebenbei noch den Umzug nach NRW organisieren, mich von meinen Freunden verabschieden und mich in einen Zug nach Süden setzen. Dann direkt (Montag) zwei Tage Schulung, und ein Tag Workshop, bevor ich endlich Zeit hatte bei den Ämtern vorstellig zu werden. Dann (Freitag) die Weichnachtsfeier meiner neuen Firma.
So neu eigentlich nicht, denn ich bin wieder bei der Valtech. Und da war ich vor meinem Dänemarkabenteuer ja auch schon.

Viel um die Ohren…

Arsenal und ich

6. November 2012 - 14:38 Kommentare deaktiviert

Zu einer Zeit, in der ich mich für Fußball noch nicht so richtig interessierte, begann ich den Arsenal FC toll zu finden, weil Jens Lehmann da spielte und der ja nunmal, seien wir ehrlich, eine coole Sau ist. Viel später erst lernte ich Details zu Wengers Konzeptfußball und, dass Arsenal den schönsten Fußball auf der Insel spielt. Seit ich in Dänemark bin, gucke ich mehr und mehr Premier League. Nicht zwingend weil diese das Nonplusultra der Fußballigen ist (obwohl dem ja so ist), sondern weil die hier schlicht und ergreifend nicht viel anderes zeigen. Da blieb ich einfach bei Arsenal. Die Manchester und Liverpool Anhänger gingen mir eh ein bisschen auf die Nerven.

Wie Nick Hornby es ausdrücken würde: Arsenal hat sich entschieden mich als Fan zu haben, nicht umgekehrt.

Letztens war dann die Auslosung der Champions League Gruppen und Schalke kam in eine Gruppe mit Arsenal. Da stand für mich fest, dass ich die Gelegenheit nutzen musste um endlich mal ins Emirates Stadium zu kommen. Und was soll ich sagen: Es war grandios. Die Blauen haben sogar phänomenal gewonnen – so sehr Arsenal Fan bin ich dann doch nicht.

Für Englische Stadien war sogar bei den Heimfans ziemlich gute Stimmung. Nach dem Spiel waren wir auch noch stilecht in einem Pub. Wo ich auch die adrette junge Dame von dem Foto getroffen habe. Dazu hab ich zum ersten Mal seit der 9. Klasse in einer Jugendherberge gewohnt gehaust und den Bruder und Vater vom besten Verteidiger der Welt kennengelernt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

Blinde Männer und ein Elefant

15. Oktober 2012 - 12:12 Kommentare deaktiviert

Kürzlich habe ich zum ersten Mal von den blinden Männern und dem Elefanten gehört. Das ist eine Volksweise aus dem Süden Asiens. Die Geschichte ist schnell erzählt:

Eine Gruppe blinder Männer befühlt einen Elefanten und versucht herauszubekommen, was sie da vor sich haben. Jeder befühlt aber nur einen Teil des Tiers und zieht so seine eigenen Schlüsse. Der am Rüssel glaubt er habe eine Schlange in der Hand. Der an einem Bein glaubt er stehe vor einem Baum. Der am Bauch meint es handle sich um eine Wand. Und so weiter.

Vor meinem inneren Auge läuft ein unglaublich witziger Trickfilm über die Diskussionen eines Rudel blinder Männer die kreuz und quer über einen dezent irritierten Elefanten hängen. Aber wirklich faszinierend finde ich die Geschichte, weil sie mein Interessensgebiet recht gut auf den Punkt bring, obwohl es sich eigentlich um ein Gleichnis zu den verschiedenen Warheiten ist, die wir so haben.

Jeder hat so sein Wissensgebiet. Jeder glaubt klüger zu sein als die anderen. Und jeder glaubt die anderen wissen schon was und wie ich es meine. Psychologen nennen den letzten Punkt die Illusion von Transparenz, meine Mutter sagt immer: „Ich kann Dir auch nur vor’n Kopf gucken!“

Knackpunkt ist, dass wir oft nicht genügend kommunizieren. Das ist ein Problem im ganz kleinen und bis ins ganz Große. Wer schon mal die falschen Zutaten für’s Mittagessen gekauft hat, weiß wovon ich rede. Und im Prinzip war der erste Weltkrieg ja auch nichts anderes als ein riesen großes Mißverständnis.

Eigentlich wissen wir’s ja. Nur wenn wir kommunizieren können wir gemeinsam erfolgreich sein. Aber eigentlich… :)

Freuds Sofa

11. Oktober 2012 - 19:09 Kommentare deaktiviert

Im Frühjahr 2007 hab ich mich mit einer für mich neuen Programmiersprache beschäftigen wollen. Ruby on Rails heißt die. Außerdem wollte ich etwas mit Zufallsgeneratoren rumspielen. Und weil es immer am praktischsten ist irgendwas Spezielles zu basteln anstatt einfach nur Theoretisch irgendwas zu büffeln, hab ich mir ein Projekt ausgedacht. Ich wollte eine dieser unnützen Spaßseiten im Internet basteln. Meine Idee war eine virtuelle Pseudo-Psychoanalyse in der ein vermeintlicher Psychologe einen Haufen unnützer Fragen stellt. Vielleicht, so dachte ich, kommen dabei ja ein paar lustige Gespräche raus.

Die Seite überlebte nur knapp ein Jahr, denn dann bin ich auf einen Server umgezogen, der die Sprache nicht wirklich unterstützte und die Migration war zu kompliziert und all sowas. Aber auch, wenn in der Zeit die Seite nie ein Hit war, ich fand meine Idee toll. Sowie ich viele meiner Ideen toll finde. Auch wenn ich da gelegentlich alleine mit stehe…

Immer wieder hab ich Freunden davon erzählt und die Reaktionen waren fast immer sehr positiv. Irgendwann, so dachte ich mir immer, irgendwann, wenn ich mal ein bisschen Zeit zur Hand habe, bastele ich die Seite mal neu und baue auch Internationalisierung ein. So, dass Leute auf der ganzen Welt sich alberne Fragen stellen lassen können.

Was soll ich sagen, Zeit hab ich gerade zur Hand…
Darf ich also vorstellen: www.FreudsSofa.de

Die Unterstützung weiterer Sprachen folgt in kürze, aber mit deutsch und englisch sollte den meisten derer die das hier lesen ja schon geholfen sein. Viel Spaß auf dem Sofa und wenn’s Euch gefällt empfehlt es weiter. Über die Kommentarfunktion können gerne weitere Fragen hinterlassen werden.

Und plötzlich: Nepal

10. September 2012 - 16:20 Kommentare deaktiviert

Doktorarbeit eingereicht, Auszug fertig gemacht, die Wohnungsschlüssel übergeben und dann… Nepal.

17 Tage in Südostasien, gepackt mit hunderten von Stupas, Tempeln, Schreinen und Statuen. Dazu unter anderem das Spiel vom Wandelnden Tiger, Paragliding in der Annapurna Gebirgskette, Stadtrundfahrten im TukTuk, eine Busfahrt über 200km für 3,50€ die etwas mehr als 7 Stunden gedauert hat, jede Menge Feilschen und ganz viel Staunen wegen der örtlichen Organisation, zum Beispiel im Verkehr.

Hat mich schwer beeindruckt der Urlaub, Nepal kann ich nur empfehlen.