Prag 1; Ab in den Süden
Weil ich ja an diesem EU-Projekt mitarbeite und weil jedes Projekt nur durch Kommunikation (so direkt und so häufig wie möglich) überleben kann, war ich die letzten Tage in Prag zum großen KiWi-Meeting. Morgens bin ich also zum Flughafen, hab mir den Hintern abgefroren und wurde fast weggestürmt, aber nach ein paar Stunden und einer schlechten dafür teuren Lasagne im Kopenhagener Flughafen sind wir dann endlich in Prag gelandet.
Mega warm und schwül war’s da natürlich.
Frisch aus dem Flugzeug sind Cheffe und ich dann diskutierender Weise hinter irgendwem her gelaufen. Ein bisschen stutzig wurden wir, als wir zu einer Passkontrolle kamen.
Ich zeige meinen brandneuen Reisepass natürlich sehr gern. Aber merkwürdig war’s schon. Uns wurde dann gesagt, dass wir nur eben hier, dann da und rechts, dann so und hier…
Ungefähr 17km später standen wir dann da, wo das Gepäck verteilt wird. Leider auf der falschen Seite der Tür. Um an unsere Taschen zu kommen mussten wir an so einer Gegensprechanlage klingeln. Mein Chef (Slowake, die verstehen die Sprache da ungefähr so gut wie Hamburger die Wiener) durfte dann da mit irgendwem sprechen. Nach einer kurzen Diskussion war die Antwort wohl: „Keine Ahnung, wie Sie an das Gepäck kommen können.“
Zufällig sind dann da gerade ein paar Flughafenbedienstete (wie auch immer man die nennt) vorbeigekommen. Die haben wir abgefangen und nur wenig später hatten wir unsere Klamotten schon.
„Ihr schuldet uns einen Kaffee!“, sagte sie noch. Gern. Nächstes Mal…