Deutsches Grillfest

22. Juni 2009 - 09:52 2 Comments

Grillen auf dem Dach Gestern war der längste Tag des Jahres. Hier in Aalborg war die Sonne präzise 17 Stunden, 53 Minuten und 58 Sekunden lang am Himmel. Also offiziell. Und auch tatsächlich war das Wetter von einer kurzen Tiefgrauphase am Nachmittag abgesehen, ziemlich toll. Passte ganz gut, denn ich hatte einen Deutschen Abend auf unserer Dachterasse angesetzt.
Das Motto: Grillwürstchen.

Ich hatte gute Bratwürste aus Deutschland mitgebracht, den guten Gewürz Ketchup mit der grünen Kappe, scharfen Senf und eine Kiste ‘Radler’. Außerdem hab ich das beste Rezept für Kartoffelsalat erhalten (von Muttern, versteht sich) und mich zum ersten Mal daran versucht. Es war ein bisschen salzig, hat aber keinen gestört. Vielleicht waren sie aber auch nur höflich. Zumindest haben sie aufgegessen. Auch das „komische deutsche Bier“ hat allen gut geschmeckt.

Irgendwann haben die Italiener sogar eingelenkt, dass das italienische Wort „Würstel“ (wie auch immer die das schreiben mögen) vielleicht doch eigentlich aus dem deutschen kommt und nicht umgekehrt.
Den Senf fanden alle zu scharf, nur die beiden Mexikaner nicht.

Um den Abend abzurunden habe ich nur deutschsprachige Musik gespielt. Die kennen immer alle nur Rammstein und Tokyo Hotel, da versuche ich zu argumentieren, dass wir gute deutsche Musik für uns behalten und nur den Müll exportieren. Ich hatte also Gelegenheit zu beweisen, dass u.a. mit den Ärzten, den Helden und den Fantas auch Deutsche in der Lage sind in ihrer Sprache für gute Musik zu sorgen.

Alles in allem, toller Abend. Ich würde es sogar fast als Außenpolitischen Erfolg darstellen und habe ein bisschen Angst vor einem Besuch vom Steinmeier…

2 Responses to “Deutsches Grillfest”

  1. Tina Says:

    Hey, hört sich ja nach einem gelungenen Abend an. Die Musikexport-These gefällt mir.

  2. Smørrebrød » Blog Archive » Grillfest, Nachtrag Says:

    [...] bin da noch eine Anekdote schuldig, was meinen deutschen Grillabend angeht… Am Vorabend waren wir aus. Als ich um halb 5 am Morgen Heim kam, dachte ich an das Rezept [...]

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