Dicker Brocken VfL Bochum in Wuppertal am Zoo. Ausgehen im Ruhrgebiet. Biergarten. Schlauchboottour. Extrem Aufdembalkonliegen. Grillen ohne Kohle. Grillen mit Kohle. Zeichenstunde. Währungschaos im Portemonnaie. Sooo viele Grachten! Das olympische Museum. Fußballspiel der Generationen. Berge und Seen. Verlaufen in fremden Städten. Tretbootfahren. Die Suche nach dem Zürichsee. Nachfotos. Das Trojanische Pferd in Bern. Die mitgewaschene Uhr. „Hure geil!“ (schweizer Ausdruck starker Begeisterung). Relaxen im Amsterdamer Rotlichtviertel. BMX Parcours mit dem Rad eines Vierjährigen. Air Berlin vergisst mein Gepäck.
Das letzte Wochenende habe ich in Europas weltschönstem Ruhrgebiet verbracht. Zum ersten Mal seit Weihnachten habe ich die bucklige Verwandtschaft zu Gesicht bekommen.
Grund: Die Taufe meines Neffen.
Die Arbeit ließ leider nur Zeit für ein langes Wochenende, aber trotzdem konnte ich eine Currywurst mit Hulaboy Benny im Flammengrill verköstigen und mit den Leuten feiern gehen, die erst wenige Tage zuvor den Heimweg aus Aalborg angetreten sind.
Als größte Herausforderung würde ich hier noch gern erwähnen, dass ich mit dem besten Gärtner der Welt eine Tischtennisplatte montiert habe. Dass ich die Spiele im Anschluss alle recht deutlich verloren habe, lass ich jetzt mal unter selbige fallen.
Und vielleicht, dass ich wenige Stunden vor der Taufe noch schnell den Sandkasten im Taufgartenparty-Garten ausheben durfte. Körperliche Arbeit und dann in die Kirche. Also alles so wie immer…
Kurz war’s, aber intensiv und ziemlich cool. Außerdem konnte ich den guten Gewürzketchup mit der grünen Kappe und dringend nötige WM Utensilien in Schwarzrotgold kaufen.
Hat sich also gelohnt, mein Abstecher in die Heimat.
Mein letztes Wochenende, habe ich in der deutschen Hauptstadt verbracht. Als einziger Kerl unter vier Mädchen. Mit einem davon hab ich mal in einer Band gespielt, die anderen waren ihre Studienkollegen aus der Schweiz. Amtssprache war demzufolge Schwitzerdütsch und ich hab mich immer gefreut, wenn ich Dänen in der U-Bahn getroffen habe, die konnte ich nämlich besser verstehen als dieses Schweizer Phantasiesprech.
Ich höre meine leserschar deutlich: „Hö, hö, Hahn im Korb“ – Sowas ist nur in der Theorie und Erwachsenenfilmen toll. Als ich Donnerstagabend ankam wurde „Germany’s Next Topmodel“ geguckt und alle mussten von ihrem Freund erzählen. Immerhin bin ich ums Schuhe kaufen drum rum gekommen.
Dennoch hatte ich viel Spaß mit den Ladies. Auch wenn das Wetter mies war, meine Kamera das ganze nicht wirklich überlebt hat und ich vom Pokalendspiel nichts mitbekommen habe außer vielen Leuten in roten und grünen Trikots/Schals. Denn ich…
hab die Tom Tom Crew gesehen (Hip Hop Circus; Grandios!).
habe eine CD von einem Berliner Gangsta Rapper an der U-Bahn für ein paar Euro gekauft und zähle mich jetzt zum Berliner Underground.
habe gelernt, dass sich alles bei geeigneter Zeit wieder resorbiert.
weiß jetzt was ein Omnichord ist und will eins.
konnte die Mädels zu einem Workout vor dem Kanzleramt bewegen.
habe für fast 40€ im Drogeriemarkt eingekauft.
konnte meine erste Currywurst seit gefühlten Ewigkeiten essen.
Mittwochabend sind wir ausgegangen. Erst ein bisschen Fußball gucken, dann in das Studentenhaus, das ja Mittwochs immer so eine nette Kneipenstimmung hat und hinterher in eine Disko. So gegen 4:45 am Morgen dann ab nach Hause, packen, duschen, frühstücken und mit dem Taxi zum Flughafen, wo ich um 6:40 in die Hauptstadt geflogen bin. Also die hiesige: Kopenhagen.
Angekommen, kurz zu Antonio, meiner Übernachtungsgelegenheit und direkt wieder auf in die Innenstadt zum Stadtangucken. Das erste Foto von einer Kirche habe ich ungefähr um 11 gemacht. Abends so gegen 9 kamen dann die anderen beiden Aalborger nach und nach einem tollen Abendessen und einer Playstation-Tekken-Prügelei bin ich dann friedlich auf dem Gästebett eingepennt. So gegen 3 Uhr Nachts. Während wir am Folgetag noch Mittags los sind um was von der Stadt zu sehen (die ich ja zuvor schon komplett alleine abgegrast habe), haben wir uns die letzten beiden Tage mit Antonios PayTV um die Ohren gehauen. Das war meist Fußball, aber auch viel anderer Müll. Wir haben das Spiel ManU-Chelsea gefühlte 7 Mal gesehen.
Dafür sind wir abends aber natürlich unterwegs gewesen. Samstag Nach endete um 7. Und Sonntagabend haben wir direkt unser Gepäck mitgenommen, das Zeug am Bahnhof eingeschlossen und sind los gezogen. Fette Rippchen im Hard Rock Cafe und eine recht witzige Kneipentour bis 6, da öffneten die Schließfächer nämlich wieder und wir konnten uns auf den Weg zum Flughafen machen. In Aalborg haben wir dann schön den Bus verpasst und anstatt 58 Minuten zu warten, setzten wir uns in ein Taxi. Aufgewacht bin ich so gegen 4, Döner holen, schnell einen Film gucken und weiter schlafen.
Ob Google Street View jetzt eine tolle Sache ist oder der Teufel für den Browser persönlich, möchte ich jetzt hier nicht erörtern. Allerdings möchte ich kurz darauf hinweisen, dass Europas weltschönstes Aalborg quasi komplett abfotografiert wurde.
Hiermit lade ich den fleißigen Leser zu einer kleinen Stadtrundfahrt ein. Wir starten bei mir zuhause, alles andere kann dann jeder selbst wählen…
Freitags ist bei uns in der Gruppe immer gemeinsames Frühstück. Recht angenehme Veranstaltung meist. Heute kamen wir irgendwie darauf, dass Deutsche ja sowieso keinen Humor haben. Als Gegenbeispiel fiel mir spontan aber leider nur der Herr Günter Oettinger ein, über den sich ja in Deutschland seit letzter Woche tüchtig amüsiert wird.
Zwar finde ich’s übertrieben, was da in Deutschland für ein Schaulaufen veranstaltet wird, ich bin überzeugt davon, dass viele lachen, obwohl sie gar nicht recht wissen wieso, bzw. es auch nicht besser könnten, aber in seiner Position ist das schon ziemlich peinlich. Und in meiner Position, also vor internationalem Publikum, d.h. Leuten bei denen Englisch tatsächlich zumindest Teilweise Arbeitssprache ist, schreit das danach ausgeschlachtet zu werden. YouTube und alle lachen sich kaputt.
Deutschen Humor hatte ich aber noch immer nicht beweisen können, meinte der eine Kollege hinterher. „Aber Du kommst doch aus einer Gegend in der die Leute Humor haben, oder?“
Ich schätze das sollte ein Kompliment sein. Hab herzlich gelacht, mit ‘jawoll’ geantwortet und mich bedankt. Meine Aufgabe scheint also noch lang nicht erfüllt…
Mein Brasilianischer Busenkumpel ist gestern Nacht aus seinem Weihnachtsheimaturlaub zurückgekommen. Sein Gepäck natürlich noch nicht. Aber das ist halb so wild, sagt er. Samstag lag er noch bei knapp 40 Grad am Strand. Wie die ganze letzte Woche. Und jetzt ist er im Schnee angekommen. Während ich diese Zeilen schreibe herrschen draußen muntere -14 °C. Das macht einen Temperaturunterschied von über 50 °C.
Armer Fred… dafür ist der total braun und ich finde er hat’s nicht anders verdient.