Archive for the ‘Globetrotter’ Category

EuroFighter

Dezember 19, 2010 - 8:15 am No Comments

Das bei meiner kleinen Reise ein bisschen was schief gelaufen ist, hab ich hier ja bereits erwähnt. Noch nicht berichtet hab ich, dass einer der Anlässe für die Reise das ChampionsLeague Spiel zwischen Benfica Lissabon und dem FC Schalke 04 war. Ein anderer war, dass ich um meinen Geburtstag herum mal wieder Familie und Freunde sehen wollte. Und schließlich hatten wir noch ein Projekttreffen in München.

Um all das ranken sich bereits jetzt zahlreiche Legenden. Die ich aber auf Anfrage lieber persönlich vortrage. Ein paar Fotos gibt’s trotzdem: Hier!

Nachtrag:
Eine kleine Anekdote wollte ich doch noch zum besten geben…
Der Taxifahrer, der mich Morgens um 5 vom Hotel in Reading zum Londoner Flughafen gebracht hat, war in Quassellaune. Schön sowas so mitten in der Nacht. Sein Thema: Fußball.

Zunächst hat er berichtet, dass seine Lieblingsmanschaft ManU sei. Damit komm ich klar. Dann hat er mich aber gefragt wer denn mein Lieblingsspieler wäre. Da war ich schon sehr verdutzt und konnte so früh auch gar nichts wirklich antworten. Kurz später hat er mir dann aber endgültig die Sprache geraubt, mit der Frage, ob es in Deutschland auch eine Fußballliga gäbe…

Schlechte CO2 Bilanz = mieses Karma

Dezember 17, 2010 - 4:44 pm No Comments

Flug von Aalborg über Kopenhagen und London nach Lissabon, am Tag des Fluglotsenstreiks in Spanien.
Schon in Kopenhagen war die ganze Anzeigetafel bunt. Ich bin dann nur knapp vor dem Start des Anschlussfluges in London Heathrow gelandet. Der ist allerdings recht gross und die Sicherheitskontrollen dauern ewig. Ich habe einen Ersatzflug am nächsten Morgen bekommen, nachdem ich eine Stunde in der Schlange vom Kundendienst stand. Und ein Hotel, in Reading, eine halbe Stunde ausserhalb Londons. Das Taxi (hin 138£, zurück 45£ – das nenn ich Flughafenzuschlag) musste ich erstmal selbst bezahlen, das Geld bekomme ich aber wieder. Hoffentlich.

In Reading selbst war der Teufel los. Das Hotel lag mitten in einem Ausgehviertel und mir hat das Herz geblutet, dass ich mich nicht ins Getümmel werfen konnte/wollte. Erstens war ich allein und zweitens wurde ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr abgeholt. Immerhin hab ich John Terry gesehen, als er in so einen Club gestürmt ist. Glaube ich zumindest. Super Ersatz für einen Samstagabend in Barrio Alto, dem Ausgehviertel in Lissabon…

Morgens hab ich dann gemerkt, dass meine Gastgeberin in Lissabon keine meiner Nachriten bezüglich der Planänderung erhalten hat. Endlich in Lissabon gelandet hab ich dann mal angerufen (inzwischen war ja nach 10 Uhr), daraufhin hab ich eine Nachricht erhalten, dass ihr Telefon kaputt sei, sie keine Anrufe annehmen könne und ich doch bitte Nachrichten schreiben solle. Also wird das wohl jetzt alles klappen, dachte ich. Perfekt.
Aber natürlich war dem nicht so. Mein Gepäck war zu der Zeit nämlich noch in London. Ich also zu ihr, hab mich noch einige Male verirrt in den Straßen Lissabons und mich gewundert, wieso sie nicht antwortet. Besonders als ich es endlich vor ihre Haustüre geschafft habe, hätte ich mich über ein Zeichen gefreut. Erneute Anrufversuche endeten im Nirwana und just als ich aufgeben wollte und mir ein Hotel suchen, hab ich noch schnell eine Nachricht von meinem Deutschland-Telefon geschrieben. Drei Sekunden später ging das Fenster auf: Du kannst auch einfach klingeln.
Knapp 20 Nachrichten hab ich ihr geschrieben, keine davon ist angekommen.

Meine Reiseversicherung hatte mir inzwischen bestätigt, dass ich mir Ersatzklamotten kaufen darf. Musste ich auch, hatte ja schon eine extra Nacht auf dem Buckel. Abends ging dann meine Karte irgendwie nicht mehr. Die zusätzlichen Ausgaben (Taxi in London, Klamotten in Lissabon) haben mein Konto leergefegt. Ein Träumchen.
Am Abend des zweiten Tages in Lissabon, der ja schon mein dritter hätte sein sollen, kam dann mein Gepäck. Und es sah aus, als hätten sie’s per Fahrradkurier geschickt.

Und jetzt ziehe ich mir einen roten Rock an und heul noch ein bisschen rum…

Knecht Ruprecht mit Flaschenöffner

November 6, 2010 - 6:54 pm 1 Comment

J-dag ist immer der erste Freitag im November in Dänemark. Das ‘J’ steht für Julebryg, also Weihnachtsbräu. Tuborg bringt jedes Jahr ein Weihnachtsbier (Alkohol: 5,6% vol) auf den Markt. Das gibt es dann auch nur für einen begrenzenten Zeitraum. Weihnachten eben. Jetzt bin ich der denkbar falscheste darüber zu berichten, aber ich hab mir sagen lassen, dass es süßer sei.
Osterbier gibt es übrigens auch.

Am J-dag wird ab 20:59 Uhr das Weihnachtsbier dann verkauft. Und das wird natürlich ordentlich gefeiert, weil heiß erwartet. Diese Feier nennt sich auch Schneesturm (‘snestorm’) oder Schneefall (‘snefald’) und es ist wirklich sowas wie ein Feiertag. Der biertrinkende Teil Dänemarks (und das sind grob so viele wie im Deutschen Raum) freut sich auf diesen Moment. Kneipen und Restaurants bieten HappyHours und Sonderangebote.

So voll wie Gestern hab ich’s so früh noch nicht in der Stadt erlebt. Allerdings ist das nicht nur Tuborg zuzuschreiben. Auch die größte Marke im Niedrigpreissegment (ich glaube das sagt man zu Billigbier, oder?!) hat sich tüchtig reingehängt: Royal. Es gab außerdem einiges an Werbegeschenken. Nur die blaue Weihnachtsmannmütze von Tuborg haben wir nicht ergattern können. Dabei wollten wir die unbedingt. Mist.

Hier ein paar Eindrücke. Alles vor 23 Uhr aufgenommen übrigens…

Und weil ich gerade so schön in Stimmung bin, wünsche ich Euch allen eine schöne Weihnachtszeit. Auch, wenn erst Anfang November ist.

Herbstferien

Oktober 18, 2010 - 2:23 pm No Comments

Barcelona Dress für Kinder; der Champions League Pokal; die lauteste Anlage Österreichs; Drachen steigen lassen; eine Eule; Grillen in der Nacht; Hafenrundfahrt; Häppchenhunger; Hooksiel; KiWi Release Party; Marinemuseum; merkwürdiges Farbschema; neue Schuhe; Nordseeküste; Ohrstöpsel; Sehenswürdigkeiten sehen und würdigen; Tretmobil; Twister Dance; Unterschriftenjäger; Vorträge im Planetarium; Wakeboarding (erstes Mal. Erfolgreich.); Wien; Philharmoniker im Musikverein; Bilder; Video…

Mexikanischer Unabhängigkeitstag

September 14, 2010 - 9:16 am 2 Comments

Am 16. September ist Nationalfeiertag in Mexiko (Día de la Independencia) dieses Jahr sogar der zweihundertste. Am Vorabend wird eigentlich gefeiert, da Mittwoche meine Mexikaner aber alle verplant waren, wurde das ganze auf Gestern vorverlegt. Das Vorfeiern Unglück bringt ist eine Deutsche Geschichte, das habe ich schon häufiger gemerkt.

Jedenfalls war ich Gestern Teil eines Mexikanischen Abendessens. Es gab Chilaquiles. Im Prinzip sind das Tortilla-Chips mit einer scharfen Tomatensoße, ein Stück scharfem Hühnchen und etwas Schafskäse (vermutlich im Original vom Esel). Dazu noch die Spezialität aus Oaxaca, dem Heimatort des Gastgebers: Grashüpfer (nur ganz kleine, “wenn sie gross werden schmecken sie bitter”) und Würmer.
Mjam, mjam.

Vorher gab’s noch dieses höllisch scharfe Zeug, dass alle mal probieren mussten (quasi ein mexikanischer Schwanzvergleich). Du mussst Deinen kleinen Finger ganz leicht in die Kappe dieser Flasche tunken (die übrigens mit Warnungen vollgedruckt war), so dass ein kleiner Tropfen hängen bleibt. Den reibst Du Dir dann auf die Zunge und versuchst die folgende Stunde zu überleben. Als Lebensrettende Sofortmaßnahme gab’s Milch (klassisch) und Salz (war mir neu, lutschen hilft aber anscheinend). Dieses Zeug hat nichtmal einen Namen, es handelt sich dabei lediglich um ein Extrakt mit einem Chili-Schärfegrad von einer Million SCU (nur zum Vergleich: Tabasco hat 2500 bis 5000)…

Ich habe überlebt. Würmer, Grashüpfer und eine brennende Mundhöhle.
Ich bin ein ganzer Mann!

Tour de Suisse

August 2, 2010 - 3:07 pm No Comments

Amsterdam, Bern, Bochum, Genf, Herten, Kopenhagen, Lausanne, Wuppertal, Recklinghausen, Zürich.
Sprich: Deutsch, Französisch, Niederländisch, Schwizerdütsch. Also Englisch.

Dicker Brocken VfL Bochum in Wuppertal am Zoo. Ausgehen im Ruhrgebiet. Biergarten. Schlauchboottour. Extrem Aufdembalkonliegen. Grillen ohne Kohle. Grillen mit Kohle. Zeichenstunde. Währungschaos im Portemonnaie. Sooo viele Grachten! Das olympische Museum. Fußballspiel der Generationen. Berge und Seen. Verlaufen in fremden Städten. Tretbootfahren. Die Suche nach dem Zürichsee. Nachfotos. Das Trojanische Pferd in Bern. Die mitgewaschene Uhr. „Hure geil!“ (schweizer Ausdruck starker Begeisterung). Relaxen im Amsterdamer Rotlichtviertel. BMX Parcours mit dem Rad eines Vierjährigen. Air Berlin vergisst mein Gepäck.

Die schönsten Bilder: HIER

Taufurlaub

Juni 11, 2010 - 8:15 am No Comments

FlammengrillDas letzte Wochenende habe ich in Europas weltschönstem Ruhrgebiet verbracht. Zum ersten Mal seit Weihnachten habe ich die bucklige Verwandtschaft zu Gesicht bekommen.
Grund: Die Taufe meines Neffen.

Die Arbeit ließ leider nur Zeit für ein langes Wochenende, aber trotzdem konnte ich eine Currywurst mit Hulaboy Benny im Flammengrill verköstigen und mit den Leuten feiern gehen, die erst wenige Tage zuvor den Heimweg aus Aalborg angetreten sind.

Als größte Herausforderung würde ich hier noch gern erwähnen, dass ich mit dem besten Gärtner der Welt eine Tischtennisplatte montiert habe. Dass ich die Spiele im Anschluss alle recht deutlich verloren habe, lass ich jetzt mal unter selbige fallen.

grillenUnd vielleicht, dass ich wenige Stunden vor der Taufe noch schnell den Sandkasten im Taufgartenparty-Garten ausheben durfte. Körperliche Arbeit und dann in die Kirche. Also alles so wie immer…

Kurz war’s, aber intensiv und ziemlich cool. Außerdem konnte ich den guten Gewürzketchup mit der grünen Kappe und dringend nötige WM Utensilien in Schwarzrotgold kaufen.
Hat sich also gelohnt, mein Abstecher in die Heimat. :)