Archive for the ‘Spocht’ Category

Fußballvideospielspezialausgabe

Oktober 10, 2011 - 10:22 pm No Comments

Ich glaube, dass ich ein oder zwei Mal hab durchblicken lassen, dass ich den hisigen Fußballverein unterstütze. Und ich glaube auch, dass ich meinen Eltern keine Schande mache, wenn ich gestehe, dass ich mich gelegentlich Videospielen hingebe.

Fußballspiele auf der Konsole liegen da nahe. Seit die Hulaboys die EM 1996 live mitgespielt haben, bin ich Anhänger der Fußballspielreihe von EA, die ihre Spiele einfach mit der Jahreszahl versieht und nach dem Weltverband benennt. Und dieses Jahr sollte es sogar eine FIFA12 AaB Club Edition geben! Unglaublich. Musste ich haben. Was auch immer das sein mag…

Es gab eine Fanabstimmung, wer auf’s Cover sollte. Gewonnen haben Jeppe Curth, Torschützenkönig in der Meistersaison 2007/2008 und Thomas Augustinussen der Spielmacher und kreative Kopf der Mannschaft. Die beiden ragen jetzt in mE nach wenig vorteilhaften Fotographien von meinem Spielestapel.

Das Spiel selbst ist die übliche Internationale Ausgabe, bei den Kommentaren kann ich zwischen Englisch, Spanisch und Schwedisch wählen. Die Deutschen Kommentatoren gehen mir bei diesen Spielen eh immer auf die Nerven, da passt das ganz gut. Besonders, wenn wir das mit einem Internationalen Kreis spielen. Gestern gab’s ein kleines Turnier, bei dem jeder seine Heimmannschaft gewählt hat: Benfica, Flamengo, Grêmio, PAOK, Pescara, PSG, São Paolo und natürlich Schalke.

In dem Spiel sind auch original Fangesänge zu hören. Und alle die letzte Woche mit beim Spiel gegen Hamburg waren freuen sich und feuern mich immer mit an. Gelernt ist gelernt.

Der große Lauf

August 26, 2011 - 5:42 pm No Comments

Gestern war ein großer Lauf hier, bei dem sich Firmen anmelden konnten. Als sie gehört haben, dass gegrillt wird und es Wein gäbe, konnte ich sogar ein paar von meinen Kollegen überreden mitzumachen. Aber leider nicht bei der 5x5km Staffel, wie alle, sondern bei dem 5x5km Manschaftsgehen. Mir war die Teilnahme wichtiger als der Sport, darum hab mich dem Olympischen Gedanken verschrieben. Unser erklärtes Ziel war es zwar irgendwie dabei zu sein, aber nicht wirklich teilzunehmen. Kurz vor dem Lauf waren wir noch bei einem Supermarkt und haben allerhand Süßigkeiten gekauft. In unserem Basislager wurde der Rucksack dann aufgefüllt mit dem was aus dem gesponserten Verpflegungspaket sinnvoll erschien. Eine Tüte Chips, Wein aus der Box (superlecker anscheinend, fast so gut wie warmes abgestandenes Bier, wie mir mehrfach versichert wurde) und eine Masse an Bierdosen.

Nachdem wir in unseren hübschen Shirts in grell-hell-grün (sagt man Lemone dazu?) im vorderen Drittel des Feldes gestartet sind, haben mir mit unserer ersten Pause sogar ganze 400m gewartet. Wein einschenken, Bierdosen rauskramen, Fotos machen… nur das wichtigste eben. Zu dem Zeitpunkt hatten wir die rote Laterne schon inne.
Kurz vor Vollendung des dritten Kilometers haben meine australische Kollegin und ich sogar abgekürzt. Unseren Zeitvorteil haben wir durch eine aktive Regenerationsphase genutzt. Es gab Weingummis, während wir im Gras auf den Rest unserer Mannschaft gewartet haben.

Auf der Zielgeraden wurden wir dann noch von einem anderen Team knapp überholt. Weil wir für ein Foto posieren mussten. Schlussendlich sind wir mit der fabelzeit von einer Stunde und fast drei Minuten für fünf Kilomenter offiziell Vorletzter geworden. Und stolz drauf.
Das haben wir dann an einer Würstchenbude gefeiert. Das eigentlich versprochene Grillfest wurde nämlich abgesagt, weil statt der 150 geplanten Teilnehmer plötzlich 400 von unserer Uni da waren. War auch lecker.

Hier hab ich unsere Rute übrigens mal mitgeschnitten. Man achte auf den Maximalpuls von ganzen 116 Schlägen pro Minute. Da muss mir wohl gerade jemand was lustiges erzählt haben oder so. Geschwitzt hab ich jedenfalls nicht. In unserem Team war ich auch der einzige in Turnschuhen.

Brasilianischer als die Brasilianer

August 10, 2011 - 11:40 pm No Comments

Vorhin ist das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Brasilien ausgegangen. Mit 3:2 und meiner Meinung nach hochverdient. Ich hab das Spiel hier bei uns mit ein paar Freunden geguckt. National war zweimal Mexiko sowie je einmal Portugal und Chile vertreten. Dann ich als einziger Deutscher und noch mit vier Brasilianern (darunter mein Mitbewohner). In so einer Kulisse machen solche Siege gleich doppelt Spaß. :D

Am schönsten ist zuzusehen, wie die Jungs von vornherein ihr eigenes Team schlechtreden, jeden Spieler, besonders den Trainer und allen voran den Verbandspräsidenten bis auf’s Blut hassen, aber trotzdem bei jedem kleinsten Anflug von einer Guten Aktion vor Freude ausrasten, als wäre der sechste Stern grade dazu gekommen. Als ich dann nach des Götzens Tor sagte, dass der einzige echte Brasilianer auf dem Feld gerade getroffen hätte, gab’s zerknirschte Mienen.
Manchmal ist’s lustig in einer Minderheit zu sein.

Missionar in Blau und Weiß

April 14, 2011 - 6:44 pm No Comments

Champions League Spiele kann ich in Kneipen gucken. Mit Freunden. Und Kaltgetränken. Und wenn die Schalker dann noch dabei sind, freu ich mich besonders, denn im Ausland ohne PayTV kann ich die Spiele der Blauen eher mäßig verfolgen (Rückblende). Und dann läuft’s diese Saison ja auch gar nicht so schlecht…

Jetzt ist Schalke auf der internationalen Bildfläche zwar nicht so richtig unbekannt, aber auch kein leuchtender Stern. Und weil ich nur selten mit Deutschen hier rumhänge, bin ich auch oft der einzige der jubelt, wenn der Herr Bundes-Neuer mal wieder einen 100% hält. Doch ich habe einen Trick gefunden, andere dazu zu bringen mit mir zu jubeln: Bestechung.

Aber natürlich besteche ich nicht irgendwie. Ich habe meinem Mexikaner schon vor dem Valencia Rückspiel versprochen, dass wir uns zusammen betrinken, wenn Schalke die Champions League gewinnt. Noch am gleichen Abend hat sich der Fanbestand verdreifacht. Neben mir gab’s da plötzlich eine gute Freundin aus Australien, die so gerade die Grundregeln vom Fußball versteht, und eben jenen Mexikaner, der sich während eines Spiels lieber gemütlich hinter seinem Bier irgendwelchen Mobilfunktelefonspielen widmet. Und das zieht ziemlich Kreise. Inzwischen ist halb Aalborg zu glühende Schalke-Anhängern geworden.
Speziell seit ja jetzt keine Italiener mehr im Turnier sind. :)

Davon unabhängig bekomme ich zur Zeit nach jedem Champions League Spiel eine Nachricht von dieser heißen Madrilenin, die ich mal ein Semester erfolglos angebaggert habe. Sie freut sich so, dass ihr Raúl auf Schalke so erfolgreich ist und dass die Leute ihn so mögen.
Ja, freu ich mich auch. Der Raúl ist halt ein geiler Hund.

Abstiegskampf

Februar 24, 2011 - 5:26 pm No Comments

Nach der fulminanten ChampionsLeague Saison 2008/2009 lief’s eher so mittel für den hiesigen Fussballverein. Natürlich chronisch Klamm, wurden die ganzen Einnahmen aus dem europäischen Wettbewerb auch noch in der Finanzkriese letztes Jahr verloren. Die sportliche Talfahrt beendet sowas nicht so richtig. Merkwürdige Transfers, den falschen Trainer aus finanziellen Gründen zu lange im Amt belassen… Der AaB Fan hat das Leiden gelernt. Pünktlich zum Jahresabschluss 2010 hat Aalborg BK auch noch eine 6-0 Klatsche in Odensee bekommen und überwintert am Tabellenende.

Die Rückrunde geht nächste Woche los und man gibt sich alle Mühe die zuletzt recht enttäuschten Fans wieder auf die eigene Seite zu bringen. Zusätzlich wurden sponsoren bemüht um drei neue Spieler zu engagieren (darunter ein Stürmer aus Mainz).

Mir ist der Verein irgendwie ans Herz gewachsen. Rumpelfußball hin oder her, ich drücke Däumchen, dass das gut geht und wir nicht absteigen.
Drückt mit! Vi elsker AaB, lalala lala laaaa!

Übersetzung:
Die haben gesagt, wir würden nie dänischer Meister.
Die haben gesagt, wir könnten nie Italiener aus dem Europapokal werfen.
Die haben gesagt, wir würden in Old Traffort nicht punkten.
Die sagen, wer als Tabellenletzter überwintert steigt ab.
Naja… die Leute reden so viel…
Mach mit bei der Aufholjagd!

Kampf unter dem Korb

November 2, 2010 - 12:23 am No Comments

Am vergangenen Samstag war Spieltag. Wir sollten in der heimischen Halle gegen eine Mannschaft antreten, von der ich bis heute noch nicht wirklich weiß, woher die eigentlich kam. Wird schon in der Gegend gewesen sein. Jedenfalls kam ich fünf Minuten zu spät. Kann ja nur noch besser werden. Dachte ich…

Mein Lieblingschilene und Mannschaftskollege kam sogar noch ein paar Minuten nach mir. Hatte die Termininformationen ja auch von mir. Damit waren wir dann jedenfalls zu siebt. Im Basketball gibt es fünf Feldspieler, es wird aber recht häufig durchgewechselt. Sieben Leute sind also eine gute Zahl.

Das Spiel war hart umkämpft, wir lagen die meiste Zeit knapp vor. Anfang des dritten Viertels schickt mich der Schiedsrichter plötzlich vom Platz. Ich habe gar nicht verstanden was der von mir wollte. Wie sich dann aber rausstellte, hatte ich Blut am Oberarm. Gut vorbereitet wie unsere Mannschaft immer ist, hatte niemand ein Pflaster dabei. Also hab ich meine Wunde vorsichtig mit einem Taschentuch abgetupft. Groß Schmerzen hatte ich eigentlich nicht, aber ich wollte meine Wunde ja nicht noch größer machen und bald wieder spielen.
Meine Selbstbehandlung hatte eine erschreckende Diagnose: Das war gar nicht mein Blut!

Während ich dann aber noch draußen darauf warte eingewechselt zu werden, fliegt der erste meiner Kollegen raus. Nach fünf Fouls muss man das Spielfeld verlassen. Fluchend wie ein Rohrspatz saß Steffen dann neben mir, während das Spiel ungefähr ausgeglichen war.
Dann komme ich wieder rein. Bekomme ein Foul gepfiffen (ich schwöre ich hab ihn nicht mal berührt!) und von der Bank höre ich dass das mein viertes war. Also: Aufpassen. Kurze Zeit später stürmt der Spielmacher unter den Korb, unser chilenischer Center steht davor, ich dahinter. Es schießt mir noch ein “Aufpassen!” durch den Kopf, weiche mehr aus als das ich hochspringe, doch da stößt der Blödmann schon aus reiner Ungeschicktheit mit der Fußspitze vor mein Schienbein.
Foul Nr. 7! Karsten: Platz nehmen.

Erst auf der Bank bemerke ich, dass der Typ für den ich rein gekommen bin das Feld nicht freiwillig verlassen hat, sondern auch schon fünf Fouls hatte. Auf dem Feld standen also nur noch vier von uns.
Aber nicht lange.

Die Endphase
Gegen Mitte des vierten Viertels begeht unser Center ein kluges taktisches Foul. Leider wusste er nicht, dass das auch sein fünftes sein sollte und schon bald waren der Spieler nur noch drei.
Wir lagen zu dem Zeitpunkt knapp zurück, auf dem Feld hatten wir noch einen Lithauer, der anscheinend mit 14 mal Weltmeister war, einen Bosnier, unser bester Mann, und einen jungen Dänen, dem sichtlich die Nerven versagten. Unsere Gegner waren natürlich noch vollzählig, aber das brauchte ich ja eigentlich nicht erwähnen.

Der Däne vergab drei einfachste Korbleger, der Lithauer brachte uns durch eine Reihe von Dreipunktewürfen dennoch wunderschön zurükc in Führung. Und dann, 24,6 Sekunden vor Schluß gingen seine Emotionen mit ihm durch. Der Schiri befand auf Aus, er war nicht der Meinung, beschwerte sich lauthals und trat den Ball durch die Halle. Das fand der Schiri tendenziell uncool, es gab ein technisches Foul, ein paar Freiwürfe für die anderen und der Kollege saß den Rest des Spiels neben mir.

Die verbleibenden beiden Spieler machten ihre Sache allerdings nicht schlecht. Zu zweit gegen fünf. Irgendwie ergatterten die anderen den Ball dann aber doch noch und versenkten ihn mit der Schlusssirene im Korb.
Endergebnis 83:84, wir haben mit einem Punkt verloren…

Einer der beiden Schiedsrichter war übrigens unser Trainer.

Rund um die Uni

Oktober 2, 2010 - 9:13 am No Comments

UniRunDer UniRun stand Gestern mal wieder an, und ich war natürlich mit dabei. Auch wenn ich im Moment so gut trainiert bin wie selten zuvor (dafür mach ich die Technik verantwortlich), habe ich fast eine halbe Stunde für 5km gebraucht. Der Grund ist einfach: Ich bin (wie schon 2008 und nicht wie 2009) mit unserer Sekretäring gelaufen. Wie haben uns die ganze Zeit gemütlich unterhalten. Lustig war’s. Der Gegenwind war ein bisschen fies, aber irgendwas ist ja immer.

Hier die zugehörigen Links: Offizielle Urkunde, Statistik-Details