Archive for the ‘Sprachspaß’ Category

Det er Jul, det er cool!

Dezember 24, 2011 - 3:32 pm No Comments

Jul bedeutet Weihnachten. Ich glaube, den Rest kann sich jeder selbst übersetzen…
Das ist jedenfalls der Titel eines in Dänemark gleichermassen bekannt wie verachteten Weihnachts-Raps. Von dem hab ich leider erst kürzlich erfahren und will ihn Euch zum Fest natürlich nicht vorenthalten:

Keine Ahnung wovon der merkwürdige Typ da spricht oder was sonst so von dem kam. Mir wurde gesagt, dass ich mich gar nicht damit auseinandersetzen möchte. Also gut. Ich möchte Euch aber allen ein wundervolles Weihnachtsfest wünschen. Genießt die Zeit und das Essen und die Menschen und alles.
Kommt gut in ein grossartiges neues Jahr!

Oktuborgfest

Oktober 31, 2011 - 9:42 pm No Comments

Die beste Uni-Party des Jahres ist immer das Oktoberfest (2008, 2009 – zur Vermeidung der Wiederholungslangeweile habe ich 2010 hier nicht dokumentiert). Und eigentlich war’s auch dieses Jahr wieder so wie die letzten Jahre. Viel Spaß mit guten Freunden und merkwürdiger Musik. Der einzige Unterschied war, dass diesmal ein kleines Faltblatt mit Liedtexten verteilt wurde. Endlich konnte ich deren Trinklieder verstehen, die ja wortwörtlich aus dem dänischen übersetzt wurden.

Hier mein Favorit:

Jawohl, Jawohl, Jawohl,
Wir trinken Alkohol!
Wir haben keinen Wasser,
So wir trinken Alkohol.

Procrastination

Juni 19, 2011 - 11:30 pm No Comments

Jeder Deutsche weiß, dass sie in Amerika auf ein “Fest” gehen und nicht auf eine Party. Auch, dass man in den Staaten “Gesundheit!” sagt, wenn jemand niest. Ausserdem ist allgemein bekannt, dass es im Englischen keine eigenen Begriffe für Zeitgeist, Doppelgänger oder Kindergarten existieren und darum die deutschen benutzt werden. Ein befreundeter Neuseeländer hat mir mal folgendes erzählt: Sprachforscher gehen davon aus, dass in einer Kultur immer dann ein Wort für irgendwas aufkommt, wenn dieses etwas einen Stellenwert von gewisser Höhe erreicht. Sprich, irgendwas ist wichtig, also geben wir dem Kind einen Namen. Er hat dann freundlich auf Schadenfreude verwiesen.

Wer als Deutscher ein Leben auf englisch führt, wie ich, kennt einige dieser Beispiele. Allerdings gibt’s das ganze natürlich auch andersrum. Ich meine jetzt gar nicht mal was spezielles wie Garage, Show, Macho oder Film. Und das lächerliche deutsche Wort für Mobiltelefon ignoriere ich sowieso. Nein, was ich meine sind Begriffe, die es auf deutsch einfach nicht gibt. Begriffe, die man auch nicht so leicht übersetzen kann. Und zwar hab ich da einen ganz bestimmten im Kopf: Procrastination.

Das schöne ist, dass jeder weiß, was Procrastination ist. Wir alle haben schon “procrastiniert”. Spätestens jeder, der sich noch an seine aktive Zeit in Schule oder Uni erinnern kann.

Was also ist Procrastination?
Nun, das Wort kommt aus dem Lateinischen, von pro (nach) und crastinus (Morgen). Auf Deutsch würde ich es vielleicht als Aufschieben bezeichnen, wobei es das nur mäßig trifft…

Procrastination ist, wenn ich für eine Prüfung büffeln muss, aber statt dessen die Fenster putze, und das obwohl ich eigentlich Fensterputzen hasse. Das kennen wir alle. Vielleicht mit anderen Beispielen, aber im Prinzip geht’s uns allen ab und an mal so.
Im deutschen gibt es ein Sprichwort, dass den Sinn ganz schön erklärt: Morgen, Morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Beziehen wir das auf diese Kulturen Theorie, von der ich geschrieben habe, heißt das also, dass Procrastinatoren im deutschen Sprachraum als Faul angesehen werden. Oder besser: Wurden.

Procrastination ist auch im Blog zu schreiben, statt an der Doktorarbeit. Darum mach ich jetzt Schluss. Wer mehr wissen will soll sich dieses und dieses Video ansehen (leider nur auf englisch) oder einen merkwürdig erzwungen geschriebenen Wikipedia Artikel (deutsch).

¡Buenos Aires!

Februar 4, 2011 - 12:39 pm No Comments

Fast 2½ Jahre nach meiner ersten Dänischstunde hatte ich Gestern zum ersten Mal Spanisch. Ich dachte mir, wo in meinem direkten Freundeskreis gerade so viele Spanischsprachler sind, kann ich mir das ja vielleicht auch mal zu Gemüte führen. Soll ja auch gar nicht so schwer sein… *hüstel*

Ich nehme dieses Kursus an so einer Einrichtung, die eben Kurse anbietet. Meine Lehrerin ist übrigens die Frau meines Büronachbars. Aus Argentinien. Ich lerne also als Deutscher in Dänemark Spanisch bei einer Argentinierin.
Und bei dem Kurs ging‘s auch genauso zu. Ich war mit einer deutschen Freundin da, wir haben natürlich Deutsch gesprochen. Der Kurs selbst war natürlich auf dänisch. Einige Arbeitszettel waren aber englisch, das auch benutzt wurde um Sprachprobleme (die Argentinierin ist ja auch keine dänische Muttersprachlerin) aus dem Weg zu räumen. Und dann war da natürlich noch Spanisch. Macht vier Sprachen parallel. Das hat mich leicht aus dem Tritt gebracht, ich war ziemlich verwirrt zwischendurch.

Scheint aber ganz interessant zu werden. Unsere Lehrerin hat den Kurs so aufgesetzt, dass man sich im Urlaub ein bisschen verständigen kann, auf Grammatik wird kein gesteigerter Wert gelegt. Da bin ich schonmal froh.

Von schwulen Türen und bösen Stieren

September 30, 2010 - 2:41 pm No Comments

Immer wenn mir ein Dänisches Wort nicht einfällt (oder ich es einfach nicht kenne), nehme ich das Deutsche und spreche es Dänisch aus. Funktioniert fast immer. Allerdings hab ich jetzt von einem Satz erfahren, der bei Dänen im Deutschunterricht für allgemeine Erheiterung sorgt:

Ich bin böse und knalle mit der Tür.

Der Durchschnittsdäne versteht das. Allerdings etwas anders. Für jenen welchen klingt das nämlich als würde folgendes gesagt:

Ich bin schwul und bumse mit dem Stier.

Also aufpassen! :D

Deutsch als Fremdsprache

August 24, 2010 - 7:02 pm 1 Comment

In der letzten Woche war ich auf einer Konferenz. Es war spannend und interessant und ich hab viel gelernt. Neben Fachlichem sogar eine neue Facette an mir selbst.
In der Regel spreche ich recht wenig deutsch. Ich chatte mit Hulaboy Bob, telefoniere gelegentlich mit Familie und Freunden und das war’s dann auch schon, Kontakt mit Deutschsprachlern hab ich hier in DK fast keinen. Das finde ich aber auch nicht schlimm, deutsche kenn ich ja schon genug. Allerdings führt das dazu, dass ich gelegentlich im Chatfenster etwas englisches schreibe oder am Telefon Sätze auf Englisch anfangen will. Fast nie kommt das Ausländische dann durch meine internen Kontrollen oder beim Empfänger an, trotzdem ist’s befremdlich.

Wenn’s allerdings so konzentriert kommt, wie bei der Konferenz zuletzt, ist einiges anders. So saß ich da beim Abendessen etwa plötzlich neben einem Österreicher. Wir haben dann ein wenig deutsch gesprochen, aber irgendwie fühlte sich das komisch an. Nach einer kleinen Pause im Gespräch (was beim Essen ja mal passieren kann), wechselten wir sogar unabsichtlich ins englische. Er (studiert in Kopenhagen) hat das gleiche Problem.

Total beknackt…

Prøve i Dansk 3, skriftlig

Mai 18, 2010 - 5:51 pm No Comments

Heute Morgen hatte ich meine große Abschlussprüfung. Den schriftlichen teil zumindest schon mal. Vor einiger Zeit hab ich die Einladung dazu bekommen, einen merkwürdigen Brief. Zunächst hab ich mich gewundert, dass der komplett in Dänisch ist, aber das kann man dann wohl als erste Prüfungsaufgabe bezeichnen. Die Prüfung selbst sollte um 9 losgehen es wurde aber darum gebeten 45 Minuten vorher da zu sein. Mit dem fett gedruckten Nachsatz: Das bedeutet 8:15 präzise!
Die haben wohl so ihre Erfahrungen mit Ausländern… :)

Ich also heute dahin. Die Prüfung fand merkwürdigerweise im Stadion statt. Wir saßen gewissermaßen im VIP Bereich, mit bestem Blick auf Platz und 3 Tribünen. Kurz nach Prüfungsbeginn liefen auf der Stadionanzeigetafel dann auch noch Werbesports.

Die Prüfung selbst war sehr offiziell, mit aufzeigen wer zum Klo möchte und all sowas. Gut 100 Prüflinge waren da, würde ich schätzen, also schon nicht wenig. Wir hatten 3 Leseaufgaben und 2 Schreibaufgaben, die ich allesamt nach eigener Einschätzung so mittel gelöst habe. Ergebnis gibt’s in 3 Wochen, dann folgt der mündliche Teil. Werde ich wohl jetzt ein bisschen an meiner Sprache feilen…