Archive for the ‘Sprachspaß’ Category

Dänische Laute

Juli 21, 2009 - 10:15 am No Comments

Mein italienischer Freund Luca hat ein neues Video gemacht. Letztes Jahr gings um die Ähnlichkeit dänischer Wörter und wie schwierig diese auszusprechen sind. Diesmal geht’s um Laute, die Dänen so von sich geben. Das will ich natürlich niemandem vorenthalten…

Übrigens soll ich viele Grüße vom „stolzen Spaghettifresser“ (O-Ton, der Macher) bestellen.

Dänischkursabschlussgrillen

Juni 18, 2009 - 1:32 pm No Comments

Zuerstmal das wichtigste: Ich hab bestanden. Meinen Dänischtest. Ich musste beide Schreibtests bestehen und 3 von 4 Leseaufgaben. Ich habe beide Schreibtests bestanden und 3 von 4 Leseaufgaben. Einmal 2 von 6 Punkten, der Rest war alles volle Punktzahl. Ich hab mich so gefreut, da hab ich unserer Dänischlehrerin versprochen, dass ich im Sommer übe.

Gestern waren wir vom Dänischkurs nämlich bei Ihr eingeladen. Haben ein bisschen gegrillt und so. Jeder sollte etwas aus seiner Heimat mitbringen. Ich hatte Nürnberger und den Gewürzketchup mit der grünen Kappe. Da gab’s ein paar merkwürdige Dinge. Eine Slowakin hat Strudel mitgebracht. Eine Philippinin hatte Spaghetti dabei. Hat keiner wirklich verstanden.

Dann war da noch diese kleine zierliche Chinesin, die Fisch dabei hatte. „Vorsicht, sehr scharf!“ – is klar. Ich natürlich erstmal eine gute Gabel davon rein gefahren und munter drauf rumgekaut. Gerade war ich dabei zu überlegen, ob das überhaupt nach irgendwas schmeckt, da seh ich unsere Lehrerin das Gesicht verziehen, als ob gerade Flammen aus dem Mund kommen. Aber noch bevor ich wirklich dazu komme mich zu wundern, explodiert mein Rachen.
Lektion: Wenn Dir jemand aus einem fremden Kulturkreis sagt, dass etwas sehr Scharf ist: Glauben!

Den Rest des Abends (ca. 2 Stunden) hat besagte Chinesin übrigens an einer Dose Bier genuckelt. Irgendwann ist sie nach Hause gegangen, deutlich angetüdelt. Ich hab mir hinterher die Dose mal angesehen, da fehlte maximal ein bis zwei Pinnchen.
Lektion: Asiaten vertragen nix.

Der Sohn (11) unserer Lehrerin saß übrigens mit am Tisch. Der hat sich königlich über unsere holprigen Gehversuche im Dänischen amüsiert.
Die Philippinin mit den Spaghetti hat übrigens heute einen schweren Kopf von dem Schnaps aus Litauen.

Klassenarbeit, dann Sommer

Juni 16, 2009 - 8:12 am No Comments

Die letzten Wochen waren sehr… sagen wir intensiv. Gestern hatte ich auch noch meinen dritten Dänischtest. Leider bin ich im letzten Monat nur einmal dazu gekommen am Dänischkurs teilzunehmen. Dementsprechend optimistisch bin ich, was das Ergebnis angeht. 45 Minuten schreiben und dann nochmal 40 Minuten lesen und Fragen beantworten oder Lücken ausfüllen. Die meiste Zeit war ich mit Wörterbuchblättern beschäftigt.
Am Mittwoch machen wir mit unserem Kurs nochmal ein „Wir treffen uns und jeder bringt was zu essen mit“-Treffen. Ich hab ein paar Grillwürstchen und einen Einmalgrill bereit stehen. Klassisch, wie ich finde. Ab nächstem Semester bekommen wir dann einen neuen Lehrer. Schade, Anne war sehr Spaßig.

Ja, und jetzt werde ich mal zu meiner Klausur. Hab mir die halbe Nacht über Fragen ausgedacht und kann meine 6 Studenten heute den lieben langen Tag löchern.

Diese Abschlusstests bedeuten aber übrigens auch, dass jetzt Sommer ist. Dänisch hab ich erst wieder ab September und der Unibetrieb nimmt frühestens Mitte August wieder an Fahrt auf. Was natürlich nicht heißt, dass mir langweilig werden kann.

Polizei sprengt Studentenparty

Mai 17, 2009 - 11:50 am 1 Comment

Am Freitag war ich auf einer Studentenparty in einem der Wohnheime hier. Hauptsächlich Internationale Studenten wohnen da. Wir sind erst recht spat da aufgeschlagen, die Party selber schien wie die meisten Studentenpartys: Du kennst viele, alle sind schon recht voll, schlechte aber laute Musik und billige Getränke (rein alkoholisch natürlich, Cola verkaufen die da typischer weise nicht – ich bring mir meine Flasche immer mit).

Die richtige Party-Crew kam kurz nach uns. Mit Stöpseln in den Ohren und in Autos mit Blinklicht auf dem Dach. Die Polizei. Und ein Kameramann vom dänischen Fernsehen TV2. Die wollten dann die Party auflösen. Nun ist die klassisch dänische Reaktion auf Polizisten, die sagen dass Du verschwinden sollst, dass Du verschwindest. Italiener, Spanier, Mexikaner, etc. reagieren da dezent anders. Das wiederrum hat die Polizisten verwirrt. Und die wurden aggressiv. Nicht körperlich, eben nur aggressiv.

Plötzlich stand ein Polizist vor mir und schrie mich auf Dänisch an. Klar, besonders vor den ganzen Südländern wirke ich wie ein Däne. Aber natürlich habe ich kein Wort verstanden. Also habe ich sehr ruhig und im saubersten Englisch gesagt, dass ich ihn nicht verstünde und ob er nicht vielleicht bitte Englisch reden könne. Daraufhin hat der mich lauter und schneller und wortreicher angeschrien, aber eben immer noch dänisch. Ich wurde ruhiger und habe meinen Satz immer wieder wiederholt. Irgendwann scheint er es kapiert zu haben und brüllte nur noch: „Go out!“
Bin ich dann.

Der Grund war übrigens keine Lärmbelästigung, sondern die Tatsache, dass das ganze unangemeldet war. Quasi eine Illegale Disko. Oh, und die denken, dass wir da eingebrochen sind. Hier der Zeitungsbericht (automatische Übersetzung). Konsequenzen hat’s vielleicht für die Organisatoren, keine Ahnung. Der Rest ist einfach nach Hause oder woanders hingegangen.

Nachtrag
Der Kameramann hat einen kleinen Bericht fertig gemacht. Den hier.
Ich bin bei Cops! :D

Mit scharf?!

April 28, 2009 - 8:15 am 1 Comment

Mein Dänisch ist nicht gut. Ich praktiziere das auch nur da, wo ich mir sicher bin. Beim Türken ums Eck, zum Beispiel. Der kann eh kaum Englisch. Und weil ich sowieso immer das gleiche nehme (Dürüm med Kylling – So’ne Art Türkische Pizza mit Hühnchenfleisch) funktioniert unsere Kommunikation einwandfrei.

Gestern allerdings stand einer hinter der Theke, den hab ich noch nie gesehen. Ich sag ihm also was ich will und was macht der? Stellt eine Frage. Natürlich auf Dänisch und natürlich hab ich kein Wort verstanden. Das ganze auf Englisch aufzurollen, war mir zu kompliziert. Also hab ich blitzschnell überlegt was der gesagt haben könnte. Typischerweise fragen die dann ja manchmal ob ich’s vor Ort essen möchte. Dementsprechend habe ich geantwortet: „Jaja, zum mitnehmen.“

Ich kam mir recht souverän vor. Eigentlich. Er guckte mich deutlich irritiert eine Sekunde an, hat sich dann aber weggedreht. Das kam mir dann allerdings komisch vor.

Später, beim essen, konnte ich mir dann vorstellen, was der gefragt hat. Die typische Frage in einem türkischen Schnellrestaurant vermutlich: Mit scharf?!
Und ich antworte „Jaja, zum mitnehmen“. Da hätte ich auch doof geguckt. Und scharf gemacht. Aber ordentlich. Hat er auch. Und zwar tüchtig…

Flughafenplauderei

März 16, 2009 - 10:59 am 3 Comments

An einem wundervollen dänischen Frühlingsmorgen mache ich mich auf die Reise. Das Ziel heißt Salzburg. Da die Busse sonntags früh so toll fahren, darf ich schon 2 Stunden vor Abflug um 9 Uhr den Flughafen aufschließen. Und während ich so am Automaten versuche einzuchecken kommt auch glatt eine junge Dame vom Bodenpersonal angerauscht, ob sie mir nicht helfen könne. Fachmännisch entgegne ich in meinem fließenden Dänisch, dass ich das schon hinbekomme. Auf Deutsch antwortet sie daraufhin direkt, ich solle mich sonst melden.

Zack.
Ein Tritt in die Eier meiner Sprachkünste. So schlecht ist mein dänisch also und so offensichtlich, dass ich Deutscher bin. Nein, nein, redet sie sich raus, sie hätte ja gesehen, dass es nach München ginge und einen dezenten Akzent bemerkt. Soso. Die Dame von der SAS ist also die Nichte von Sherlock Holmes.

Sie ist aber auch ganz nett, und weil wir die einzigen beiden Menschen in dem ganzen Flughafen sind (okay, der Aalborger Flughafen ist nicht wirklich riesig, aber immerhin) erfahre ich noch, dass Stephanie nämlich aus Moers kommt, gern redet und an den Sommer glaubt. Wir haben Fachgespräche über Ausweise und Konsulate und gottseidank hört sie direkt nachdem ich das Wort Ruhrgebiet in den Mund genommen habe mit dem siezen auf.
Tief im Westen™ und in Skandinavien duzt man sich. Und das ist auch gut so.

Modultest

Dezember 1, 2008 - 10:57 pm 1 Comment

Zweimal im Jahr werden unsere Dänischerfolge abgeprüft. Sie nennen es Modultest und heute war der erste dran. Wir mussten 3 dänische Bücher lesen und 2 Themen vorbereiten. Über eins davon müssen wir dann plaudern. Anschliessend noch in 2er Gruppen Fragen und Antworten zu einem Bild stellen, bzw. beantworten. Ich habe über meine Familie erzählen dürfen, mein Mitprüfling hat über ein Buch referiert.

Wir waren die letzten und haben uns mit unseren Themen wohl ein bisschen verquasselt. Nach den Themen haben wir und noch weiter unterhalten und unsere Prüferin hat den Test dann für beendet erklärt.
Ich zitiere: Euer Dänisch ist ziemlich gut, schönen Feierabend.