Archive for the ‘Tagebuch’ Category

Geburtstag in der Brauerei

Dezember 20, 2011 - 11:58 pm No Comments

Am 12.12. hab ich Geburtstag. Jedes Jahr eigentlich. Aber dies Jahr gab’s eine Schnappszahl: 33. An Zahlenspielen waren meine Eltern damals wohl nicht interessiert, sonst hätt’s das erst nächtes Jahr gegeben, am 12.12.12 nämlich. Naja, wird das halt einfach so ein großes Fest.

Weil ich meinen Geburtstag noch nie in Dänemark verbracht habe, wollte ich damit gar nicht erst anfangen…
Ich habe höflich angefragt und 6 Freunde von mir haben sich nicht abhalten lassen mich zu begleiten. Nach Flensburg nämlich. Es gab eine Tour durch die Brauerei (sehr empfehlenswert!) und anschließend noch auf den Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Bratwurst. Ein großartiger Abend mit einem internationalem Mix.
Wir saßen dafür leider viel zu lang im Auto, aber das soll wohl so sein, wenn man nicht in der Nachbargemeinde feiern will. Toll war’s allemal.

Am nächsten Tag hat mich mein Mitbewohner noch mit einem Päckchen überrascht. Die ultimative Maschine zum selbst zusammenbauen…

Nachtrag: Das Video hat dem Hersteller so gut gefallen, dass er’s auf seine Seite gepackt hat. Hier.

Adventskalender mit dem Krieg der Klötzchen

Dezember 3, 2011 - 2:05 pm No Comments

Mit meinem Mitbewohner streite ich mich zur Zeit gerne, wie religiös Weihnachten generell, und ein Adventskalender im speziellen, wirklich ist. Ganz unabhängig davon bin ich aber seit dem 28. November stolzer Besitzer eines Lego StarWars Adventskalender. Ich hatte sogar Glück und hab den letzten ergattert.

Und weil ich mich so darüber freue, will ich meine Freude natürlich mit der Welt teilen. Ist ja Weihnachten. Außerdem will ich allen zeigen wofür ich 200 dänische Kronen (knapp 27€) ausgegeben habe.

Hier die Fotos. Jeden Tag ein neues. So wie’s sich gehört. :)

Habt eine schöne Weihnachtszeit!

Problem

November 29, 2011 - 10:10 pm No Comments

Im Internet wird sowas gern als Probleme des weißen Mannes (white people problems) oder der ersten Welt (first world problems) beschrieben, Freunde schimpfen mich metrosexuell. Und dennoch reicht’s für mich zur mittelschweren Panikattacke: Mein favorisiertes Haarmodellierprodukt ist alle!

Doch damit nicht genug, denn sowas kann man ja nachkaufen. Eigentlich. Denn plötzlich gibt es das nicht mehr in dänischen Supermärkten. Schöne Scheiße.

Inzwischen stapeln sich bei mir die Ausweichprodukte, die ich kaufe, einmal probiere und dann einlagere. Bisher hab ich noch nichts gefunden, womit ich klar komme. Also hab ich mir mein Zeug jetzt bestellt.
Aus England.

Und ja, ich geniere mich schon ein bisschen…

Altpapier

November 15, 2011 - 7:12 am No Comments

Das Wort Junggesellenhaushalt beschreibt wohl ganz hübsch wie’s bei uns zuhause aussieht. Ein schönes Beispiel ist unsere Altpapiersammlung. Die haben wir nur unregelmäßig aufgelöst, dabei war der Kontainer direkt vor unserer Tür. War, denn als es mich das letyte Mal gepackt hat und ich mich mit einem riesen Stapel von Werbeprospekten die Treppen runtergekämpft habe, musste ich feststellen, dass man uns den Kontainer weggenommen hat.
Schweine!

Das war im Juni, glaube ich. Seitdem haben wir unsere Recyclingstrategie allerdings nicht geändert. Nein, so nämlich nicht mit uns. Wir haben munter weiter Papiermüll in unserem Flur gestapelt, in der Hoffnung, dass der Kontainer unseres Vertrauens eines schönen Tages wiederkehrt.

Inzwischen haben wir loslassen können und uns gedanklich von unserem Kontainer verabschiedet. Blieb noch das Altpapier. Und weil der Flur von Woche zu Woche immer schwieriger passierbar wurde, haben wir uns Sonntag endlich ein Herz gefasst und alles weggebracht.

Unglaubliche Geschichte, oder?
Hier, ich hab’s sogar Dokumentiert:

Monat des Schenkelbesens

November 11, 2011 - 11:11 am No Comments

In Australien gibt es nicht nur viele merkwürdige Tiere, sondern auch merkwürdige Bräuche. Einer davon ist wie Geld für wohltätige Zwecke gesammelt wird. Dahinter steckt nämlich meist ein Ansatz von Selbstverschandelung. „Wir schneiden uns eine Glatze für einen guten Zweck“, ist da ein klassisches Beispiel. Das Spektrum ist allerdings recht breit und so wird von Essensverzicht bis Haarfärbung so einiges für einen guten Zweck angeboten.

Vor ein paar Jahren haben eine Handvoll Jungs aus Melbourne damit angefangen sich im November einen Schnauzbart stehen zu lassen. Für einen guten Zweck, versteht sich. Sie haben das Ganze dann Movember getauft. Mo ist die in Australien übliche Kurzform von Mustache, dem englischen Wort für Oberlippenbart. Die Jungs haben sich einiges an Vokabular ausgedacht: Mo Bros sind aktive Teilnehmer, also Jungs und Männer, die sich einen Schnäuzer stehen lassen. Eine Mo Sista ist eine inaktive Teilnehmerin. Es handelt sich also um Mädchen und Frauen, die sich als Schnäuzerfans outen und Mo Bros in ihrem Vorhaben unterstützen.

Die Regeln sind denkbar einfach: Mann startet den ersten November frisch rasiert und lässt es in der Folgezeit über der Oberlippe munter sprießen. Die Bartart ist hierbei ziemlich egal. Wichtig ist nur, dass bis zum 30. November unberührter Bartwuchs stattfindet, den man am besten dann noch fotografisch dokumentiert und die Weltöffentlichkeit via Internetz teilhaben lässt.

Wie das ja oft mit solchen beknackten Ideen ist, geht der Movember um die Welt. In Dänemark ist er gerade recht hip. Mein Mitbewohner sieht ein bisschen aus wie eine Zeichentrickfigur und sogar die Busse tragen hier Schnauzbart.
Ich wurde auch mehrfach gefragt, ob ich nicht mitmachen wollte. Wollte ich nicht. Denn erstens: Gibt es nur einen echten Schnauzbart und der gehört ins Gesicht von Magnum. Und zweitens hab ich keine Lust mich zu rasieren, ich fühle mich gerade recht wohl mit meinem Vollbart.

Ein Schnitzel für den Spitzel

Oktober 25, 2011 - 10:28 pm No Comments

Weil ich ja hier öffentlich über meine katastrophale Ernährung gelästert habe, dachte ich, da lässt sich ja vielleicht schonmal punktuell was ausbessern. Und wenn’s nur um den gemeinschaftlichen Gedanken geht.

Deutschland als solches ist ja für einiges bekannt, nicht wirklich aber für seine kulinarischen Spezialitäten. Sehen wir der Wahrheit ins Auge, wir essen nicht gerade spektakulär im internationalen Vergleich. Zusätzlich ist der Unterschied zwischen einer guten Mahlzeit aus Deutschland oder Dänemark relativ gering. Aber da gibt es eine Sache, da freue ich mich jedes Mal drauf, wenn ich in die Heimat fahre. Schnitzel. Das mag profan klingen, aber sowas gibt’s hier halt nicht.
Zumindest war das so.
Bis heute…
Wir haben nämlich ein Schnitzelrestaurant entdeckt!

Die Karte ist recht übersichtlich: Sieben verschiedene Schnitzel (darunter Wiener- und Ziegeunerschnitzel), eine Gulaschsuppe als Vorspeise und Früchte als Nachtisch. Mit einem Getränk haben wir, wir waren zu viert, jeder 27€ bezahlt. Nicht sehr teuer für dänische Verhältnisse, aber auch nicht günstig. Jedenfalls war’s lecker.

Anschließend hat uns der Besitzer noch erklärt wie es dazu kam. Er meinte, dass man in Dänemark immer zu zwei Dritteln Grünzeug bekäme und nur ein Drittel der Portion wäre Fleisch. Das sei in Ungarn umgekehrt und offensichtlich viel besser. Also wollten die sowas importieren.
Respekt.

Du bist was Du isst

Oktober 16, 2011 - 7:12 am No Comments

In meinem ja inzwischen nicht mehr allzukurzem Leben habe ich mich nicht immer gut ernährt. Aber wohl selten so schlecht wie zur Zeit. Mein ganzer Fokus liegt auf meiner Abschlussarbeit. Dafür vernachlässige ich mich selbst leider bisschen. Schlimm ist, dass das auch noch relativ bewusst geschieht. Sehenden Auges, sozusagen.

An mindestens 5 Tagen die Woche esse ich Pizza oder Burger. Das ist nicht schön. Das schmeckt auch inzwischen nicht mehr toll. Das ist nur damit ich nicht vom Stuhl kippe.
Selbst kochen… vermutlich so ein Mal alle zwei Wochen. Das ist traurig. Trauriger ist, dass ich dann sogar fast immer das gleiche koche. Meine preisgekrönten Pasta in Tomatensoße. Trotzdem. Mein Mitbewohner lacht mich schon aus.

Allerdings gibt es auch zwei Lichtblicke bei mir: Zum einen hab ich jeden Tag ein richtiges Frühstück. Drei Brötchen. Wichtigste Mahlzeit des Tages, sagt der Volksmund nähmlich auch. Und zum anderen gibt es in der Stadt so eine Salatbar, bei der ich mich oft eindecke. In der Uni steht das Dressing. Zwei bis drei Mal die Woche gibt’s also auch Grünzeug.

Alles in allem ernähre ich mich aber natürlich katastrophal und einseitig und was es sonst noch schlimmes gibt. Auch wenn ich mir keine Gedanken über meine Figur oder sowas mache, so weiß ich doch, dass das unglaublich ungesund ist, was ich meinem Körper gerade antue. Mir fehlt leider gerade die Energie das zu ändern. Allerdings verspreche ich hiermit feierlich das zu ändern, sobald (bzw: falls) ich mal fertig bin!

Heute ist Blog Action Day. Ich nehme jedes Jahr teil: 2008, 2009 und 2010.