Archive for the ‘Eiberten’ Category

Besuch aus Österreich

August 29, 2009 - 4:00 pm No Comments

Die letzten 4 Wochen war Besuch aus Salzburg hier. Steffi und Rolf arbeiten auch am KiWi Projekt (also, wie ich) und wollten sich die Gelegenheit, mal in Europas weltschönstem Aalborg arbeiten zu dürfen, nicht entgehen lassen. Verständlich.
Mir fällt nur grad auf, dass wir gar kein Gruppenbild gemacht haben. Schön blöd.

Heute früh sind sie wieder gen Süden geflogen. Ich habe ihnen Gestern ein Taxi bestellt. Und der Taxiservice funktioniert super hier. Heute (Samstag) früh um 5:43 Uhr habe ich eine SMS bekommen, dass das Taxi jetzt gleich da sei. Dann, wenige Minuten später hab ich einen Anruf bekommen. Der Taxifahrer hat das Gebäude nicht gefunden. Verständlich, ist auch sehr versteckt. Hab ich dann im Halbschlaf dahin gelotst. Genau das, was ich Samstags vor 6 gern so tue…

Nie wieder will ich jemand anderem ein Taxi rufen.

Sport in der Uni

August 19, 2009 - 2:57 pm No Comments

In unserer Abteilung gibt es einen, der ist für das Geld zuständig. Generell gilt der als sparsam. Im letzten Jahr war der in Australien und sein Stellvertreter hat einfach mal einen fetten Bildschirm mit Wii gekauft.
Gestern gab’s ein neues Sportspiel (diesmal von dem Original-Zuständigem). Das muss natürlich kräftig ausprobiert werden.

Auf dem Bild seht ihr mich beim Bogenschiessen. Der Schuss ging ins Bullseye. Der einzige, ich hab verloren…
Hinterher haben wir Golf gespielt. Zu dritt. Sehr amüsant, das.

Klassenarbeit, dann Sommer

Juni 16, 2009 - 8:12 am No Comments

Die letzten Wochen waren sehr… sagen wir intensiv. Gestern hatte ich auch noch meinen dritten Dänischtest. Leider bin ich im letzten Monat nur einmal dazu gekommen am Dänischkurs teilzunehmen. Dementsprechend optimistisch bin ich, was das Ergebnis angeht. 45 Minuten schreiben und dann nochmal 40 Minuten lesen und Fragen beantworten oder Lücken ausfüllen. Die meiste Zeit war ich mit Wörterbuchblättern beschäftigt.
Am Mittwoch machen wir mit unserem Kurs nochmal ein „Wir treffen uns und jeder bringt was zu essen mit“-Treffen. Ich hab ein paar Grillwürstchen und einen Einmalgrill bereit stehen. Klassisch, wie ich finde. Ab nächstem Semester bekommen wir dann einen neuen Lehrer. Schade, Anne war sehr Spaßig.

Ja, und jetzt werde ich mal zu meiner Klausur. Hab mir die halbe Nacht über Fragen ausgedacht und kann meine 6 Studenten heute den lieben langen Tag löchern.

Diese Abschlusstests bedeuten aber übrigens auch, dass jetzt Sommer ist. Dänisch hab ich erst wieder ab September und der Unibetrieb nimmt frühestens Mitte August wieder an Fahrt auf. Was natürlich nicht heißt, dass mir langweilig werden kann.

Beim nächsten Gong ist Feueralarm

April 27, 2009 - 9:03 am No Comments

Am Donnerstag war, wie am Mittwoch bereits angekündigt, Feueralarm. Nur ein Test. Freitag gab’s dann noch einen. Nicht angekündigt. Natürlich hat sich trotzdem keiner bewegt. Wenn Gestern ein Test war, wird’s heut schon nicht brennen. Jaja, Logiker gibt’s hier viele. Die Mail mit der Ankündigung für den Test gab’s dann zwei Stunden später.

Aber der Alarm war toll. Ich hab mit einer Sirene oder etwas vergleichbarem gerechnet. Viel Lärm jedenfalls. Stattdessen gab’s einen Gong. Und dann eine sympathische Frauenstimme die (angeblich) erst auf Dänisch und anschließend auf Englisch sagte, dass dies ein Feueralarm sei und wir uns bitte zu den Ausgängen bewegen sollten.
Das ganze klang ein bisschen surreal. Ich hab auf den Nachsatz gewartet: “Dieser Feueralarm wurde Ihnen präsentiert von Scandinavian Airlines.”

Um aber meinen besorgten Lesern direkt mal allen die Angst zu nehmen, ich sitze an einem Fenster im ersten Stock und die Feuertreppe ist 5m durch den Flur. Ein simples Feuer wird mich hier nicht umbringen. Ha!

Hefte raus, Klassenarbeit

Januar 15, 2009 - 3:05 pm 2 Comments

Heute war mein erstes Examen. Ich musste die Fragen stellen. Schon eine komische Situation, fragen ausdenken und 3 Drittsemester zu quälen. Und zu benoten hinterher. Einer hat eine 7, zwei eine 10 bekommen.

Jaja, das dänische Notensystem. Also das beste ist eine 12. Ziemlich gut ist eine 10. Gut ist eine 7. Noch okay eine 4. Durchgefallen ist 0 und „Thema verfehlt“ ist eine -3. Dazwischen gibt’s nix. Also nicht schön 2-3 oder 1,7 wie bei uns. Dafür ist eine dänische 7 auch besser als eine deutsche 3. Sehr kompliziert.

War aber ganz lustig. Und hat auch gut geklappt. Glaube ich. :D
Hätte aber nicht gedacht, wie viel Arbeit so eine mündliche Prüfung macht. Also, dem Prüfer jetzt.

Minga

Oktober 9, 2008 - 10:31 am 2 Comments

Letzte Woche waren wir zum Projekttreffen in München. Und wie schon bei einem Einsatz meines ehemaligen Arbeitgebers vor einiger Zeit habe ich meinen Gürtel vergessen. Mit rutschender Hose durch die nördlichste Stadt Italiens.

Weil mein Fotoapparat ja zerstört wurde und Du hier in DK nur schwer an sowas rankommst (besonders zu vernünftigen Preisen), bin ich direkt mal zu einem Elektrogroßhändler meiner Wahl in der Münchener Innenstadt und habe mich bedient. Hübsches Ding. Ist abends direkt kaputt gegangen. Natürlich. Mein Glück mit DigiCams.

Wir haben in einem Schloss gewohnt, das wohl jetzt sowas wie ein christlicher Tagungsort ist. Betreut von Nonnen, großteilig. In dem Schloss selbst wurde wohl der verrückte Bruder eines ehemaligen Königs gepflegt, den man dann in der Thronfolge überging und stattdessen einen Prinzregenten installiert hat. Oder so.

Ansonsten hatten wir noch Spaß mit Deutschen Busfahrern und natürlich auf dem Oktoberfest.
Ich mag München.

Venedig I: Italienische Bus Boote

September 8, 2008 - 11:39 am 4 Comments

Diese Woche bin ich auf einem Seminar (Reasoning Weg Summer School) hoch im Norden Italiens: In Venedig.

Los ging’s Sonntag früh. Taxi zum Flughafen war für 5:45 Uhr bestellt. Am Vorabend bin ich extra schon um 23:30 nach Hause gegangen, weil ich noch packen musste – ich war also frisch. Filippo, nicht so, den hab ich nämlich geweckt, als ich ihn fragen wollte, ob er jetzt bitte runter kommt.

Filippo ist Italiener und wir sind bist Kopenhagen zusammen gereist. Er wollte zu einer Konferenz nach Finnland. Das letzte was er zu mir sagte, bevor sich unsere Wege trennten war: Erwarte nicht, dass der Italienische öffentliche Personennahverkehr gut funktioniert.
Wie recht er hatte.

Venedig Flughafen (Marco Polo) gelandet, relativ schnell einen Expressbus in die Stadt gefunden. So weit, so gut. Der Spass fing an, als der Busfahrer gesagt hat: Alle aussteigen.
Wir waren wohl am Venedig Hauptbahnhof. Was ich gesehen was eine Kombination aus Parkplatz, Busfriedhof, Flohmarkt und Volksauflauf. Ein Bahnhofsgebäude war da nicht dabei. Aber ich musste ja auch nicht in einen Zug sondern auf ein Bus Boot. Das nennen die hier wirklich so.

Ich also zum Wasser und direkt mal jemanden gefragt. Dann wurde ich rumgeschickt. Von A nach B. B hat mir gesagt, meine Linie fährt bei C ab und hat zwischendurch irgendwas von einer Regatta gefaselt. Bei C wollte ich dann ein Ticket kaufen. Mein Bus Boot kam gerade an. Tickets gibt’s bei A. Fein. Danke.

Nach 20 Minuten Bootfahrt ein paar Bus Boote später kam ich dann ein paar Stationen weiter an, als ich hätte aussteigen müssen. San Elena, hieß die Station. Der Bootsführer meinte zu mir, ich müsste zu der anderen Station laufen, weil die da wegen der Regatta nicht halten dürfen. Und das Ziel, wo ich eigentlich hin will wird auf Grund der Regatta heute sowieso gar nicht angefahren. Prima.
Dementsprechend bin ich erst mal ausgestiegen und dachte ich schau mich mal nach einem Taxi Boot um. Keins gefunden. Dafür ein paar 17 Jährige Mädchen, Sara und Silvia. In dem alter hat man sicher auch in Italien Englischunterricht, dachte ich. Recht hatte ich. Die waren auch sehr Hilfsbereit und haben gesagt, dass ich zu der anderen Station müsste, San Zaccaria. Von da aus komme ich dann nach San Servolo, auf die Universitäts Insel, mein Ziel.

Der Weg dahin (die ganze Zeit natürlich mit meiner dicken Reisetasche) war weit. Und es war richtig warm. Aber die Mädchen haben sich einen mit ihrem Englischkenntnissen abgebrochen, aber es war ganz lustig. Da angekommen hieß es dann, dass in den nächsten 3,5 Stunden erstmal gar nichts fährt. Aber von San Elena. Da wo ich gerade her komme. Also, wieder eine halbe Stunde zurück laufen.

Unterwegs hab ich übrigens gesehen, warum ich soviel Spaß hatte. Die „Regata Storica“ ist anscheinend Weltberühmt, da paddeln merkwürdige Menschen mit einer merkwürdigen Technik in einem merkwürdigen Outfit über den See. Immerhin hab ich’s gesehen.

Von da an war dann alles nur noch eine Frage der Zeit und um 20:00 Uhr gab’s nach meinem Frühstück um 5:15 Uhr endlich auch wieder was zu essen.