Ich vergesse gelegentlich, dass die anstehende Weltmeisterschaft ja nicht nur das drumherum für eine Deutsche Siegerehrung ist, sondern dass da auch noch andere Mannschaften teil nehmen. Wie etwa die Dänische. Und weil der Aalborger BK gerade 125 Jahre wird, kommt die Nationalmannschaft vorbei und feiert mit einem Testspiel gegen den Senegal. Das ist ein bisschen was besonderes, weil die Dänen eigentlich immer im Parken spielen, dem Stadion in Kopenhagen.
Das Spiel war letzte Woche und ging 2:0 für die Nordmänner aus, obwohl die Afrikaner wesentlich aktiver, schneller und präziser waren. Naja, Taktik schlägt Spielwitz, ist ja nicht das erste Mal dieses Jahr…
Das Erlebnis im Stadion war allerdings recht angenehm. Auch, wenn das wenig mitreißende Spiel mit Laolas zu bekämpfen versucht wurde, hatte ich meinen Spaß. Da, wo wir standen und bei Ligaspielen die Hardcore-Fans stehen, war diesmal der Altersschnitt mindestens Doppelt so hoch. Und das obwohl viele mit Kindern da waren. Egal, wir haben alberne Hüte gekauft und uns prächtig amüsiert.
Ich drücke den Dänen bei der WM auch die Däumchen!
Tags: fussball, wm2010 Posted in Spocht
Ich habe mir Gestern ein Fahrrad gekauft. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Fahrrad gekauft. Im Gegensatz zu vielen anderen aus meinem Freundeskreis habe ich sowieso nie viele Fahrräder gehabt. Aber jetzt kommt eins hinzu. Ein Cruiser nämlich von einer Baumarkt-Eigenmarke. Solche fand ich schon immer toll und Gestern hab ich endlich zugeschlagen, für kr899 (ca. 120€).
Heute wurde erstmal aufgebaut, ich hab nämlich nur einen riesigen Karton mitbekommen. Total toll mit sowas im Bus. Jetzt hab ich jedenfalls schon eine erste Spritztour hinter mir und mir graut’s ein bisschen davor, wirklich mal mit dem Rad in die Uni zu fahren. Es gibt nämlich diesen Berg auf dem Weg und ich habe keine Gänge…
Aus Diebstahlpanik habe ich übrigens ein Schloss gekauft, das wesentlich dicker als mein Daumen ist. Hoffen wir mal, ich habe lange Spaß mit dem Rad. Eine gute Ausrede bei schlechtem Wetter hab ich auch schon, Schutzbleche hat es nämlich auch nicht.
Tags: fahrrad, neu Posted in Tagebuch
Mein letztes Wochenende, habe ich in der deutschen Hauptstadt verbracht. Als einziger Kerl unter vier Mädchen. Mit einem davon hab ich mal in einer Band gespielt, die anderen waren ihre Studienkollegen aus der Schweiz. Amtssprache war demzufolge Schwitzerdütsch und ich hab mich immer gefreut, wenn ich Dänen in der U-Bahn getroffen habe, die konnte ich nämlich besser verstehen als dieses Schweizer Phantasiesprech.
Ich höre meine leserschar deutlich: „Hö, hö, Hahn im Korb“ – Sowas ist nur in der Theorie und Erwachsenenfilmen toll. Als ich Donnerstagabend ankam wurde „Germany’s Next Topmodel“ geguckt und alle mussten von ihrem Freund erzählen. Immerhin bin ich ums Schuhe kaufen drum rum gekommen.
Dennoch hatte ich viel Spaß mit den Ladies. Auch wenn das Wetter mies war, meine Kamera das ganze nicht wirklich überlebt hat und ich vom Pokalendspiel nichts mitbekommen habe außer vielen Leuten in roten und grünen Trikots/Schals. Denn ich…
- hab die Tom Tom Crew gesehen (Hip Hop Circus; Grandios!).
- habe eine CD von einem Berliner Gangsta Rapper an der U-Bahn für ein paar Euro gekauft und zähle mich jetzt zum Berliner Underground.
- habe gelernt, dass sich alles bei geeigneter Zeit wieder resorbiert.
- weiß jetzt was ein Omnichord ist und will eins.
- konnte die Mädels zu einem Workout vor dem Kanzleramt bewegen.
- habe für fast 40€ im Drogeriemarkt eingekauft.
- konnte meine erste Currywurst seit gefühlten Ewigkeiten essen.
Tags: berlin, schweiz, sightseeing Posted in Globetrotter
Heute Morgen hatte ich meine große Abschlussprüfung. Den schriftlichen teil zumindest schon mal. Vor einiger Zeit hab ich die Einladung dazu bekommen, einen merkwürdigen Brief. Zunächst hab ich mich gewundert, dass der komplett in Dänisch ist, aber das kann man dann wohl als erste Prüfungsaufgabe bezeichnen. Die Prüfung selbst sollte um 9 losgehen es wurde aber darum gebeten 45 Minuten vorher da zu sein. Mit dem fett gedruckten Nachsatz: Das bedeutet 8:15 präzise!
Die haben wohl so ihre Erfahrungen mit Ausländern…
Ich also heute dahin. Die Prüfung fand merkwürdigerweise im Stadion statt. Wir saßen gewissermaßen im VIP Bereich, mit bestem Blick auf Platz und 3 Tribünen. Kurz nach Prüfungsbeginn liefen auf der Stadionanzeigetafel dann auch noch Werbesports.
Die Prüfung selbst war sehr offiziell, mit aufzeigen wer zum Klo möchte und all sowas. Gut 100 Prüflinge waren da, würde ich schätzen, also schon nicht wenig. Wir hatten 3 Leseaufgaben und 2 Schreibaufgaben, die ich allesamt nach eigener Einschätzung so mittel gelöst habe. Ergebnis gibt’s in 3 Wochen, dann folgt der mündliche Teil. Werde ich wohl jetzt ein bisschen an meiner Sprache feilen…
Tags: dänisch, examen Posted in Sprachspaß
Nächsten Dienstag habe ich mein finales Dänisch Examen (das schriftliche zumindest, mündlich folgt ein paar Wochen später). Da werde ich, bzw. mein Dänisch mit Schulnoten bewertet und ich bekomme eine Urkunde ausgestellt.
Mir fallen immer mal wieder Wörter auf, die einem Deutschen merkwürdig vorkommen. Also mir zumindest. Ich möchte hier mal ein paar Beispiele nennen…
- Seddel, dem deutschen Zettel nicht unähnlich, wird hier meist für Geldschein gebraucht.
- Cowboybukser sind Jeans, aber ich glaube das hab ich schonmal hier erwähnt…
- Klunker sind nicht etwa fette Diamanten, sondern Klöten, Eier oder Nüsse…
- Ledig wird selten auf den Familienstand bezogen, sondern heißt generell frei und steht etwa an Parkhäusern.
- Bejer, das gesprochen wird wie Bayer, ist ein anderes Wort für Bier. Ein Håndbejer ist eine Flasche Bier.
- Lekker beschreibt selten etwas Essbares sondern meist gutaussehende Menschen.
- Sommerfugl, das fast klingt wie Sommer-Vogel und genau das auch wörtlich übersetzt heißt, ist ein Schmetterling.
Davon gab’s noch ein paar Beispiele mehr, die sind mir allerdings grad entfallen. Ich reiche nach. Versprochen.
Tags: dänisch, fun, sprachen Posted in Sprachspaß
Die letzte Woche habe ich in der Nähe von Kopenhagen bei einem Kurs für Doktoranden verbracht. Wir haben da viel diskutiert und gelernt. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich mehr auf Austausch mit anderen in ähnlicher Position angewiesen bin und da ein paar Bemühungen investieren sollte. Nun schreibe ich mir ja Kommunikation immer groß auf die Kappe und habe deshalb am Wochenende meinen Forschungs-Blog aufgesetzt.
Ich hoffe, dass mir das hilft, meine Forschung ein bisschen besser zu strukturieren und zu dokumentieren. Außerdem würde ich dadurch gern mit Leuten von vergleichbaren Interessengebieten in Kontakt treten.
Da das Arbeit ist, schreibe ich dort ausschließlich auf Englisch, dieser Blog hier bleibt aber natürlich bestehen und ich schreibe weiterhin auf Deutsch. Ist ja Privatvergnügen. Außerdem erwarte ich nicht, dass es große Überschneidungen in der Leserschaft gibt. Wollt’s hier nur mal kundtun…
Tags: blog, forschung Posted in Eiberten
Manchmal ist es toll, wie sich Vorurteile bestätigen. Kürzlich beim Dänischkurs sollten wir ohne groß zu überlegen, das aufschreiben was uns als erstes zu einem Wort einfällt. Das Wort lautete: Gleichstellung (Ligestilling)
Während ich auf den Geschlechterkampf eingegangen bin, kam aus der Russlandfraktion etwas zum Lohnniveau. Das schönste war aber von José dem Argentinier zu hören. Fußball. Es gehe schließlich um einen Kampf unter gleichen Bedingungen für beide Seiten.
Grandios.
Tags: gleichstellung, kurs, vorurteil Posted in Sprachspaß