Prøve i Dansk 3, skriftlig

18. Mai 2010 - 17:51 No Comments

Heute Morgen hatte ich meine große Abschlussprüfung. Den schriftlichen teil zumindest schon mal. Vor einiger Zeit hab ich die Einladung dazu bekommen, einen merkwürdigen Brief. Zunächst hab ich mich gewundert, dass der komplett in Dänisch ist, aber das kann man dann wohl als erste Prüfungsaufgabe bezeichnen. Die Prüfung selbst sollte um 9 losgehen es wurde aber darum gebeten 45 Minuten vorher da zu sein. Mit dem fett gedruckten Nachsatz: Das bedeutet 8:15 präzise!
Die haben wohl so ihre Erfahrungen mit Ausländern… :)

Ich also heute dahin. Die Prüfung fand merkwürdigerweise im Stadion statt. Wir saßen gewissermaßen im VIP Bereich, mit bestem Blick auf Platz und 3 Tribünen. Kurz nach Prüfungsbeginn liefen auf der Stadionanzeigetafel dann auch noch Werbesports.

Die Prüfung selbst war sehr offiziell, mit aufzeigen wer zum Klo möchte und all sowas. Gut 100 Prüflinge waren da, würde ich schätzen, also schon nicht wenig. Wir hatten 3 Leseaufgaben und 2 Schreibaufgaben, die ich allesamt nach eigener Einschätzung so mittel gelöst habe. Ergebnis gibt’s in 3 Wochen, dann folgt der mündliche Teil. Werde ich wohl jetzt ein bisschen an meiner Sprache feilen…

Die Sprache der Wikinger

11. Mai 2010 - 22:54 1 Comment

Nächsten Dienstag habe ich mein finales Dänisch Examen (das schriftliche zumindest, mündlich folgt ein paar Wochen später). Da werde ich, bzw. mein Dänisch mit Schulnoten bewertet und ich bekomme eine Urkunde ausgestellt.

Mir fallen immer mal wieder Wörter auf, die einem Deutschen merkwürdig vorkommen. Also mir zumindest. Ich möchte hier mal ein paar Beispiele nennen…

  • Seddel, dem deutschen Zettel nicht unähnlich, wird hier meist für Geldschein gebraucht.
  • Cowboybukser sind Jeans, aber ich glaube das hab ich schonmal hier erwähnt…
  • Klunker sind nicht etwa fette Diamanten, sondern Klöten, Eier oder Nüsse
  • Ledig wird selten auf den Familienstand bezogen, sondern heißt generell frei und steht etwa an Parkhäusern.
  • Bejer, das gesprochen wird wie Bayer, ist ein anderes Wort für Bier. Ein Håndbejer ist eine Flasche Bier.
  • Lekker beschreibt selten etwas Essbares sondern meist gutaussehende Menschen.
  • Sommerfugl, das fast klingt wie Sommer-Vogel und genau das auch wörtlich übersetzt heißt, ist ein Schmetterling.

Davon gab’s noch ein paar Beispiele mehr, die sind mir allerdings grad entfallen. Ich reiche nach. Versprochen.

Neu: Mein Forschungs-Blog

10. Mai 2010 - 15:23 No Comments

Die letzte Woche habe ich in der Nähe von Kopenhagen bei einem Kurs für Doktoranden verbracht. Wir haben da viel diskutiert und gelernt. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich mehr auf Austausch mit anderen in ähnlicher Position angewiesen bin und da ein paar Bemühungen investieren sollte. Nun schreibe ich mir ja Kommunikation immer groß auf die Kappe und habe deshalb am Wochenende meinen Forschungs-Blog aufgesetzt.

Ich hoffe, dass mir das hilft, meine Forschung ein bisschen besser zu strukturieren und zu dokumentieren. Außerdem würde ich dadurch gern mit Leuten von vergleichbaren Interessengebieten in Kontakt treten.

Da das Arbeit ist, schreibe ich dort ausschließlich auf Englisch, dieser Blog hier bleibt aber natürlich bestehen und ich schreibe weiterhin auf Deutsch. Ist ja Privatvergnügen. Außerdem erwarte ich nicht, dass es große Überschneidungen in der Leserschaft gibt. Wollt’s hier nur mal kundtun…

Vorurteile und Gleichstellung

9. Mai 2010 - 13:51 No Comments

Manchmal ist es toll, wie sich Vorurteile bestätigen. Kürzlich beim Dänischkurs sollten wir ohne groß zu überlegen, das aufschreiben was uns als erstes zu einem Wort einfällt. Das Wort lautete: Gleichstellung (Ligestilling)

Während ich auf den Geschlechterkampf eingegangen bin, kam aus der Russlandfraktion etwas zum Lohnniveau. Das schönste war aber von José dem Argentinier zu hören. Fußball. Es gehe schließlich um einen Kampf unter gleichen Bedingungen für beide Seiten.
Grandios.

Programmkinobesuch

19. April 2010 - 11:36 2 Comments

Gestern Abend war ich mit einem meiner Mexikaner im Kino. Ein Dänischer Film ist hier gerade viel in den Medien: Valhalla Rising.
Zu meinem Glück haben die durchweg englisch gesprochen. Aber so viel Text gab’s eh nicht. Und wenn dann war’s oft verwirrender als hätten sie nichts gesagt. Meist wurde in Details gezeigt wie irgendwelche Leute brutalst niedergeprügelt und abgeschlachtet wurden. Es ging grob um Wikinger die sich zum Christentum bekennen, Jerusalem retten wollen, aber anscheinend mit dem Boot falsch abbiegen und plötzlich in Amerika landen. Glaube ich. So richtig kapiert habe ich den Film nämlich nicht.

Verwirrend war’s auch vorher beim Ticketkauf. Ich hatte einen Gutschein von einer Kellog’s Packung, den die freundlichen Kassierer nach 10 Minuten beratschlagen sogar akzeptierten. Und dann, als es zur Platzauswahl kam… Moment. Erst muss ich noch sagen, dass außer Roberto und mir noch 2 andere Leute im Kino waren. Ein Pärchen, etwas älter als ich. Einen Platz zu reservieren ist also schon purer Zynismus. Jedenfalls dreht dieser Typ an der Kasse den Monitor um, auf dem ich jede Menge grüner Quadrate sehe, ein paar grüne Rechtecke in der unteren Seite, von der mittig eins rot und eins, mit einem dicken schwarzen Kasten markiert, gelb ist. Dazu grinst er mich freundlich an und sagt: „Der Computer und ich empfehlen Euch die Doppel-Couch in der Mitte der letzten Reihe.“

Ich habe erst gedacht, mein Dänisch lässt mich mal wieder im Stich und habe nachgefragt ob die einzelsitze denn alle besetzt wären. Das verneinte er. Ich sah Roberto an, der ähnlich verdutzt aussah, wie ich mich fühlte und sagte dann, dass ich Einzelsitze bevorzugen würde…

Im Auge des Tigers

12. April 2010 - 17:13 No Comments

Golf_ArthurDer Tiger bekommt mehr Frauen als gut für ihn ist. Das ist Motivation genug die Schläger wieder raus zu holen. Mehr als 2 Jahre nachdem ich meine Golfkarriere an den Nagel gehängt habe, stand ich Gestern wieder auf einem Golfplatz. Ich habe den Edelverein aus dem Düsseldorfer Umland gegen einen verkommenen (dafür umsonst!) 6-Loch-Platz irgendwo in Aalborg, zwischen Wohnheim und Campus, getauscht.

Die Sonne schien und sowas muss genutzt werden. Natürlich hat auch gar nichts geklappt, lustig war’s trotzdem.

Auf der Suche nach der kleinen Meerjungfrau

7. April 2010 - 11:07 No Comments

Die kleine MeerjungfrauÜber Ostern war ich ja in Kopenhagen, der Hauptstadt der Dänen. Wahrzeichen und eigentlich sogar Symbol für ganz Dänemark ist die kleine Meerjungfrau. War mir nicht so bewusst, bevor ich her gezogen bin, ist aber anscheinend so. Die kleine Meerjungfrau, das ist in erster Linie natürlich das Märchen von Hans Christian Andersen (später von Disney zu Arielle verzerrt), aber in diesem Fall geht’s natürlich um eine Statue im Hafen Kopenhagens.

Nun sagt jeder, der sie mal gesehen hat, dass er den Wirbel um die Statue nicht verstehe. Tonnen von Touristen pilgern jeden Tag dorthin und sehen eine kleine nackte Dame auf einem Fels sitzen. Die ist wohl tatsächlich nur gut einen halben Meter hoch.
Nun wohne ich schon seit über 2 Jahren in Dänemark und hab sie noch nicht gesehen. Das muss nachgeholt werden, dachte ich. Doch die kleine Meerjungfrau hat anscheinend Angst vor mir und ist geflüchtet.

In China ist gerade (oder ab jetzt bald) Expo und laut dem zuständigen Architekten war die original Statue für den dänischen Pavillon unabdingbar. Da wo sie normalerweise saß, wechseln sich nun Chinesen mit sitzen und fotografieren ab. Und demnächst gibt’s wohl auch Objekte von chinesischen Künstlern. Als ich da war, am 1. April nämlich, gab’s allerdings nichts als ein Loch.
Und Chinesen und Fotoapparate natürlich.