Tiefschläge des Älterwerdens
Noch bevor alle Silvesterraketen in den Himmel schießen, werde ich 32. Das ist hart. Aber eigentlich auch nicht. Denn eigentlich geht’s mir irgendwo knapp unterhalb des Rückens vorbei.
Eigentlich.
In letzter Zeit jedoch wird mein Alter ungewöhnlich häufig Thematisiert. Das ist hart. Liegt aber hauptsächlich an zwei Tatsachen. Das Gros der Leute in meinem Bekanntenkreis hier in Aalborg ist jünger als ich. Wenn ich mal die Arbeit ausklammere, fällt mir gerade sogar niemand ein, der älter ist als ich. Die meisten sind sogar bedeutend jünger als ich. Internationale Studenten sind meist so zwischen 21 und 23 Jahren. Das ist dann schon ein unterschied.
Dazu kommt, dass ich halt ein Milchgesicht bin. Viele sehen mich erschrocken an, wenn ich mein wahres Alter verrate. Meist sage ich zunächst 17, aber das nimmt mir keiner ab. Wieso auch immer. Das mache ich seit meinem 20. Geburtstag. Damals ging das noch Problemlos.
Allerdings kann ich damit protzen mir in den 70er Jahren in die Hosen gemacht zu haben. Dagegen kann keiner anstinken.
Zuletzt ist jedenfalls mein alter ein paarmal in Relation gesetzt worden. Das schlimmste hat eine Freundin aus Australien letztens gesagt. Selbst keine von den Internationalen Studenten, aber anscheinend doch ein ganzes Stück jünger…
„Mir ist gerade aufgefallen, als Du geboren wurdest, kannten sich meine Eltern noch gar nicht.“
Das tut weh.
