Det er Karsten
Am Telefon (Festnetz hab ich eigentlich seit Jahren nicht mehr im Gebrauch) melde ich mich nur mit meinem Namen, wenn ich das Gegenüber nicht kenne. Ansonsten gibt’s gern mal eine neutrale Begrüßung. Allerdings hab ich mir zuletzt auch angewohnt den Namen des Anrufers zu sagen. Ich meine, wenn ich angerufen werde, wissen die Leute ja, wer ich bin. Oder?
In Deutschland komme ich damit eigentlich gut klar, und von gelegentlicher kurzer Verwirrung abgesehen, treten keinerlei Probleme auf. In Dänemark läuft die Sache ganz anders.
„Wenn ich Dich anrufe und Du gehst dran, dann sag wer Du bist und nicht wer ich bin!“
Das hat mir letzten Monat mal jemand geflüstert. Es ist nämlich so, dass sich hier immer alle melden mit „Dies ist Karsten“ (Det er Karsten). Also nicht alle mit Karsten, aber Ihr versteht schon…
Der reine Name sorgt bereits für Verwirrungen. Und wenn ich alter Punk einfach den Namen meines Gesprächspartners sage, sorge ich für Chaos im Protokoll. Und das sogar recht schwerwiegend anscheinend, denn das Ergebnis war nicht häufig ein sekundenlanges betretenes Schweigen in der Leitung. Nach mehreren Nachfragen gibt’s dann eine Ausweichprozedur: „Äh, Karsten? Hier ist Werauchimmer.“
Ich versuche jetzt immer meinen Namen zu sagen, wenn ich dran gehe. Auf Grund eines erschreckend schwachen Erinnerungsvermögens meinerseits bleiben gelegentliche Verwirrungen im Telefonischen Begrüßungsprotokol allerdings leider nicht aus.
Tut mir leid.
Aber ein bisschen lustig finde ich’s auch…