Posts Tagged ‘dänisch’

Klassenarbeit, dann Sommer

Juni 16, 2009 - 8:12 am No Comments

Die letzten Wochen waren sehr… sagen wir intensiv. Gestern hatte ich auch noch meinen dritten Dänischtest. Leider bin ich im letzten Monat nur einmal dazu gekommen am Dänischkurs teilzunehmen. Dementsprechend optimistisch bin ich, was das Ergebnis angeht. 45 Minuten schreiben und dann nochmal 40 Minuten lesen und Fragen beantworten oder Lücken ausfüllen. Die meiste Zeit war ich mit Wörterbuchblättern beschäftigt.
Am Mittwoch machen wir mit unserem Kurs nochmal ein „Wir treffen uns und jeder bringt was zu essen mit“-Treffen. Ich hab ein paar Grillwürstchen und einen Einmalgrill bereit stehen. Klassisch, wie ich finde. Ab nächstem Semester bekommen wir dann einen neuen Lehrer. Schade, Anne war sehr Spaßig.

Ja, und jetzt werde ich mal zu meiner Klausur. Hab mir die halbe Nacht über Fragen ausgedacht und kann meine 6 Studenten heute den lieben langen Tag löchern.

Diese Abschlusstests bedeuten aber übrigens auch, dass jetzt Sommer ist. Dänisch hab ich erst wieder ab September und der Unibetrieb nimmt frühestens Mitte August wieder an Fahrt auf. Was natürlich nicht heißt, dass mir langweilig werden kann.

Polizei sprengt Studentenparty

Mai 17, 2009 - 11:50 am 1 Comment

Am Freitag war ich auf einer Studentenparty in einem der Wohnheime hier. Hauptsächlich Internationale Studenten wohnen da. Wir sind erst recht spat da aufgeschlagen, die Party selber schien wie die meisten Studentenpartys: Du kennst viele, alle sind schon recht voll, schlechte aber laute Musik und billige Getränke (rein alkoholisch natürlich, Cola verkaufen die da typischer weise nicht – ich bring mir meine Flasche immer mit).

Die richtige Party-Crew kam kurz nach uns. Mit Stöpseln in den Ohren und in Autos mit Blinklicht auf dem Dach. Die Polizei. Und ein Kameramann vom dänischen Fernsehen TV2. Die wollten dann die Party auflösen. Nun ist die klassisch dänische Reaktion auf Polizisten, die sagen dass Du verschwinden sollst, dass Du verschwindest. Italiener, Spanier, Mexikaner, etc. reagieren da dezent anders. Das wiederrum hat die Polizisten verwirrt. Und die wurden aggressiv. Nicht körperlich, eben nur aggressiv.

Plötzlich stand ein Polizist vor mir und schrie mich auf Dänisch an. Klar, besonders vor den ganzen Südländern wirke ich wie ein Däne. Aber natürlich habe ich kein Wort verstanden. Also habe ich sehr ruhig und im saubersten Englisch gesagt, dass ich ihn nicht verstünde und ob er nicht vielleicht bitte Englisch reden könne. Daraufhin hat der mich lauter und schneller und wortreicher angeschrien, aber eben immer noch dänisch. Ich wurde ruhiger und habe meinen Satz immer wieder wiederholt. Irgendwann scheint er es kapiert zu haben und brüllte nur noch: „Go out!“
Bin ich dann.

Der Grund war übrigens keine Lärmbelästigung, sondern die Tatsache, dass das ganze unangemeldet war. Quasi eine Illegale Disko. Oh, und die denken, dass wir da eingebrochen sind. Hier der Zeitungsbericht (automatische Übersetzung). Konsequenzen hat’s vielleicht für die Organisatoren, keine Ahnung. Der Rest ist einfach nach Hause oder woanders hingegangen.

Nachtrag
Der Kameramann hat einen kleinen Bericht fertig gemacht. Den hier.
Ich bin bei Cops! :D

Mit scharf?!

April 28, 2009 - 8:15 am 1 Comment

Mein Dänisch ist nicht gut. Ich praktiziere das auch nur da, wo ich mir sicher bin. Beim Türken ums Eck, zum Beispiel. Der kann eh kaum Englisch. Und weil ich sowieso immer das gleiche nehme (Dürüm med Kylling – So’ne Art Türkische Pizza mit Hühnchenfleisch) funktioniert unsere Kommunikation einwandfrei.

Gestern allerdings stand einer hinter der Theke, den hab ich noch nie gesehen. Ich sag ihm also was ich will und was macht der? Stellt eine Frage. Natürlich auf Dänisch und natürlich hab ich kein Wort verstanden. Das ganze auf Englisch aufzurollen, war mir zu kompliziert. Also hab ich blitzschnell überlegt was der gesagt haben könnte. Typischerweise fragen die dann ja manchmal ob ich’s vor Ort essen möchte. Dementsprechend habe ich geantwortet: „Jaja, zum mitnehmen.“

Ich kam mir recht souverän vor. Eigentlich. Er guckte mich deutlich irritiert eine Sekunde an, hat sich dann aber weggedreht. Das kam mir dann allerdings komisch vor.

Später, beim essen, konnte ich mir dann vorstellen, was der gefragt hat. Die typische Frage in einem türkischen Schnellrestaurant vermutlich: Mit scharf?!
Und ich antworte „Jaja, zum mitnehmen“. Da hätte ich auch doof geguckt. Und scharf gemacht. Aber ordentlich. Hat er auch. Und zwar tüchtig…

Possessivpronomen

März 26, 2009 - 9:55 pm No Comments

Kürzlich hatte ich meinen zweiten Dänischtest. Bestanden. In einer der 5 schriftlichen Aufgaben hab ich nicht die volle Punktzahl erreicht (*protz*). Zusätzlich mussten wir ein bisschen über uns erzählen und eine eMail schreiben. Auf der Ergebnisbescheinigung stand dann noch, ich hätte Probleme mit den Possessivpronomen. Unsere Lehrerin sagte, dass das tolles Feedback sei, denn jetzt wüsste ich ja, was ich üben könnte/sollte/müsste.

Ich hab mich nicht getraut sie zu Fragen was Possessivpronomen eigentlich sind, denn anscheinend sollte ich das wissen. Später beim Basketball hat sich unser Sprachgenie Luigi kaputt gelacht und mir immer zugerufen “das ist DEIN Mann“, “schieß auf DEREN Korb” oder “das war UNSER Ball“. Soso, inzwischen weiß ich, dass Possessivpronomen besitzanzeigende Fürwörter sind. Im dänischen dann dig, din, dit und der gleichen mehr.

Damit hab ich tatsächlich so meine Probleme. Ich verwechsle sogar meist er (han) und sie (hun). Weiß ich ja jetzt, was ich üben kann/soll/muss. Und ihr kennt jetzt mein Kryptonit.

Fastelavn

Februar 20, 2009 - 11:11 am No Comments

Während ich hier für mich still und heimlich ein bisschen trauere, dass ich nicht durch Köln taumeln kann, feiern die Dänen ihre Version vom Karneval. Und ich meine nicht den richtigen Samba-Karneval im Mai, sondern das, was die hier machen, bevor die Fastenzeit beginnt. Sie feiern Fastelavn.

Dazu veranstalten sie Fastelavn-Partys, verkleiden sie sich (teilweise) und essen Fastelavnsboller. Ich hab erst gedacht, dass wäre quasi wie unser Berliner zu Karneval, stimmt aber nur bedingt. Berliner essen Dänen nämlich zu Weihnachten. Fastelavnsboller sind aber nicht weit davon entfernt, halt nur gefüllt mit Marzipan und oben drauf etwas Schokolade.
Dieser Tage Abends ziehen die Kinder dann auch rum und fragen nach Knöpfen. So heißt’s jedenfalls in dem Lied. Was sie eigentlich wollen ist natürlich Geld. Oder aber wenigstens Süßigkeiten.

Auf den Partys haben die noch so ein tolles Spiel. Da wird nämlich der Katzenkönig und -königin ermittelt. Und das folgendermaßen: Ein Fass in dem sich eine Katze befindet (heutzutage simuliert man die Katze mit Süßigkeiten o.ä.) wird frei baumelnd aufgehängt. Dann wird reih um auf das Fass eingeprügelt. Immer schön einer nach dem anderen. Derjenige, der den Boden des Fasses ausschlägt, ist Katzenkönigin. Derjenige, der das ganze Fass (oder die letzten Reste) von den Schnüren hämmert, ist Katzenkönig.
Intelligent ist, wenn die Fassbefüller da neben Schokolade und dergleichen auch Orangen rein stopfen. Dann gibt’s nämlich Orangensaft. Es kann mitunter wohl dauern, bis so’n Fass auseinander fällt.

Vor zwei Wochen war hier eine Fastelavn-Party von den Studenten unseres Fachbereichs. Ein Mitdoktorand hat das Fass geöffnet. Seitdem nennen wir ihn respektvoll Queen John…

Modultest

Dezember 1, 2008 - 10:57 pm 1 Comment

Zweimal im Jahr werden unsere Dänischerfolge abgeprüft. Sie nennen es Modultest und heute war der erste dran. Wir mussten 3 dänische Bücher lesen und 2 Themen vorbereiten. Über eins davon müssen wir dann plaudern. Anschliessend noch in 2er Gruppen Fragen und Antworten zu einem Bild stellen, bzw. beantworten. Ich habe über meine Familie erzählen dürfen, mein Mitprüfling hat über ein Buch referiert.

Wir waren die letzten und haben uns mit unseren Themen wohl ein bisschen verquasselt. Nach den Themen haben wir und noch weiter unterhalten und unsere Prüferin hat den Test dann für beendet erklärt.
Ich zitiere: Euer Dänisch ist ziemlich gut, schönen Feierabend.