Posts Tagged ‘dänisch’

Dänischer Junggesellenabschied auf Italienisch

August 5, 2009 - 4:56 pm No Comments

Zwei Freunde von mir heiraten im Oktober. Eine Dänin, die gerade hochschwanger hier rumturnt und ein Italiener. Am Samstag war der Junggesellenabschied. Die dänische Tradition ist recht vergleichbar mit der deutschen. Da ist nur viel mehr Schnaps involviert (Gammel Dansk – keiner mag ihn). Und sie nennen es Polterabend. Das mag verwirren, ist aber nunmal so.

Jedenfalls hatten wir einen lustigen Tag mit Speedboat fahren (anschließend im Dreckswasser des Fjords hier schwimmen), Zeichenstunde (Akt, versteht sich – also die Lady, nicht wir), ein Fußballspiel gegen eine Damenmannschaft (der Junggeselle war im Mädchen-Team), Grillen ein paar Spielen (Dänemark vs. Italien vs. International – Italien hat nach der Niederlage dem Untergang ständig auf 4 Sterne verwiesen) und dem ausschweifenden Besuch in einem Tanzlokal.
Alberne TeeShirts natürlich inklusive. Versteht sich.

Wir hatten nur eine Regel: Er musste immer einen Kurzen trinken, wenn ein Lied von Aqua gespielt wurde. Und zwar mit dem Worten: Lang lebe Aqua!
Aqua ist hier ungefähr so beliebt wie Modern Talking. Aber auch so bekannt. Also hat eigentlich jeder irgendwo eine Scheibe davon. Und kann sie spielen…

Dänische Laute

Juli 21, 2009 - 10:15 am No Comments

Mein italienischer Freund Luca hat ein neues Video gemacht. Letztes Jahr gings um die Ähnlichkeit dänischer Wörter und wie schwierig diese auszusprechen sind. Diesmal geht’s um Laute, die Dänen so von sich geben. Das will ich natürlich niemandem vorenthalten…

Übrigens soll ich viele Grüße vom „stolzen Spaghettifresser“ (O-Ton, der Macher) bestellen.

Dänischkursabschlussgrillen

Juni 18, 2009 - 1:32 pm No Comments

Zuerstmal das wichtigste: Ich hab bestanden. Meinen Dänischtest. Ich musste beide Schreibtests bestehen und 3 von 4 Leseaufgaben. Ich habe beide Schreibtests bestanden und 3 von 4 Leseaufgaben. Einmal 2 von 6 Punkten, der Rest war alles volle Punktzahl. Ich hab mich so gefreut, da hab ich unserer Dänischlehrerin versprochen, dass ich im Sommer übe.

Gestern waren wir vom Dänischkurs nämlich bei Ihr eingeladen. Haben ein bisschen gegrillt und so. Jeder sollte etwas aus seiner Heimat mitbringen. Ich hatte Nürnberger und den Gewürzketchup mit der grünen Kappe. Da gab’s ein paar merkwürdige Dinge. Eine Slowakin hat Strudel mitgebracht. Eine Philippinin hatte Spaghetti dabei. Hat keiner wirklich verstanden.

Dann war da noch diese kleine zierliche Chinesin, die Fisch dabei hatte. „Vorsicht, sehr scharf!“ – is klar. Ich natürlich erstmal eine gute Gabel davon rein gefahren und munter drauf rumgekaut. Gerade war ich dabei zu überlegen, ob das überhaupt nach irgendwas schmeckt, da seh ich unsere Lehrerin das Gesicht verziehen, als ob gerade Flammen aus dem Mund kommen. Aber noch bevor ich wirklich dazu komme mich zu wundern, explodiert mein Rachen.
Lektion: Wenn Dir jemand aus einem fremden Kulturkreis sagt, dass etwas sehr Scharf ist: Glauben!

Den Rest des Abends (ca. 2 Stunden) hat besagte Chinesin übrigens an einer Dose Bier genuckelt. Irgendwann ist sie nach Hause gegangen, deutlich angetüdelt. Ich hab mir hinterher die Dose mal angesehen, da fehlte maximal ein bis zwei Pinnchen.
Lektion: Asiaten vertragen nix.

Der Sohn (11) unserer Lehrerin saß übrigens mit am Tisch. Der hat sich königlich über unsere holprigen Gehversuche im Dänischen amüsiert.
Die Philippinin mit den Spaghetti hat übrigens heute einen schweren Kopf von dem Schnaps aus Litauen.

Klassenarbeit, dann Sommer

Juni 16, 2009 - 8:12 am No Comments

Die letzten Wochen waren sehr… sagen wir intensiv. Gestern hatte ich auch noch meinen dritten Dänischtest. Leider bin ich im letzten Monat nur einmal dazu gekommen am Dänischkurs teilzunehmen. Dementsprechend optimistisch bin ich, was das Ergebnis angeht. 45 Minuten schreiben und dann nochmal 40 Minuten lesen und Fragen beantworten oder Lücken ausfüllen. Die meiste Zeit war ich mit Wörterbuchblättern beschäftigt.
Am Mittwoch machen wir mit unserem Kurs nochmal ein „Wir treffen uns und jeder bringt was zu essen mit“-Treffen. Ich hab ein paar Grillwürstchen und einen Einmalgrill bereit stehen. Klassisch, wie ich finde. Ab nächstem Semester bekommen wir dann einen neuen Lehrer. Schade, Anne war sehr Spaßig.

Ja, und jetzt werde ich mal zu meiner Klausur. Hab mir die halbe Nacht über Fragen ausgedacht und kann meine 6 Studenten heute den lieben langen Tag löchern.

Diese Abschlusstests bedeuten aber übrigens auch, dass jetzt Sommer ist. Dänisch hab ich erst wieder ab September und der Unibetrieb nimmt frühestens Mitte August wieder an Fahrt auf. Was natürlich nicht heißt, dass mir langweilig werden kann.

Polizei sprengt Studentenparty

Mai 17, 2009 - 11:50 am 1 Comment

Am Freitag war ich auf einer Studentenparty in einem der Wohnheime hier. Hauptsächlich Internationale Studenten wohnen da. Wir sind erst recht spat da aufgeschlagen, die Party selber schien wie die meisten Studentenpartys: Du kennst viele, alle sind schon recht voll, schlechte aber laute Musik und billige Getränke (rein alkoholisch natürlich, Cola verkaufen die da typischer weise nicht – ich bring mir meine Flasche immer mit).

Die richtige Party-Crew kam kurz nach uns. Mit Stöpseln in den Ohren und in Autos mit Blinklicht auf dem Dach. Die Polizei. Und ein Kameramann vom dänischen Fernsehen TV2. Die wollten dann die Party auflösen. Nun ist die klassisch dänische Reaktion auf Polizisten, die sagen dass Du verschwinden sollst, dass Du verschwindest. Italiener, Spanier, Mexikaner, etc. reagieren da dezent anders. Das wiederrum hat die Polizisten verwirrt. Und die wurden aggressiv. Nicht körperlich, eben nur aggressiv.

Plötzlich stand ein Polizist vor mir und schrie mich auf Dänisch an. Klar, besonders vor den ganzen Südländern wirke ich wie ein Däne. Aber natürlich habe ich kein Wort verstanden. Also habe ich sehr ruhig und im saubersten Englisch gesagt, dass ich ihn nicht verstünde und ob er nicht vielleicht bitte Englisch reden könne. Daraufhin hat der mich lauter und schneller und wortreicher angeschrien, aber eben immer noch dänisch. Ich wurde ruhiger und habe meinen Satz immer wieder wiederholt. Irgendwann scheint er es kapiert zu haben und brüllte nur noch: „Go out!“
Bin ich dann.

Der Grund war übrigens keine Lärmbelästigung, sondern die Tatsache, dass das ganze unangemeldet war. Quasi eine Illegale Disko. Oh, und die denken, dass wir da eingebrochen sind. Hier der Zeitungsbericht (automatische Übersetzung). Konsequenzen hat’s vielleicht für die Organisatoren, keine Ahnung. Der Rest ist einfach nach Hause oder woanders hingegangen.

Nachtrag
Der Kameramann hat einen kleinen Bericht fertig gemacht. Den hier.
Ich bin bei Cops! :D

Mit scharf?!

April 28, 2009 - 8:15 am 1 Comment

Mein Dänisch ist nicht gut. Ich praktiziere das auch nur da, wo ich mir sicher bin. Beim Türken ums Eck, zum Beispiel. Der kann eh kaum Englisch. Und weil ich sowieso immer das gleiche nehme (Dürüm med Kylling – So’ne Art Türkische Pizza mit Hühnchenfleisch) funktioniert unsere Kommunikation einwandfrei.

Gestern allerdings stand einer hinter der Theke, den hab ich noch nie gesehen. Ich sag ihm also was ich will und was macht der? Stellt eine Frage. Natürlich auf Dänisch und natürlich hab ich kein Wort verstanden. Das ganze auf Englisch aufzurollen, war mir zu kompliziert. Also hab ich blitzschnell überlegt was der gesagt haben könnte. Typischerweise fragen die dann ja manchmal ob ich’s vor Ort essen möchte. Dementsprechend habe ich geantwortet: „Jaja, zum mitnehmen.“

Ich kam mir recht souverän vor. Eigentlich. Er guckte mich deutlich irritiert eine Sekunde an, hat sich dann aber weggedreht. Das kam mir dann allerdings komisch vor.

Später, beim essen, konnte ich mir dann vorstellen, was der gefragt hat. Die typische Frage in einem türkischen Schnellrestaurant vermutlich: Mit scharf?!
Und ich antworte „Jaja, zum mitnehmen“. Da hätte ich auch doof geguckt. Und scharf gemacht. Aber ordentlich. Hat er auch. Und zwar tüchtig…

Possessivpronomen

März 26, 2009 - 9:55 pm No Comments

Kürzlich hatte ich meinen zweiten Dänischtest. Bestanden. In einer der 5 schriftlichen Aufgaben hab ich nicht die volle Punktzahl erreicht (*protz*). Zusätzlich mussten wir ein bisschen über uns erzählen und eine eMail schreiben. Auf der Ergebnisbescheinigung stand dann noch, ich hätte Probleme mit den Possessivpronomen. Unsere Lehrerin sagte, dass das tolles Feedback sei, denn jetzt wüsste ich ja, was ich üben könnte/sollte/müsste.

Ich hab mich nicht getraut sie zu Fragen was Possessivpronomen eigentlich sind, denn anscheinend sollte ich das wissen. Später beim Basketball hat sich unser Sprachgenie Luigi kaputt gelacht und mir immer zugerufen “das ist DEIN Mann“, “schieß auf DEREN Korb” oder “das war UNSER Ball“. Soso, inzwischen weiß ich, dass Possessivpronomen besitzanzeigende Fürwörter sind. Im dänischen dann dig, din, dit und der gleichen mehr.

Damit hab ich tatsächlich so meine Probleme. Ich verwechsle sogar meist er (han) und sie (hun). Weiß ich ja jetzt, was ich üben kann/soll/muss. Und ihr kennt jetzt mein Kryptonit.