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Der maltesische Handballnationalspieler

September 17, 2009 - 1:04 pm 1 Comment

Kurz vorweg: Gestern hat sich auf dem Parkplatz vor meinem Fenster, hinter einem Auto ein älterer Herr eine andere Hose angezogen. Er stand unten ohne mitten in der Gegend rum. Einfach so. Am helllichten Tag. Die spinnen die Dänen…

Aber zu meinem eigentlichen Thema. Ich habe mich Gestern mit einem waschechten Nationalspieler unterhalten. Handball. Aus Malta. Als er nach Aalborg gekommen ist, hat er nach einem Verein gesucht, weil er weiter spielen wollte. Am Telefon hat sich dann der Trainer eines Teams fast überschlagen und wollte, dass Gilbert (so heißt das maltesische Ausnahmetalent) am besten sofort vorbei käme. Erstes Team natürlich.

Nun hat Malta ein paar Einwohner mehr als Bochum auf einem Gebiet, das ungefähr dem von München entspricht. Und Handball ist da im Süden auch nicht wirklich Volkssport. Gilbert meint, dass er sehr begeistert ist, am Ligabetrieb in Dänemark teilzunehmen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Hier seien es mehr als nur 4 Teams in der Liga. Außerdem gäbe es hier richtige Auswärtsfahrten, die Spiele finden nicht alle in der gleichen Halle statt.
Bei 52 Handballspielern in Malta ist es dann eben auch nicht allzu unwahrscheinlich mal in den 14er Kader der Nationalmannschaft berufen zu werden.

All das hat er dem Trainer natürlich nicht erzählt. Dieser hat den Malteser auch nach dem ersten Training in die 3. Mannschaft gesteckt. Da waren alle beteiligten froh drüber.

Inoffizielle Bowling Weltmeisterschaft

September 1, 2009 - 5:02 pm No Comments

Am Wochenende waren wir Bowlen. 10 Leute aus 10 Nationen haben alles gegeben. Auf überraschend schwachem Niveau konnte sich Deutschland (mit 50 Punkten Abstand) vor Mexiko und Australien durchsetzen. Team Frankreich wurde Disqualifiziert, weil er 115 Minuten zu spät angetreten ist.

Insgesamt bestand das Teilnehmerfeld aus folgenden Nationen: Australien, Chile, Deutschland, Frankreich, Italien, Mexiko, Niederlande, Portugal, Serbien, USA.

International Bowling

Der Amerikaner hat übrigens wieder deutlich gegen mich verloren. Mit einer Australierin abstand, sozusagen. Also durfte er wieder Liegestütze machen. wie schon letztes Jahr

Deutsches Grillfest

Juni 22, 2009 - 9:52 am 2 Comments

Grillen auf dem Dach Gestern war der längste Tag des Jahres. Hier in Aalborg war die Sonne präzise 17 Stunden, 53 Minuten und 58 Sekunden lang am Himmel. Also offiziell. Und auch tatsächlich war das Wetter von einer kurzen Tiefgrauphase am Nachmittag abgesehen, ziemlich toll. Passte ganz gut, denn ich hatte einen Deutschen Abend auf unserer Dachterasse angesetzt.
Das Motto: Grillwürstchen.

Ich hatte gute Bratwürste aus Deutschland mitgebracht, den guten Gewürz Ketchup mit der grünen Kappe, scharfen Senf und eine Kiste ‘Radler’. Außerdem hab ich das beste Rezept für Kartoffelsalat erhalten (von Muttern, versteht sich) und mich zum ersten Mal daran versucht. Es war ein bisschen salzig, hat aber keinen gestört. Vielleicht waren sie aber auch nur höflich. Zumindest haben sie aufgegessen. Auch das „komische deutsche Bier“ hat allen gut geschmeckt.

Irgendwann haben die Italiener sogar eingelenkt, dass das italienische Wort „Würstel“ (wie auch immer die das schreiben mögen) vielleicht doch eigentlich aus dem deutschen kommt und nicht umgekehrt.
Den Senf fanden alle zu scharf, nur die beiden Mexikaner nicht.

Um den Abend abzurunden habe ich nur deutschsprachige Musik gespielt. Die kennen immer alle nur Rammstein und Tokyo Hotel, da versuche ich zu argumentieren, dass wir gute deutsche Musik für uns behalten und nur den Müll exportieren. Ich hatte also Gelegenheit zu beweisen, dass u.a. mit den Ärzten, den Helden und den Fantas auch Deutsche in der Lage sind in ihrer Sprache für gute Musik zu sorgen.

Alles in allem, toller Abend. Ich würde es sogar fast als Außenpolitischen Erfolg darstellen und habe ein bisschen Angst vor einem Besuch vom Steinmeier…

Braaaaaasiiiiiiiehl! Lalalalalalalalaaaaa…

Oktober 18, 2008 - 5:41 pm No Comments

Mein Kollege hatte Gestern Geburtstag. Und den hat er auch zünftig gefeiert, allerdings, recht unüblich hier, geschlossene Gesellschaft. Ergebnis war ein Rudel Brasilianer und Pseudo-Däne Karsten mittendrin. Ich war wirklich der einzige, der nicht Portugiesisch spricht. Das sorgte schon immer mal für ruhige Momente mitten im Lärm. Schon leicht surreal.
Brasilien! Irgendwann stand ich im Kreise von 4 Leuten, die ich ja nun auch schon etwas kannte und von jetzt auf gleich haben die mit mir Deutsch gesprochen. „Ich hab mal ein Jahr in Berlin gewohnt“ und „ich studiere doch in Hamburg“ durfte ich dann erfahren. Interessant.

Zwischendurch haben die immer viel getanzt. Nannten es Samba, sah für meine Europäischen Augen dezent unkoordiniert aus, aber anscheinend konnten die das. Die Musik war mir zwar unverständlich, aber ich glaube einen Micky Krause haben die auch. Also qualitativ zumindest.

Verrückte Welt…