Jul bedeutet Weihnachten. Ich glaube, den Rest kann sich jeder selbst übersetzen…
Das ist jedenfalls der Titel eines in Dänemark gleichermassen bekannt wie verachteten Weihnachts-Raps. Von dem hab ich leider erst kürzlich erfahren und will ihn Euch zum Fest natürlich nicht vorenthalten:
Keine Ahnung wovon der merkwürdige Typ da spricht oder was sonst so von dem kam. Mir wurde gesagt, dass ich mich gar nicht damit auseinandersetzen möchte. Also gut. Ich möchte Euch aber allen ein wundervolles Weihnachtsfest wünschen. Genießt die Zeit und das Essen und die Menschen und alles.
Kommt gut in ein grossartiges neues Jahr!
Anfang der 90er Jahre haben wir Kabelfernsehen bekommen. Wann immer möglich, habe ich dann MTV angemacht. Man muss sich das mal vorstellen, damals lief auf MTV noch größtenteils Musik! Es war in einer Zeit vor Viva, in der wir Europäer aber immerhin unseren eigenen Kanal bekommen haben: MTV Europe. In die stark Britisch orientierte Musikauswahl haben sich immer mal wieder das ein oder andere Lied aus dem Sendebereich auf dem Festland verirrt. So hab ich etwa die Héroes del Silencio aus Spanien oder Die Fantastischen Vier aus Deutschland zum ersten Mal gehört. Aber sowas war eher die Ausnahme, das meiste war Britisch oder Amerikanisch.
Ein weiterer Künstler, den ich damals kennengelernt habe, ist ein Italienischer Rapper: Jovanotti. Die beiden Lieder „Serenata Rap“ und „L’Ombelico Del Mondo“ haben sich in mein Hirn gebrannt. Damals war ich sofort Fan.
Viele Jahre später komme ich nach Dänemark, treffe viele Italiener und als wir uns mal über Musik unterhielten, konnte ich sogar immer noch die eine Zeile zitieren: Affacciati alla finestra amore mio!
Direkt haben wir verabredet, dass sobald er wieder auf Tour kommt, gehen wir da hin. Nun, das war letztes Wochenende. Und wir in Mantova, zwei Stunden von Mailand entfernt Richtung Nordosten.
Jovanotti hat anscheinend eine lange Karriere hingelegt, mit einigen parallelen zu den Fantas in Deutschland. Sogar der Tanzstil ist dem von Smudo nicht unähnlich. Auch die Musik ist deutlich elektronischer geworden und manchmal singt er mehr als das er rappt.
Aber das hab ich eigentlich erst während des Konzerts rausgefunden. Zu Beginn kannte ich genau vier Stücke, wovon er zwei nichtmal gespielt hat. Und drei, die wir auf dem Weg in die Halle gehört haben, die CD haben wir erst kurz zuvor gekauft. “Ora”, ziemlich cool, wie ich finde. Größter Hit: “Tutto L’Amore Che Ho”. Dass ich vermutlich der einzige in der Halle war, der kein Italienisch sprach, versteht sich von selbst. Und trotzdem war das Konzert der Knaller.
Musik von Jovanotti hier zu verlinken ist aus vielerlei Gründen gar nicht so einfach. Darum verweise ich mal auf seinen YouTube Kanal und die offizielle Seite. Hoffentlich funktioniert irgendwas.
Natürlich sind wir aber nicht nur kurz zum Konzert und zurück. Wir haben eine Mini-3-Tage-Tour und gut 800km in einem Panda hingelegt, waren in Ispra, Bologna und Mantova. Haben ein paar Freunde endlich mal wieder getroffen, gut gegessen und die Sonne ein bisschen genossen. Das ganze Wochenende war grandios.
Die Fotos von dem ganzen Trip gibt’s hier. Und noch ein kurzes Video, wie gut ich im Stein auf einen anderen Stein werfen bin…
Letzten Mittwoch war Australia Day, der australische Nationalfeiertag. Eine australische Freundin wollte diesen Standesgemäß feiern und hat einen ganzen Stapel an Leuten eingeladen. Nach und nach sind sogar ein paar erschienen…
Nun standesgemäß, das bedeutet in erster Linie, dass es eine Art Countdown zum Feuerwerk gibt. In Australien verbringt man den Tag damit zu grillen, sich vollzustopfen, sich zu betrinken und sich auf’s Feuerwerk zu freuen. Außerdem hört der Australier als solcher dabei Musik: Der nationale Radiojugendsender (Triple J) veranstaltet die “Hottest 100″. Den ganzen Nachmittag werden dann die Lieder gespielt, die von den hörern als das heißeste wählten, was 2010 veröffentlich wurde. Meine Favoriten daraus sind “Radar Detector“, “iFly” und “Rapunzel” – die meisten Lieder kannte ich aber nicht. Und besonders die Top 3 fand ich eigentlich recht lahm.
Gegrillt haben wir zwar nicht, aber es gab Würstchen und Kuchen und einen Internetstream.
Standesgemäß bedeutet natürlich auch das ganze in Klamotten zu begehen, die dem Thema angemessen sind. Ich hatte das Trikot der Fußballnationalmannschaft Australiens an (auch, wenn man sich an dem Nationalfeiertag wohl eher für das Cricket Team interessiert), Shorts und als guter Deutscher natürlich weiße Tennissocken in meinen Badelatschen. Bei -3°C in Dänemark musste die Heizung tüchtig bollern, um das zu kompensieren…
Vor allem heißt standesgemäß aber sich nicht um Zeitverschiebung zu scheren. Unsere kleine Party begann also recht früh am Morgen. Genauer gesagt war ich um 4 Uhr Morgens vor Ort. Nationalfeiertage sind halt eine ernste Sache.
Den zweiten Teil meines Sommerurlaubs hab ich in der deutschen Heimat verbracht. Hauptgrund war der 20 Jährige Geburtstagsparty der Fantastischen 4. Zweidreiviertelstunden haben die gut gerrockt. Stromausfall inklusive.
Das nennenswerteste neben dem Konzert war wohl unser Besuch im Phantasialand. In der wilden Achterbahn „Black Mamba“ ist mir in einer Schraube mein Mobiltelefon aus der Hosentasche geflogen. Da es hinterher nicht zu erreichen war, gehe ich davon aus, dass es wohl in der Atmosphäre verglüht ist…
Lang lebe Tiziano
Während unserer Italienrundfahrt hatten wir Stück italienischer Pop-Kultur, das wir immer und immer wieder gehört haben. Die CD ist auf einem der Bilder. Es geht um schmalz Popper Tiziano Ferro. Jeder Italiener verdreht darauf hin die Augen. Aber das Lied ist ein echter Ohrwurm. Es gibt sogar eine englische Variante mit Kelly Rowland! Zum Video.
20 Jahre Fanta4 in Stuttgart
Am kommenden Wochenende steigt das große Jubiläumskonzert der Fantastischen 4 in Stuttgart. Und ich bin dabei. Und ich freu mich schon.
Jetzt habe ich gefunden, dass die Fantas einen Video-Countdown machen. Manche sind sogar halbwegs unterhaltsam… Zu den Videos.
Austauschstudenten Saisonende
Es ist wieder soweit, die Studenten, die aus ganz Europa kamen um hier ein paar Monate zu studieren (eigentlich: zu feiern) mussten zurück in ihre Heimatländer, -städte, -unis. Die meisten sind ziemlich traurig darüber. Für uns zurückgebliebenen heißt es: Im September geht das gleiche von vorne los.
Um mal einen Eindruck zu vermitteln hier zwei Videos. Das erste zeigt, wie sich italienische Austauschstudenten die Zeit vertreiben. Das zweite ist eine Diashow, die zeigt, was die Austauschstudenten hier so getrieben haben. Der Ausdruck „das beste Jahr meines Lebens“ ist inflationär zu lesen… Zum ersten Video. Zum zweiten Video.
Es ist mal wieder so weit. Die Deutschen halten sich für musikalisch und das Ausland hört hin. In diesem Fall war’s einer. SupaRichie, KultKaiser, Matze Knob (mit dessen Bruder ich damals übrigens auf einem Zivi-Lehrgang war) hat die Luca-Toni-Hymne gezaubert. Karnevals-, Ballerman- und AprésSki-Tauglich. Versteht sich. Nun ist der Herr Toni ja international nicht unbekannt und dementsprechend verbreitet sich das Stück Musikgeschichte. Die Italiener pfeiffen es von allen Seiten. Und das bereits eine Woche bevor die CDs dazu in Deutschland überhaupt verkauft werden.
Ich wurde sogar schon aufgeklärt, dass der Hit2009 nämlich das Remake eines Italienischen Stückes ist, in dem sich über die Deutschen amüsiert wird, welches das Remake einer NDW Randerscheinung ist, in dem das Italienische auf’s Korn genommen wird.
Aber die haben ja auch eine Weltmeisterschaftssiegeshyme die verdächtig nach den Sportfreunden klingt. Haben die nicht sogar die Pizza nur nachgemacht?
Gestern war Oktoberfest am der Uni. Ich hab vermutet, dass die da vielleicht Bier ausschenken, 2x den Anton aus Tirol spielen und fertig. Aber Pustekuchen. Da war alles. Bierbänke 3 verschiedene Biersorten am Ausschank (leider keine Cola), Menschen in Trachten (hauptsächlich Mädchen im Dirndl) und eine Live-Band. Die Band nannte sich „Bier, Möse & Hornmusik“, bestand komplett aus Dänen hat aber das gesamte Programm auf Deutsch abgerissen. Nicht schlecht, aber eben deutlich keine Muttersprachler.
Gesamtes Programm beinhaltet übrigens die Stücke. „Klopf, Klopf, Klopf an der Himmelstür”, „Autobahn nach die Hölle“ oder „Lasst mich Euch unterhalten” gab es da zum Beispiel. Angezogen waren sie wie eine richtige Blaskapelle es in München wäre. Und auch so besetzt: Trompete, Posaune, Tuba, Akkordeon und Schlagzeug. Posaune hat übrigens Rudi Völler gespielt, komplett im Deutschlandtrikot. Das Motto war übrigens „Es gibt nur ein Rudi Völler“.
War extrem witzig und sau voll.
Den Anton aus Tirol haben sie aber übrigens trotzdem das ein oder andere Mal gespielt. Bayern und Tirol ist von hier oben wohl das gleiche…