An einem wundervollen dänischen Frühlingsmorgen mache ich mich auf die Reise. Das Ziel heißt Salzburg. Da die Busse sonntags früh so toll fahren, darf ich schon 2 Stunden vor Abflug um 9 Uhr den Flughafen aufschließen. Und während ich so am Automaten versuche einzuchecken kommt auch glatt eine junge Dame vom Bodenpersonal angerauscht, ob sie mir nicht helfen könne. Fachmännisch entgegne ich in meinem fließenden Dänisch, dass ich das schon hinbekomme. Auf Deutsch antwortet sie daraufhin direkt, ich solle mich sonst melden.
Zack.
Ein Tritt in die Eier meiner Sprachkünste. So schlecht ist mein dänisch also und so offensichtlich, dass ich Deutscher bin. Nein, nein, redet sie sich raus, sie hätte ja gesehen, dass es nach München ginge und einen dezenten Akzent bemerkt. Soso. Die Dame von der SAS ist also die Nichte von Sherlock Holmes.
Sie ist aber auch ganz nett, und weil wir die einzigen beiden Menschen in dem ganzen Flughafen sind (okay, der Aalborger Flughafen ist nicht wirklich riesig, aber immerhin) erfahre ich noch, dass Stephanie nämlich aus Moers kommt, gern redet und an den Sommer glaubt. Wir haben Fachgespräche über Ausweise und Konsulate und gottseidank hört sie direkt nachdem ich das Wort Ruhrgebiet in den Mund genommen habe mit dem siezen auf.
Tief im Westen™ und in Skandinavien duzt man sich. Und das ist auch gut so.