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Stadtrundfahrt

Juli 25, 2011 - 7:53 am No Comments

Aalborg ist eine tolle Stadt. Ich fühle mich jetzt schon über drei Jahre hier sehr wohl. Aber… so richtig reich an Attraktionen ist’s hier einfach nicht.

Darum hat’s uns um so mehr erstaunt, als wir kürzlich von Stadtrundfahrten erfahren haben. Ein Doppeldeckerbus schaukelt für läppische 60 Kronen (ca. 8€) 90 Minuten lang durch “Groß Aalborg”. Nach ein bisschen Überzeugungsarbeit konnte ich sogar ein paar Leute zum mitkommen bewegen.

Im Prinzip war alles, wie erwartet. Wir haben Sachen gesehen, die wir längst kannten, und waren dabei dem dänischen Sommer ausgesetzt. Aber wir hatten auch eine Menge Spaß. Genau das richtige für einen Sonntag Mittag.

Hinterher sind wir noch ins Stadion. Hier war Derby, gegen den Wiederaufsteiger und Haßgegner aus Århus. Das erste Saisonheimspiel (2. Spieltag) haben WIR nach 2 Schweigeminuten (eine für einen tragisch verunglückten Spieler aus Costa Rica und eine aus Anteilnahme an den Begebenheiten in Norwegen) souverän mit 2:1 gewonnen.

So sollen Sonntage sein. :)

Dem Elvis seine Villa

April 22, 2011 - 2:56 pm No Comments

Letzte Woche hab ich diesen Artikel im Spiegel gefunden, der darüber Berichtet, dass ein Däne die Villa von Elvis Presley (Graceland) in Dänemark nachgebaut hat: Graceland Randers

Ich möchte gar nicht darauf eingehen, wie traurig es ist, dass ich von sowas aus deutschen Medien erfahre. Oder was für eine beknackte Idee es ist ein ehemaliges Wohnhaus eines Künstlers nachzubauen. Aber sowas kann ich als verkappter Teddy mir natürlich nicht entgehen lassen. Nach nur wenig Überzeugungsarbeit haben sich auch eine Australierin und ein Chilene breitschlagen lassen und sind mitgekommen. Wir haben uns das Auto von einem Freund geliehen und sind die 80km in den Süden nach Randers gefahren. Nun ist Randers als solches recht unspektakulär. Es gibt sogar Lieder die Randers als die langweiligste Stadt Dänemarks bezeichnen. Bis dieser Typ Graceland nachgebaut hat. Tief im Nirgendwo.

Das Haus steht unmittelbar neben einer Hauptstraße in einem Industriegebiet und wer im Restaurant draußen sitzt kann den Blick auf einen Baumarkt genießen. Im Inneren des Hauses befindet sich ein Fan-Shop, ein Restaurant und ein Museum.
In dem Shop gibt es wirklich jeden Scheiß, eigentlich wie zu erwarten. Das ist in Fan-Shops ja immer so.
Das Restaurant war ein klassisch amerikanisches Ding. Wir haben da einen Burger und eine riesen Cola in uns rein gestopft. Das Ganze war gar nicht mal so teuer.
Das Museum war eigentlich nur ein großer Raum mit ein paar Vitrinen und einem kleinen Filmsaal dran, in dem eine Doku über Elvis‘ Anfänge lief. In den Vitrinen war allerhand Zeug von Elvis gesammelt. Briefe, der Stammbaum, ein Schal, Poster, Buttons, Fotos, und so weiter. Aber nicht nur vom King selbst, sondern auch von den Leuten um ihn rum. Instrumente seiner Band und all sowas. Recht beeindruckend.

Überall auf dem Gelände, drinnen und draußen wurden wir mit Elvis Songs beschallt. Und ich muss ehrlich gestehen, dass mit das siebte Mal Love Me Tender innerhalb von drei Stunden dann schon ein bisschen auf die Nerven ging. Ansonsten fanden wir’s ziemlich witzig da. Ich würde es aber nicht auf die Liste der Sachen setzen, die jeder Mal gesehen haben muss.

Natürlich gibt’s auch Fotos.

Berlin mit Schweizern

Mai 20, 2010 - 3:33 pm No Comments

Der ReichstagMein letztes Wochenende, habe ich in der deutschen Hauptstadt verbracht. Als einziger Kerl unter vier Mädchen. Mit einem davon hab ich mal in einer Band gespielt, die anderen waren ihre Studienkollegen aus der Schweiz. Amtssprache war demzufolge Schwitzerdütsch und ich hab mich immer gefreut, wenn ich Dänen in der U-Bahn getroffen habe, die konnte ich nämlich besser verstehen als dieses Schweizer Phantasiesprech.

Ich höre meine leserschar deutlich: „Hö, hö, Hahn im Korb“ – Sowas ist nur in der Theorie und Erwachsenenfilmen toll. Als ich Donnerstagabend ankam wurde „Germany’s Next Topmodel“ geguckt und alle mussten von ihrem Freund erzählen. Immerhin bin ich ums Schuhe kaufen drum rum gekommen.

Dennoch hatte ich viel Spaß mit den Ladies. Auch wenn das Wetter mies war, meine Kamera das ganze nicht wirklich überlebt hat und ich vom Pokalendspiel nichts mitbekommen habe außer vielen Leuten in roten und grünen Trikots/Schals. Denn ich…

  • hab die Tom Tom Crew gesehen (Hip Hop Circus; Grandios!).
  • habe eine CD von einem Berliner Gangsta Rapper an der U-Bahn für ein paar Euro gekauft und zähle mich jetzt zum Berliner Underground.
  • habe gelernt, dass sich alles bei geeigneter Zeit wieder resorbiert.
  • weiß jetzt was ein Omnichord ist und will eins.
  • konnte die Mädels zu einem Workout vor dem Kanzleramt bewegen.
  • habe für fast 40€ im Drogeriemarkt eingekauft.
  • konnte meine erste Currywurst seit gefühlten Ewigkeiten essen.

Auf der Suche nach der kleinen Meerjungfrau

April 7, 2010 - 11:07 am No Comments

Die kleine MeerjungfrauÜber Ostern war ich ja in Kopenhagen, der Hauptstadt der Dänen. Wahrzeichen und eigentlich sogar Symbol für ganz Dänemark ist die kleine Meerjungfrau. War mir nicht so bewusst, bevor ich her gezogen bin, ist aber anscheinend so. Die kleine Meerjungfrau, das ist in erster Linie natürlich das Märchen von Hans Christian Andersen (später von Disney zu Arielle verzerrt), aber in diesem Fall geht’s natürlich um eine Statue im Hafen Kopenhagens.

Nun sagt jeder, der sie mal gesehen hat, dass er den Wirbel um die Statue nicht verstehe. Tonnen von Touristen pilgern jeden Tag dorthin und sehen eine kleine nackte Dame auf einem Fels sitzen. Die ist wohl tatsächlich nur gut einen halben Meter hoch.
Nun wohne ich schon seit über 2 Jahren in Dänemark und hab sie noch nicht gesehen. Das muss nachgeholt werden, dachte ich. Doch die kleine Meerjungfrau hat anscheinend Angst vor mir und ist geflüchtet.

In China ist gerade (oder ab jetzt bald) Expo und laut dem zuständigen Architekten war die original Statue für den dänischen Pavillon unabdingbar. Da wo sie normalerweise saß, wechseln sich nun Chinesen mit sitzen und fotografieren ab. Und demnächst gibt’s wohl auch Objekte von chinesischen Künstlern. Als ich da war, am 1. April nämlich, gab’s allerdings nichts als ein Loch.
Und Chinesen und Fotoapparate natürlich.

Ein kleiner Reisebericht

April 6, 2010 - 1:40 pm No Comments

Hans Christian AndersenMittwochabend sind wir ausgegangen. Erst ein bisschen Fußball gucken, dann in das Studentenhaus, das ja Mittwochs immer so eine nette Kneipenstimmung hat und hinterher in eine Disko. So gegen 4:45 am Morgen dann ab nach Hause, packen, duschen, frühstücken und mit dem Taxi zum Flughafen, wo ich um 6:40 in die Hauptstadt geflogen bin. Also die hiesige: Kopenhagen.

Angekommen, kurz zu Antonio, meiner Übernachtungsgelegenheit und direkt wieder auf in die Innenstadt zum Stadtangucken. Das erste Foto von einer Kirche habe ich ungefähr um 11 gemacht. Abends so gegen 9 kamen dann die anderen beiden Aalborger nach und nach einem tollen Abendessen und einer Playstation-Tekken-Prügelei bin ich dann friedlich auf dem Gästebett eingepennt. So gegen 3 Uhr Nachts. Während wir am Folgetag noch Mittags los sind um was von der Stadt zu sehen (die ich ja zuvor schon komplett alleine abgegrast habe), haben wir uns die letzten beiden Tage mit Antonios PayTV um die Ohren gehauen. Das war meist Fußball, aber auch viel anderer Müll. Wir haben das Spiel ManU-Chelsea gefühlte 7 Mal gesehen.

Dafür sind wir abends aber natürlich unterwegs gewesen. Samstag Nach endete um 7. Und Sonntagabend haben wir direkt unser Gepäck mitgenommen, das Zeug am Bahnhof eingeschlossen und sind los gezogen. Fette Rippchen im Hard Rock Cafe und eine recht witzige Kneipentour bis 6, da öffneten die Schließfächer nämlich wieder und wir konnten uns auf den Weg zum Flughafen machen. In Aalborg haben wir dann schön den Bus verpasst und anstatt 58 Minuten zu warten, setzten wir uns in ein Taxi. Aufgewacht bin ich so gegen 4, Döner holen, schnell einen Film gucken und weiter schlafen.

Wünsche Frohe Ostern gehabt zu haben.
Fotos: Hier

Dänemarks Altstadt

September 22, 2009 - 7:22 pm No Comments

Am Samstag waren wir in Århus, ungefähr 120km südlich von hier. Dänemarks zweitgrößte Stadt – ca. 240.000 Einwohner, etwas weniger als Gelsenkirchen. Dort gibt es ein Freiluftmuseum:
Den Gamle By (die alte Stadt)

Das ist ein Dorf mit sehr alten Häusern, die alle original sind. Diese sind dann teilweise mit originalen Möbeln ausgestattet und so. Sehr hübsch. Das besondere daran ist, das die Häuser zwar alle original sind, aber eben nicht die Stadt. Die haben Häuser original in ganz Dänemark abgebaut und Stein für Stein in Århus wieder original aufgebaut. Merkwürdig, aber das Ergebnis ist echt hübsch. Und original.