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Der große Lauf

August 26, 2011 - 5:42 pm No Comments

Gestern war ein großer Lauf hier, bei dem sich Firmen anmelden konnten. Als sie gehört haben, dass gegrillt wird und es Wein gäbe, konnte ich sogar ein paar von meinen Kollegen überreden mitzumachen. Aber leider nicht bei der 5x5km Staffel, wie alle, sondern bei dem 5x5km Manschaftsgehen. Mir war die Teilnahme wichtiger als der Sport, darum hab mich dem Olympischen Gedanken verschrieben. Unser erklärtes Ziel war es zwar irgendwie dabei zu sein, aber nicht wirklich teilzunehmen. Kurz vor dem Lauf waren wir noch bei einem Supermarkt und haben allerhand Süßigkeiten gekauft. In unserem Basislager wurde der Rucksack dann aufgefüllt mit dem was aus dem gesponserten Verpflegungspaket sinnvoll erschien. Eine Tüte Chips, Wein aus der Box (superlecker anscheinend, fast so gut wie warmes abgestandenes Bier, wie mir mehrfach versichert wurde) und eine Masse an Bierdosen.

Nachdem wir in unseren hübschen Shirts in grell-hell-grün (sagt man Lemone dazu?) im vorderen Drittel des Feldes gestartet sind, haben mir mit unserer ersten Pause sogar ganze 400m gewartet. Wein einschenken, Bierdosen rauskramen, Fotos machen… nur das wichtigste eben. Zu dem Zeitpunkt hatten wir die rote Laterne schon inne.
Kurz vor Vollendung des dritten Kilometers haben meine australische Kollegin und ich sogar abgekürzt. Unseren Zeitvorteil haben wir durch eine aktive Regenerationsphase genutzt. Es gab Weingummis, während wir im Gras auf den Rest unserer Mannschaft gewartet haben.

Auf der Zielgeraden wurden wir dann noch von einem anderen Team knapp überholt. Weil wir für ein Foto posieren mussten. Schlussendlich sind wir mit der fabelzeit von einer Stunde und fast drei Minuten für fünf Kilomenter offiziell Vorletzter geworden. Und stolz drauf.
Das haben wir dann an einer Würstchenbude gefeiert. Das eigentlich versprochene Grillfest wurde nämlich abgesagt, weil statt der 150 geplanten Teilnehmer plötzlich 400 von unserer Uni da waren. War auch lecker.

Hier hab ich unsere Rute übrigens mal mitgeschnitten. Man achte auf den Maximalpuls von ganzen 116 Schlägen pro Minute. Da muss mir wohl gerade jemand was lustiges erzählt haben oder so. Geschwitzt hab ich jedenfalls nicht. In unserem Team war ich auch der einzige in Turnschuhen.

Regengolf

September 15, 2010 - 9:23 pm No Comments

Anders aus dem Büro nebenan hat im April seine Golfkarriere begonnen. Grob seit dem versuchen wir auch mal zusammen spielen zu gehen. Jetzt haben wir vor ein paar Wochen endlich einen Termin gefunden: Heute.
Da wir echt Probleme mit der Terminabsprache hatten, ließen wir uns vom Wetterbericht auch nicht beunruhigen. Wir wollten spielen, koste es, was es wolle.

Für schlappe 300kr (ca. 40€) GreenFee durfte ich als Clubfremder auf die 18-Löcher-Runde. Zunächst war das Wetter auch gar nicht schlecht. Sehr stürmisch, aber nicht schlecht. Auch gelegentliche Schauer haben wir Wikinger ganz gut weggesteckt. Ab dem siebten Loch ungefähr fing es allerdings an zu regnen. Und damit meine ich, dass es wie aus Kübeln geschüttet hat.
Dänischer Herbst.
Scheißwetter.
Nach dem zwölften Loch haben wir dann aufgegeben. Völlig durchnässt.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich ganze neun Punkte. Dafür dass ich aber schon ewig keinen Schläger mehr in der Hand hatte, war’s gar nicht sooo schlecht. Und Spaß hatten wir allemal.

Neues Spielzeug

August 10, 2010 - 11:43 am 1 Comment

Ich habe ein neues hübsches Technik-Dingsbums: Eine Pulsuhr mit GPS. Wenn ich mich jetzt also sportlich betätige, sammelt die leicht überdimensionierte Armbanduhr massenweise Daten. Und hinterher kann ich alles auf den Computer oder direkt ins Internet laden und mir auswerten lassen. Schon beim Laufen kann ich mir so ansehen wie schnell/weit/lange ich gerade unterwegs bin. Und online kann ich dann sehen wo ich überall war und was für Steigungen ich in welchem Tempo erklimmen konnte und wie sich meine Herzfrequenz dabei verhalten hat.
Super! :)

Das Ding nennt sich Garmin Forerunner 305 und gibt’s inzwischen für relativ überschaubare Preise. Ich hoffe damit mein Lauftraining wieder etwas konstanter durchziehen zu können. Wir werden sehen…

Hier noch mein Bericht von meinem Lauf heute Morgen:

SuperBowl XLIV

Februar 10, 2010 - 11:33 am No Comments

Nach einer durchwachsenen Saison meiner Jets, die sie versehentlich und nur sehr knapp in die PlayOffs führte und nach zwei fulminanten Siegen erst im Halbfinale endete, gab es vergangenen Sonntag das große Endspiel, die oder den SuperBowl. Die Colts aus Indianapolis gegen die Saints aus New Orleans.

Die Colts haben einen der besten Quaterbacks überhaupt („Eine Klasse für sich!“) und waren der Favorit, wenn auch nicht sehr deutlich. Die Saints auf der anderen Seite haben nämlich ihrerseits auch einen ziemlich guten Spielmacher (u.a. Wurfquotenrekord) und auch wenn sie noch nie etwas gewonnen haben, spielten sie für eine ganze Region, die nämlich, die noch immer mit den Folgen des Katrina Hurrikans kämpft.
Nun, das Ergebnis ist ja vermutlich bekannt, der Karneval in New Orleans hat eine Woche früher angefangen, weil die Saints nach einem schwachen ersten Viertel gespielt hat wie der Teufel und der Coach ein gewitzter Taktiker ist.

Soviel zum Spiel. Aber, typisch amerikanisch, gehört ja das Drumherum mindestens genauso dazu. Zum ersten Mal in meinem Leben (und ich gucke Football seit nun ungefähr 15 Jahren), wurde ich zu einer SuperBowl Party eingeladen. Falsch, zum zweiten Mal. Letztes Jahr nämlich auch schon, da konnte ich aber nicht, weil ich krank war. Und sowieso hab ich von den letzten SuperBowls nicht viele gesehen, weil die sowas ja auf einen Sonntag legen müssen und ich in der Vergangenheit am Montag drauf immer etwas nicht verschiebbares hatte (Klausur, Meeting, Abgabe, etc.).

Janne, eine frisch promovierte Kollegin lud zur American Super Night. Es gab Spareribs, Fritten und Coleslaw. Und als wir mit dem Essen gegen 11 fertig waren und uns ins Wohnzimmer rollten, mussten wir nur noch 1,5 Stunden mit langweiligen Vorberichten und Werbeunterbrechungen im 3 Minutentackt über uns ergehen lassen. Ich war übrigens der einzige nicht-Däne, dementsprechend interessant war das dänische TV Programm.

Der erste fing an zu Schnarchen, da war es noch eine halbe Stunde bis zum Spiel, der Rest blieb mehr oder weniger wach bis zum Schluss. Die Halbzeit-Show mit The Who war sehr verwirrend, weil Bild und Ton etwa eine halbe Minute auseinander waren.
Nach dem wirklich spannenden Spiel setzte ich mich in meine Fahrgemeinschaft und lag gegen 5 im Bett. Um 10:30 Uhr hatte ich einen Termin mit meinen Studenten, den ich auch pünktlich und frisch und aktiv wahrnahm. Direkt danach war mein Akku aber auch schon wieder leer, also lag ich so um 13 Uhr schon wieder im Bett. Tja, wird wohl einer am Wochenende nacharbeiten dürfen. Aber was soll ich sagen, ich hatte einen tollen Abend, das war’s wert!

Schwere Beine

September 29, 2009 - 10:30 am No Comments

Freitag hab ich beim Universitätslauf teilgenommen, 5km um die Uni rum. Doch fangen wir mit den Ausreden an…
Donnerstag Abend hatte ich Basketballtraining und unser Coach möchte uns gerne zu Fitnessmonstern machen. Mir taten die Beine also am Wettkampfmorgen schon weh. Zusätzlich war ich schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich laufen.

Geplant war, dass ich wie im letzten Jahr mit unserer Sekretärin zusammen laufe. Diesmal wollten wir allerdings knapp unter einer halben Stunde bleiben. Sie hatte allerdings plötzlich ein Meeting, das sie nicht verschieben konnte. Sprich: Ich musste allein laufen. Schön blöd.

UniRunMit schweren Beinen mache ich mich also an den Start und fange natürlich direkt viel zu schnell an. Als ich das „Du hast schon einen Kilometer geschafft!“ Schild sah, dachte ich, ich müsste kotzen. Zum Schluss konnte ich dann aber doch noch angreifen. Ergebnis: Platz 157 (von 357) in sagenhaften 24:46 Minuten. Persönliche Bestzeit. Okay, war auch erst das zweite Mal, dass ich diese Strecke gelaufen bin…

Direkt nach dem Lauf hätte ich mir meine Beine am liebsten abgeschraubt. Da hatte ich auch das ganze Wochenende was von. Ziemlich traurig, das. 5km und ich kann 3 Tage nicht normal gehen. Scheiße, bin ich alt.

Hier meine diesjährige Urkunde.

Der maltesische Handballnationalspieler

September 17, 2009 - 1:04 pm 1 Comment

Kurz vorweg: Gestern hat sich auf dem Parkplatz vor meinem Fenster, hinter einem Auto ein älterer Herr eine andere Hose angezogen. Er stand unten ohne mitten in der Gegend rum. Einfach so. Am helllichten Tag. Die spinnen die Dänen…

Aber zu meinem eigentlichen Thema. Ich habe mich Gestern mit einem waschechten Nationalspieler unterhalten. Handball. Aus Malta. Als er nach Aalborg gekommen ist, hat er nach einem Verein gesucht, weil er weiter spielen wollte. Am Telefon hat sich dann der Trainer eines Teams fast überschlagen und wollte, dass Gilbert (so heißt das maltesische Ausnahmetalent) am besten sofort vorbei käme. Erstes Team natürlich.

Nun hat Malta ein paar Einwohner mehr als Bochum auf einem Gebiet, das ungefähr dem von München entspricht. Und Handball ist da im Süden auch nicht wirklich Volkssport. Gilbert meint, dass er sehr begeistert ist, am Ligabetrieb in Dänemark teilzunehmen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Hier seien es mehr als nur 4 Teams in der Liga. Außerdem gäbe es hier richtige Auswärtsfahrten, die Spiele finden nicht alle in der gleichen Halle statt.
Bei 52 Handballspielern in Malta ist es dann eben auch nicht allzu unwahrscheinlich mal in den 14er Kader der Nationalmannschaft berufen zu werden.

All das hat er dem Trainer natürlich nicht erzählt. Dieser hat den Malteser auch nach dem ersten Training in die 3. Mannschaft gesteckt. Da waren alle beteiligten froh drüber.

Sport in der Uni

August 19, 2009 - 2:57 pm No Comments

In unserer Abteilung gibt es einen, der ist für das Geld zuständig. Generell gilt der als sparsam. Im letzten Jahr war der in Australien und sein Stellvertreter hat einfach mal einen fetten Bildschirm mit Wii gekauft.
Gestern gab’s ein neues Sportspiel (diesmal von dem Original-Zuständigem). Das muss natürlich kräftig ausprobiert werden.

Auf dem Bild seht ihr mich beim Bogenschiessen. Der Schuss ging ins Bullseye. Der einzige, ich hab verloren…
Hinterher haben wir Golf gespielt. Zu dritt. Sehr amüsant, das.