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SuperBowl XLIV

Februar 10, 2010 - 11:33 am No Comments

Nach einer durchwachsenen Saison meiner Jets, die sie versehentlich und nur sehr knapp in die PlayOffs führte und nach zwei fulminanten Siegen erst im Halbfinale endete, gab es vergangenen Sonntag das große Endspiel, die oder den SuperBowl. Die Colts aus Indianapolis gegen die Saints aus New Orleans.

Die Colts haben einen der besten Quaterbacks überhaupt („Eine Klasse für sich!“) und waren der Favorit, wenn auch nicht sehr deutlich. Die Saints auf der anderen Seite haben nämlich ihrerseits auch einen ziemlich guten Spielmacher (u.a. Wurfquotenrekord) und auch wenn sie noch nie etwas gewonnen haben, spielten sie für eine ganze Region, die nämlich, die noch immer mit den Folgen des Katrina Hurrikans kämpft.
Nun, das Ergebnis ist ja vermutlich bekannt, der Karneval in New Orleans hat eine Woche früher angefangen, weil die Saints nach einem schwachen ersten Viertel gespielt hat wie der Teufel und der Coach ein gewitzter Taktiker ist.

Soviel zum Spiel. Aber, typisch amerikanisch, gehört ja das Drumherum mindestens genauso dazu. Zum ersten Mal in meinem Leben (und ich gucke Football seit nun ungefähr 15 Jahren), wurde ich zu einer SuperBowl Party eingeladen. Falsch, zum zweiten Mal. Letztes Jahr nämlich auch schon, da konnte ich aber nicht, weil ich krank war. Und sowieso hab ich von den letzten SuperBowls nicht viele gesehen, weil die sowas ja auf einen Sonntag legen müssen und ich in der Vergangenheit am Montag drauf immer etwas nicht verschiebbares hatte (Klausur, Meeting, Abgabe, etc.).

Janne, eine frisch promovierte Kollegin lud zur American Super Night. Es gab Spareribs, Fritten und Coleslaw. Und als wir mit dem Essen gegen 11 fertig waren und uns ins Wohnzimmer rollten, mussten wir nur noch 1,5 Stunden mit langweiligen Vorberichten und Werbeunterbrechungen im 3 Minutentackt über uns ergehen lassen. Ich war übrigens der einzige nicht-Däne, dementsprechend interessant war das dänische TV Programm.

Der erste fing an zu Schnarchen, da war es noch eine halbe Stunde bis zum Spiel, der Rest blieb mehr oder weniger wach bis zum Schluss. Die Halbzeit-Show mit The Who war sehr verwirrend, weil Bild und Ton etwa eine halbe Minute auseinander waren.
Nach dem wirklich spannenden Spiel setzte ich mich in meine Fahrgemeinschaft und lag gegen 5 im Bett. Um 10:30 Uhr hatte ich einen Termin mit meinen Studenten, den ich auch pünktlich und frisch und aktiv wahrnahm. Direkt danach war mein Akku aber auch schon wieder leer, also lag ich so um 13 Uhr schon wieder im Bett. Tja, wird wohl einer am Wochenende nacharbeiten dürfen. Aber was soll ich sagen, ich hatte einen tollen Abend, das war’s wert!

Schwere Beine

September 29, 2009 - 10:30 am No Comments

Freitag hab ich beim Universitätslauf teilgenommen, 5km um die Uni rum. Doch fangen wir mit den Ausreden an…
Donnerstag Abend hatte ich Basketballtraining und unser Coach möchte uns gerne zu Fitnessmonstern machen. Mir taten die Beine also am Wettkampfmorgen schon weh. Zusätzlich war ich schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich laufen.

Geplant war, dass ich wie im letzten Jahr mit unserer Sekretärin zusammen laufe. Diesmal wollten wir allerdings knapp unter einer halben Stunde bleiben. Sie hatte allerdings plötzlich ein Meeting, das sie nicht verschieben konnte. Sprich: Ich musste allein laufen. Schön blöd.

UniRunMit schweren Beinen mache ich mich also an den Start und fange natürlich direkt viel zu schnell an. Als ich das „Du hast schon einen Kilometer geschafft!“ Schild sah, dachte ich, ich müsste kotzen. Zum Schluss konnte ich dann aber doch noch angreifen. Ergebnis: Platz 157 (von 357) in sagenhaften 24:46 Minuten. Persönliche Bestzeit. Okay, war auch erst das zweite Mal, dass ich diese Strecke gelaufen bin…

Direkt nach dem Lauf hätte ich mir meine Beine am liebsten abgeschraubt. Da hatte ich auch das ganze Wochenende was von. Ziemlich traurig, das. 5km und ich kann 3 Tage nicht normal gehen. Scheiße, bin ich alt.

Hier meine diesjährige Urkunde.

Der maltesische Handballnationalspieler

September 17, 2009 - 1:04 pm 1 Comment

Kurz vorweg: Gestern hat sich auf dem Parkplatz vor meinem Fenster, hinter einem Auto ein älterer Herr eine andere Hose angezogen. Er stand unten ohne mitten in der Gegend rum. Einfach so. Am helllichten Tag. Die spinnen die Dänen…

Aber zu meinem eigentlichen Thema. Ich habe mich Gestern mit einem waschechten Nationalspieler unterhalten. Handball. Aus Malta. Als er nach Aalborg gekommen ist, hat er nach einem Verein gesucht, weil er weiter spielen wollte. Am Telefon hat sich dann der Trainer eines Teams fast überschlagen und wollte, dass Gilbert (so heißt das maltesische Ausnahmetalent) am besten sofort vorbei käme. Erstes Team natürlich.

Nun hat Malta ein paar Einwohner mehr als Bochum auf einem Gebiet, das ungefähr dem von München entspricht. Und Handball ist da im Süden auch nicht wirklich Volkssport. Gilbert meint, dass er sehr begeistert ist, am Ligabetrieb in Dänemark teilzunehmen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Hier seien es mehr als nur 4 Teams in der Liga. Außerdem gäbe es hier richtige Auswärtsfahrten, die Spiele finden nicht alle in der gleichen Halle statt.
Bei 52 Handballspielern in Malta ist es dann eben auch nicht allzu unwahrscheinlich mal in den 14er Kader der Nationalmannschaft berufen zu werden.

All das hat er dem Trainer natürlich nicht erzählt. Dieser hat den Malteser auch nach dem ersten Training in die 3. Mannschaft gesteckt. Da waren alle beteiligten froh drüber.

Sport in der Uni

August 19, 2009 - 2:57 pm No Comments

In unserer Abteilung gibt es einen, der ist für das Geld zuständig. Generell gilt der als sparsam. Im letzten Jahr war der in Australien und sein Stellvertreter hat einfach mal einen fetten Bildschirm mit Wii gekauft.
Gestern gab’s ein neues Sportspiel (diesmal von dem Original-Zuständigem). Das muss natürlich kräftig ausprobiert werden.

Auf dem Bild seht ihr mich beim Bogenschiessen. Der Schuss ging ins Bullseye. Der einzige, ich hab verloren…
Hinterher haben wir Golf gespielt. Zu dritt. Sehr amüsant, das.

Das Manchester Gesetz

März 1, 2009 - 7:34 pm 1 Comment

Sicher waren die Medien in Deutschland voll damit. Zur Sicherheit will ich hier noch einmal erwähnen, dass Aalborg im UEFA-Cup Achtelfinale steht, durch zwei grandiose Siege gegen Deportivo La Coruña (3:0 und 3:1). Nun geht’s also gegen Manchester City.
Nach Manchester United in der Königsklasse und also die Citizens. Werden weg gefegt, klarer Fall, ich hab die Tickets für Istanbul (UEFA Cup Finalaustragungsort) schon bestellt.

Blöd ist allerdings, dass es wohl sowas wie das Karsten-Aalborg-Manchester-Österreich-Gesetz gibt. Das sieht ungefähr so aus:

wenn
Aalborg spielt zuhause gegen eine Mannschaft aus Manchester
dann
Karsten befindet sich in Österreich

Beim ChampionsLeague Spiel hier gegen ManU war ich bei einem Projekttreffen in Wien. In 2,5 Wochen ist das Spiel hier gegen Manchester City, ich werde da gerade bei einem Programmier Workshop in Salzburg sein.

Super. Aber Timing war ja noch nie meins…

Vi elsker AaB!

Februar 19, 2009 - 1:35 am No Comments

Gruppenbild

Gruppenbild

Grandios. Ein großartiges Spiel. Aalborg hat 10 Minuten druck gemacht, dass die Spanier gar nicht mehr wussten, wo der Frosch die Locken hat, und ist dann 35 Minuten zu früh in die Pause gegangen. Zumindest Mental. Ein glücklicher Torhüter und eine recht stabile Abwehr (mit Libero) haben ein Unentschieden zur Halbzeit gehalten. Nach dem Seitewechsel haben die Dänen dann wieder Fussball gespielt, der Torwart blieb glücklich und zum Schluss hätte der gegnerische Torhüter eigentlich noch vom Platz fliegen müssen.

Security

Security

Hinterher stand 3:0 auf der Anzeigetafel und das Stadion Kopf.
Grandios!
Im 8telfinale geht’s vermutlich gegen Manchester City. Ich hab die Nummer von dem Hotel noch;)

Vor'm Elfmeter

Vor'm Elfmeter

Jedenfalls war’s nicht ganz so kalt, wie erwartet. Ich war aber auch gut eingepackt und mit meinen Schneestiefeln vermutlich der einzige im Stadion ohne kalte Füße. Dafür war’s hinterher in der Kneipe auch ungewohnt warm. Verrückt.

Übrigens lief Bandenwerbung für die Aalborg Universität, meinen Arbeitgeber. Learning can seariously affect your Brain. Lernen kann ernsthafte Auswirkungen auf Ihr Hirn haben. Wieso sagen die sowas eigentlich immer erst hinterher?!

Europäischer Fußball in Aalborg

Februar 18, 2009 - 4:27 pm 2 Comments

Dass wir (also der AaB!) uns in der ChampionsLeague super verkauft haben, dürfte ja allgemein bekannt sein. Jetzt also UEFA-Cup. Und zwar gegen ein spanisches Team; Deportivo La Coruña ist zu Gast.

Schnell mal ein paar sportliche Fakten: Die dänische Superliga hat noch Winterpause bis März, von gut eingespielt kann also noch keine rede sein. Außerdem wurde der Trainer gewechselt (zuletzt war ja nur ein Interimsübungsleiter am Steuer) und der polnische Stürmerstar (hat immerhin mal in der polnischen Nationalmannschaft gespielt) konnte nach seinem 4 Monate CL-Gastvertrag nicht gehalten werden und möchte lieber in der 2. englischen Liga spielen. dafür ist jetzt ein Jamaikaner hier, der schnell ist. Sau schnell, wie man sagt: “Noch nie hat jemand in Norwegen trainiert, der schneller war!” – was immer das bedeuten mag.
Und die Spanier sind, verletzungsbedingt, nur mit der B-Truppe angereist.

Fast ein Jahr nach meinem ersten Stadionbesuch bei Scheißkälte gehe ich gleich also natürlich, diesmal mit ein paar Freunden, wieder hin. Wetterbericht hat vorausgesagt: 0°C, kein Schnee, kein Regen, kaum Wind. Für Dänemark im Februar also nahezu karibische Verhältnisse, da sind wir Wikinger, da sind wir dabei.

Der Bericht folgt also Morgen. Wenn die Spanier nicht in der ersten Viertelstunde zwei Tore machen, glaube ich, dass es ein interessantes Spiel werden könnte. Ich hoffe auf einen Sieg und glaube an ein Unentschieden.
Ich bin Schalker, die Hoffnung ist mein Strohhalm und glauben tu ich so einiges…