Jul bedeutet Weihnachten. Ich glaube, den Rest kann sich jeder selbst übersetzen…
Das ist jedenfalls der Titel eines in Dänemark gleichermassen bekannt wie verachteten Weihnachts-Raps. Von dem hab ich leider erst kürzlich erfahren und will ihn Euch zum Fest natürlich nicht vorenthalten:
Keine Ahnung wovon der merkwürdige Typ da spricht oder was sonst so von dem kam. Mir wurde gesagt, dass ich mich gar nicht damit auseinandersetzen möchte. Also gut. Ich möchte Euch aber allen ein wundervolles Weihnachtsfest wünschen. Genießt die Zeit und das Essen und die Menschen und alles.
Kommt gut in ein grossartiges neues Jahr!
Am 12.12. hab ich Geburtstag. Jedes Jahr eigentlich. Aber dies Jahr gab’s eine Schnappszahl: 33. An Zahlenspielen waren meine Eltern damals wohl nicht interessiert, sonst hätt’s das erst nächtes Jahr gegeben, am 12.12.12 nämlich. Naja, wird das halt einfach so ein großes Fest.
Weil ich meinen Geburtstag noch nie in Dänemark verbracht habe, wollte ich damit gar nicht erst anfangen…
Ich habe höflich angefragt und 6 Freunde von mir haben sich nicht abhalten lassen mich zu begleiten. Nach Flensburg nämlich. Es gab eine Tour durch die Brauerei (sehr empfehlenswert!) und anschließend noch auf den Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Bratwurst. Ein großartiger Abend mit einem internationalem Mix.
Wir saßen dafür leider viel zu lang im Auto, aber das soll wohl so sein, wenn man nicht in der Nachbargemeinde feiern will. Toll war’s allemal.
Am nächsten Tag hat mich mein Mitbewohner noch mit einem Päckchen überrascht. Die ultimative Maschine zum selbst zusammenbauen…
Nachtrag: Das Video hat dem Hersteller so gut gefallen, dass er’s auf seine Seite gepackt hat. Hier.
Das Wort Junggesellenhaushalt beschreibt wohl ganz hübsch wie’s bei uns zuhause aussieht. Ein schönes Beispiel ist unsere Altpapiersammlung. Die haben wir nur unregelmäßig aufgelöst, dabei war der Kontainer direkt vor unserer Tür. War, denn als es mich das letyte Mal gepackt hat und ich mich mit einem riesen Stapel von Werbeprospekten die Treppen runtergekämpft habe, musste ich feststellen, dass man uns den Kontainer weggenommen hat.
Schweine!
Das war im Juni, glaube ich. Seitdem haben wir unsere Recyclingstrategie allerdings nicht geändert. Nein, so nämlich nicht mit uns. Wir haben munter weiter Papiermüll in unserem Flur gestapelt, in der Hoffnung, dass der Kontainer unseres Vertrauens eines schönen Tages wiederkehrt.
Inzwischen haben wir loslassen können und uns gedanklich von unserem Kontainer verabschiedet. Blieb noch das Altpapier. Und weil der Flur von Woche zu Woche immer schwieriger passierbar wurde, haben wir uns Sonntag endlich ein Herz gefasst und alles weggebracht.
Unglaubliche Geschichte, oder?
Hier, ich hab’s sogar Dokumentiert:
Roberto kommt aus Mexiko. Roberto ist ein netter Kerl. Roberto glaubt an mich. Roberto hat gewettet, dass ich bis November mit meiner Doktorarbeit fertig bin. Roberto hat die Wette verloren. Roberto musste in den Fjord springen…
Seit gestern abend 20:59 ist offiziell Weihnachten. Zumindest nach dänischer Zeitrechnung. Seitdem gibt’s nämlich das Weihnachtsbier. Dieses Jahr war die Sause nicht so riesig wie im letzten Jahr, aber immerhin hab ich dieses Mal eine Weihnachtsmannmütze in Tuborgblau mit roten Blinklichtern bekommen. Ick freu mir!
Ausserdem scheine ich mir’s aber noch mit einigen von den Internationalen Studenten verscherzt zu haben. Die haben aus meinen Erzählungen wohl zu sehr auf Freibier gehofft und waren dann mittelmässig enttäuscht, als es das nicht gab. Entschuldigung.
Mein Video vom letzten Jahr hat inzwischen übrigens schon über eintausend Betrachter.
Juhuuu!
Ich wünsche eine schöne Weihnachtszeit allerseits!
Anfang der 90er Jahre haben wir Kabelfernsehen bekommen. Wann immer möglich, habe ich dann MTV angemacht. Man muss sich das mal vorstellen, damals lief auf MTV noch größtenteils Musik! Es war in einer Zeit vor Viva, in der wir Europäer aber immerhin unseren eigenen Kanal bekommen haben: MTV Europe. In die stark Britisch orientierte Musikauswahl haben sich immer mal wieder das ein oder andere Lied aus dem Sendebereich auf dem Festland verirrt. So hab ich etwa die Héroes del Silencio aus Spanien oder Die Fantastischen Vier aus Deutschland zum ersten Mal gehört. Aber sowas war eher die Ausnahme, das meiste war Britisch oder Amerikanisch.
Ein weiterer Künstler, den ich damals kennengelernt habe, ist ein Italienischer Rapper: Jovanotti. Die beiden Lieder „Serenata Rap“ und „L’Ombelico Del Mondo“ haben sich in mein Hirn gebrannt. Damals war ich sofort Fan.
Viele Jahre später komme ich nach Dänemark, treffe viele Italiener und als wir uns mal über Musik unterhielten, konnte ich sogar immer noch die eine Zeile zitieren: Affacciati alla finestra amore mio!
Direkt haben wir verabredet, dass sobald er wieder auf Tour kommt, gehen wir da hin. Nun, das war letztes Wochenende. Und wir in Mantova, zwei Stunden von Mailand entfernt Richtung Nordosten.
Jovanotti hat anscheinend eine lange Karriere hingelegt, mit einigen parallelen zu den Fantas in Deutschland. Sogar der Tanzstil ist dem von Smudo nicht unähnlich. Auch die Musik ist deutlich elektronischer geworden und manchmal singt er mehr als das er rappt.
Aber das hab ich eigentlich erst während des Konzerts rausgefunden. Zu Beginn kannte ich genau vier Stücke, wovon er zwei nichtmal gespielt hat. Und drei, die wir auf dem Weg in die Halle gehört haben, die CD haben wir erst kurz zuvor gekauft. “Ora”, ziemlich cool, wie ich finde. Größter Hit: “Tutto L’Amore Che Ho”. Dass ich vermutlich der einzige in der Halle war, der kein Italienisch sprach, versteht sich von selbst. Und trotzdem war das Konzert der Knaller.
Musik von Jovanotti hier zu verlinken ist aus vielerlei Gründen gar nicht so einfach. Darum verweise ich mal auf seinen YouTube Kanal und die offizielle Seite. Hoffentlich funktioniert irgendwas.
Natürlich sind wir aber nicht nur kurz zum Konzert und zurück. Wir haben eine Mini-3-Tage-Tour und gut 800km in einem Panda hingelegt, waren in Ispra, Bologna und Mantova. Haben ein paar Freunde endlich mal wieder getroffen, gut gegessen und die Sonne ein bisschen genossen. Das ganze Wochenende war grandios.
Die Fotos von dem ganzen Trip gibt’s hier. Und noch ein kurzes Video, wie gut ich im Stein auf einen anderen Stein werfen bin…
Heute vor drei Jahren bin ich nach Aalborg gezogen. Das Abenteuer begann. Inzwischen schreibe ich, wenn auch mit ein bisschen Verzögerung, jetzt erst an meiner Arbeit (bitte hier beliebigen Gutti-Witz denken). In der ganzen Zeit ist viel passiert und neben meiner wissenschaftlichen Ausbildung haben ich vor allen Dingen haufenweise Menschen kennengelernt aus allen möglichen Gegenden dieses Erdballs.
Darüber freue ich mich sehr und bin dankbar. Hier ein paar impressionen…