Posts Tagged ‘weihnachten’

Det er Jul, det er cool!

Dezember 24, 2011 - 3:32 pm No Comments

Jul bedeutet Weihnachten. Ich glaube, den Rest kann sich jeder selbst übersetzen…
Das ist jedenfalls der Titel eines in Dänemark gleichermassen bekannt wie verachteten Weihnachts-Raps. Von dem hab ich leider erst kürzlich erfahren und will ihn Euch zum Fest natürlich nicht vorenthalten:

Keine Ahnung wovon der merkwürdige Typ da spricht oder was sonst so von dem kam. Mir wurde gesagt, dass ich mich gar nicht damit auseinandersetzen möchte. Also gut. Ich möchte Euch aber allen ein wundervolles Weihnachtsfest wünschen. Genießt die Zeit und das Essen und die Menschen und alles.
Kommt gut in ein grossartiges neues Jahr!

Adventskalender mit dem Krieg der Klötzchen

Dezember 3, 2011 - 2:05 pm No Comments

Mit meinem Mitbewohner streite ich mich zur Zeit gerne, wie religiös Weihnachten generell, und ein Adventskalender im speziellen, wirklich ist. Ganz unabhängig davon bin ich aber seit dem 28. November stolzer Besitzer eines Lego StarWars Adventskalender. Ich hatte sogar Glück und hab den letzten ergattert.

Und weil ich mich so darüber freue, will ich meine Freude natürlich mit der Welt teilen. Ist ja Weihnachten. Außerdem will ich allen zeigen wofür ich 200 dänische Kronen (knapp 27€) ausgegeben habe.

Hier die Fotos. Jeden Tag ein neues. So wie’s sich gehört. :)

Habt eine schöne Weihnachtszeit!

Weihnachtszeit: Anfang.

November 4, 2011 - 3:50 pm No Comments

Seit gestern abend 20:59 ist offiziell Weihnachten. Zumindest nach dänischer Zeitrechnung. Seitdem gibt’s nämlich das Weihnachtsbier. Dieses Jahr war die Sause nicht so riesig wie im letzten Jahr, aber immerhin hab ich dieses Mal eine Weihnachtsmannmütze in Tuborgblau mit roten Blinklichtern bekommen. Ick freu mir!

Ausserdem scheine ich mir’s aber noch mit einigen von den Internationalen Studenten verscherzt zu haben. Die haben aus meinen Erzählungen wohl zu sehr auf Freibier gehofft und waren dann mittelmässig enttäuscht, als es das nicht gab. Entschuldigung.

Mein Video vom letzten Jahr hat inzwischen übrigens schon über eintausend Betrachter.
Juhuuu! :)

Ich wünsche eine schöne Weihnachtszeit allerseits!

Weihnachtsodyssee

Januar 6, 2011 - 12:44 pm No Comments

Ich hatte ja mit einem Schneesturm gerechnet, allerdings weiter nördlich. Letzlich fegte der Schnee durch Norddeutschland statt durch Norddänemark. Die Auswirkungen auf meinen Reiseweg waren allerdings grob die gleichen…

Extra früh bin ich zum Flughafen hier in Aalborg, damit mein Gepäck auch mit kommt. Obwohl ich als Notreserve einen Satz Unterwäsche und Ladekabel für meine Telefone im Handgepäck hatte. Das Flugzeug hatte dann dennoch zwei Stunden Verspätung. Beim Einsteigen ins Flugzeug hab ich meinen Koffer allerdings sehen können. Er wurde kurze Zeit später verladen.

In Kopenhagen bin ich dann natürlich auch zu spät gelandet. Und zwar genau zu der Zeit, zu der meine Anschlussmaschine hätte abheben sollen, 21:05. Die Stewardess meinte, ich solle mir keine großen Sorgen machen, der Flug sei sicher auch verspätet, dennoch war mir unwohl.
Das klärte sich vor der Anzeigetafel allerdings schnell. Neben einer Abflugzeit, die sich alle 20 Minuten änderte, stand da nämlich auch: „Wait for Info“

Um Mitternacht durften wir dann schließlich ins Flugzeug. Der Pilot empfing uns mit den Worten, dass wir eine Ausnahmegenehmigung hätten und in Düsseldorf trotz Nachtlandeverbot landen dürfen, er würde sich auch beeilen und wir flögen nur 55 Minuten. Zuvor müssen wir allerdings noch schnell zum Enteisen.
Dieses Enteisen ist ein normaler Prozess, der an jedem Flughafen der Welt bei entsprechender Witterung durchgeführt wird. Eis oder Schnee auf Tragflächen oder sonstwo beeinträchtigt die Flugeigenschaften zu stark. Dauerte dann auch nur eine Dreiviertelstunde.

Während des Flugs meldete sich der Pilot dann nochmal und erklärte, dass es sich bei der Ausnahmegenehmigung um eine Fehlinformation handelte und wir jetzt Richtung Köln unterwegs seien. Etwas später meldete sich der gute erneut zu Wort und vermeldete, dass der Flughafen Köln/Bonn gerade geschlossen wurde und wir jetzt so lange achten fliegen, bis die dort unten die Landebahn frei geräumt haben. Das dauerte auch nichtmal eine Stunde.
Als gute Nachricht verkündete er aber auch noch, dass es Shuttlebusse zum Düsseldorfer Flughafen gäbe.

Um drei Uhr am Morgen des Heiligen Abends sind wir dann gelandet. Und während wir so an dem Gepäckband stehen und auf die Koffer warten, gab es eine Durchsage: „Anscheinend wurde ihnen gesagt, dass es Shuttlebusse gäbe. Dem ist nicht so. Der Nahverkehr befindet sich allerdings direkt nebenan.“
Und dann kamen die Koffer. Recht viele. Sogar deutlich mehr als Leute warteten. Nur meiner nicht…
Die S-Bahn von Köln nach Düsseldorf brauchte nur gut eine Stunde. Dafür war das recht unterhaltsam, da sass ich nämlich mit einer weiteren Exildänin und dreien aus Schweden, alle aus dem gleichen Flugzeug. In Düsseldorf sollte ich kurz umsteigen. Inzwischen war es 6 Uhr und mein Zug stand sogar da, allerdings mit verschlossenen Türen und ohne Licht. Etwa 20 Minuten nachdem der Zug hätte abfahren sollen, gab es eine Durchsage, dass die Abfahrt sich um 10-15 Minuten verzögere, da das Boardpersonal nicht da wäre. Weitere 20 Minuten später bin ich dann in einen anderen Zug gestiegen, der mich zu meinem Ziel bringen sollte. Langsamer, aber immerhin fuhr der.

Um kurz vor acht, konnte mich dann mein Vater am Bahnhof in Wanne-Eickel endlich in Empfang nehmen, statt um 23:30 am Vorabend. Er hatte eine Schneeschaufel im Kofferraum, die Verhältnisse waren ziemlich extrem.
Lang schlafen konnte ich ja trotzdem nicht. Die Läden schließen um 13 Uhr und weil mein Koffer nicht da war, musste ich mich ja durch den Schnee kämpfen. Ein paar Sätze Unterwäsche kaufen, sowie ein paar Hemden, so dass ich Weihnachten nicht komplett in meinen ausgebeulten Reiseklamotten verbringen musste. Natürlich waren auch noch Geschenke in dem Koffer, aber davon musste ich mich erstmal verabschieden.

Das Gepäck kam dann mit kaum merkbaren fünf Tagen Verspätung an. Meine Neffen hat’s gefreut, Weihnachten nach Weihnachten. Mir persönlich ist für’s erste die Lust am Fliegen vergangen…

Schneesturm

Dezember 20, 2010 - 11:45 am No Comments

Berichte zur aktuellen Lage unter dem Bild.

Für Donnerstag wird ein schöner Schneesturm in Dänemark vorausgesagt. Wie’s der Zufall so will, geht genau dann mein Flug in die Heimat. Bin mal gespannt, ob ich’s schaffe zum Weihnachtsessen im Ruhrgebiet zu sein. Oder wo ich Weihnachten sonst so verbringe. Timing war eben noch nie meine stärke…

Update (21.12.2010 – 09:42)
Der dänische Wetterdienst hat inzwischen relativiert. Statt der zwischenzeitlich vorrausgesagten 24mm Niederschlag sollen es Donnerstag jetzt nur noch 14 geben. So ungefähr. Ich bleibe gespannt.
Jetzt gerade haben wir übrigens -16°C.

Update (21.12.2010 – 15:08)
Unglaublich, während sich der Tag auf -10° Höchsttemperatur gesteigert hat, zeigt die Vorhraussage für Donnerstag jetzt praktisch gar keinen Niederschlag an. Dafür aber ein paar Grade weniger. Das nenn ich mal flexible Wetteraussicht. Ich bleibe gespannt.

Update (22.12.2010 – 13:57)
So, neuer Tag, neue Erkenntnisse. Zwar sind sich die Meteorologen jetzt weitgehend einig, dass es hier in Aalborg quasi nicht schneien wird, allerdings ist der Schneesturm nicht ganz abgesagt. Der wird nämlich durch Süddänemark und Norddeutschland wüten, behaupten sie, und das schon mitten in der Nacht bis zum Mittag. Nun hab ich ja diesen Zwischenstopp im Krisengebiet: Kopenhagen. Ich bleibe gespannt.

Es fröstelt gar sehr!

Dezember 1, 2010 - 8:11 pm No Comments

Wie ja inzwischen in Deutschland auch, hat hier der Winter schon vor anderthalb Wochen seinen weißen Mantel rausgekramt. An Plusgrade kann ich mich gar nicht mehr wirklich erinnern. Heute fühlte es sich (wieder einmal) besonders kalt an: -5°C mit fiesem Wind.

Prima Timing, denn genau den 1. Dezember hatten Amanda und ich auserchoren um auf dem Aalborger Weihnachtsmarkt Weihnachtslieder zu spielen. Sie auf dem Kornett (quasi eine abgerundete Trompete) und ich auf meinem Alto Saxophon. Das Notenmaterial war spärlich, aber wir hatten ein paar Dänische Sachen (äh… Titel vergessen), etwas Amerikanisches (Rudolf, Sleigh Ride) und ein paar Klassiker (Stille Nacht).

Was wir abgeliefert haben war aber qualitativ mindestens ebenso begrenzt. Zu unserer Entschuldigung war es schwer an Arrangements zu kommen. Außerdem stoßen so Blasinstrumente bei der Kälte nunmal auch an ihre Grenzen. Wir haben eigentlich Gedacht, dass die Ventile des Kornetts irgendwann einfrieren, aber das Saxophon hat vorher gestreikt. Da kam irgendwann nur noch ein Quietschen raus. Immerhin ist mein Mund nicht am Mundstück festgefrohren, man gibt sich ja mit Kleinigkeiten zufrieden.

Finger, Gesicht und Füße waren ohnehin irgendwann frei von Gefühl und Kontrolle, also haben wir nach etwa einer Dreiviertelstunde die Sachen gepackt. Ganze 37 Kronen haben wir bekommen (etwa 5€) von zwei verschiedenen und uns unbekannten Passanten.
Das ist doch was.

Freitag direkt nochmal!

Knecht Ruprecht mit Flaschenöffner

November 6, 2010 - 6:54 pm 1 Comment

J-dag ist immer der erste Freitag im November in Dänemark. Das ‘J’ steht für Julebryg, also Weihnachtsbräu. Tuborg bringt jedes Jahr ein Weihnachtsbier (Alkohol: 5,6% vol) auf den Markt. Das gibt es dann auch nur für einen begrenzenten Zeitraum. Weihnachten eben. Jetzt bin ich der denkbar falscheste darüber zu berichten, aber ich hab mir sagen lassen, dass es süßer sei.
Osterbier gibt es übrigens auch.

Am J-dag wird ab 20:59 Uhr das Weihnachtsbier dann verkauft. Und das wird natürlich ordentlich gefeiert, weil heiß erwartet. Diese Feier nennt sich auch Schneesturm (‘snestorm’) oder Schneefall (‘snefald’) und es ist wirklich sowas wie ein Feiertag. Der biertrinkende Teil Dänemarks (und das sind grob so viele wie im Deutschen Raum) freut sich auf diesen Moment. Kneipen und Restaurants bieten HappyHours und Sonderangebote.

So voll wie Gestern hab ich’s so früh noch nicht in der Stadt erlebt. Allerdings ist das nicht nur Tuborg zuzuschreiben. Auch die größte Marke im Niedrigpreissegment (ich glaube das sagt man zu Billigbier, oder?!) hat sich tüchtig reingehängt: Royal. Es gab außerdem einiges an Werbegeschenken. Nur die blaue Weihnachtsmannmütze von Tuborg haben wir nicht ergattern können. Dabei wollten wir die unbedingt. Mist.

Hier ein paar Eindrücke. Alles vor 23 Uhr aufgenommen übrigens…

Und weil ich gerade so schön in Stimmung bin, wünsche ich Euch allen eine schöne Weihnachtszeit. Auch, wenn erst Anfang November ist.