Klar zum Rudern!
Vor ungefähr 1½ Monaten komme ich am Nachbarbüro vorbei, in dem mein griechischer Freund sitzt. Er erzählt dann, dass er sich jetzt im Ruderkurs anmeldet und ob ich nicht auch will. Ich fand die Idee so irritierend, dass ich ziemlich perplex war. Mir fiel auf die Schnelle nichtmal eine gescheite Ausrede ein. Also hab ich zugesagt.
Besagter Kurs fand am letzten Wochenende statt. Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Genauso wie ich’s gern hab.
Den Aalborg Roklub (muss ich dazuschreiben, dass „Ro“ dänisch für „Rudern“ ist, oder merkt das der aufmerksame Leser selbst?) gibt’s schon seit 1886 und hat jetzt ein paar neue Mitglieder. Bei der Einführung gings zunächst ins eigene Fitnessstudio (mit Rudermaschienen) und in den Keller. Da steht nämlich ein Rudersimulator. Witziges Ding, die Ruderbootsitze sind auf den Boden montiert und mit einem echten Ruder ruderst Du dann in einer Art überdimensionalen Badewanne rum.
Da haben wir auch die ersten Kommandos einstudiert. Jetzt weiss ich wie man sich auf dänsich klar zum Rudern meldet.
Und dann ging’s raus auf’s Fjord. In einem Ruderboot natürlich. Vier Ruderer mit Steuermann waren wir. Ein bisschen in die eine Richtung und später ein bisschen in die andere Richtung. Am nächsten Tag dann noch etwas längere Touren. Insgesamt hab ich an dem Wochenende 29km gerudert. Mein Hintern ist davon überzeugt, dass das Weltrekordverdächtig ist. Sitzen steht erstmal nicht so im Programm…